Kategorie «Gemeindearchive» (469 Treffer)

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20.4.1361, Feldkirch Mit Einwilligung von Graf Rudolf IV. von Montfort-Feldkirch verkaufen meherere namentlich genannte Männer und Frauen von Frastanz und Rankweil der zum Kirchspiel Schaan gehörenden Bauernschaft die Alp Guschg für 37 1/2 Pfund Pfennig Konstanzer Münze. LI GAS U 140
07.12.1378 Graf Heinrich V. von Werdenberg-Sargans zu Vaduz verkauft der Gemeinde Triesen die Alp Valüna und die Güter Drasgimiel und Schädlers Boden unter Vorbehalt der ihm zustehenden Alprechte und herrschaftlichen Abgaben. LI GAT U 52
22.8.1389, Balzers Ein Schiedsgericht mit Graf Johann, von Werdenberg zu Sargans als Vorsitzenden und Heinrich Stöckli, Bürger von Feldkirch, Heinz Blatter, Landammann im Walgau, Hartwig von Maienfeld und Hans Wert, der alte Richter von Ragaz , als Schiedsrichter entscheidet einhellig in einem Markenstreit an der St. Luziensteig zwischen Graf Heinrich von Werdenberg-Vaduz und seinen Leuten in Balzers als einer Partei und Graf Donat von Toggenburg und seinen Leuten in Maienfeld und Fläsch als Gegenpartei zugunsten der erstgenannten.[ LI GAB 016-2 LUB I/4, Nr. 19, S. 100 ff. (Original GAB)
27.9.1394, Chur Dietrich von Segni, Weihbischof von Chur, bestätigt die Weihe von zwei Altären und des Chores in der St. Laurentius-Kirche in Schaan. LI PfAS U 3
05.12.1403 Mit Zustimmung des Landammanns Jakob Spiegel geben die sieben Geschworenen und die Einwohner der Gemeinde Triesen dem Walliser Hensli Gassner in Triesenberg ihre durch die aufgeführten Marken begrenzte, Drasgimiel genannte kleine Alp in der Alp Va­lü­na samt zugeschriebenem Schneefluchtrecht gegen einen jährlichen Zins von einem Pfund und einem Ehrschatz von sechs Pfund Pfennig zu Erblehen. LI GATb U 3
09.07.1406 Wilhelm von Richenstein, die Geschworenen und das ganze Dorf Triesen verleihen mit Zustimmung des Vogtes und Ammannes Konrad Moser in Vaduz sechs Walsern in Triesenberg das Gut Schädlersboden für 35 Pfund Pfennig Ehrschatz und einen jährlichen Zins von einem Pfund Pfennig unter dem Vorbehalt des Fluchtrechts für das Vieh in das Gut bei Kriegszeiten und Unwetter sowie des herkömmlichen Rechts des Holzbezugs aus diesem Gebiet. LI GATb U 21 (Insert 1, Urkunde vom 24. August 1615, Zeile 8-27).
10.12.1422 Wolfhart von Brandis, Hainrich Gochhaim, Albrecht Vaistli und Burkhart Blattner entscheiden die Nutzungsstreitigkeiten im Schaaner Riet und im Schaanwald zwischen Schaan einerseits und Eschen und Bendern andererseits. LI GAG U 1
28.06.1425 Hans Vaistli von Vaduz, Heinzelmann von Schiers, Ammann zu Vaduz, und Ulrich Ammann, Ammann am Eschnerberg, entscheiden die Nutzungsstreitigkeiten zwischen den beiden Kirchspielen Mauren einerseits und Eschen und Bendern andererseits. LI GAE III/3
07.09.1428 Wolfhart von Brandis und vier hinzugezogene Schiedsleute entscheiden die Nutzungsstreitigkeiten im Gebiet Saroja zwischen den beiden Kirchspielen Bendern und Eschen einerseits und Uli Vogt andererseits. LI GAE II/120
08.09.1439 Ein unter dem Vorsitz des Feldkircher Bürgers Wilhelm von Fröwis tagendes Schiedsgericht bestehend aus Albrecht Vaistli, Vogt und Ammann am Eschnerberg, und Rudolf Kremel von Eschen als Vertreter des Kirchspiels Triesen und Ulrich Plattner, Vogt zu Werdenberg, und Hans Fittler genannt 'Füllengast' als Vertreter des Kirchspiels Sevelen entscheidet die Nutzungskonflikte der beiden Kirchspiele in der Seveler Au, indem es die Konfliktparteien auf die Entscheidung einer aus sieben Männern bestehenden Kommission verpflichtet.   LI GAT U 47
01.04.1440 Wolfhart V. von Brandis entscheidet Grenzkonflikte zwischen Balzers und Triesen auf den Alpen Gafpahl und Valüna sowie im Talgebiet. LI GAT U 8b
11.03.1452 Burkart von Brandis entscheidet einen Holzstreit zwischen der Gemeinde Triesen einerseits und Hans und Jos Lampart von Triesenberg andererseits. Da die Rechte der Lampart anerkannt werden, verlangt Triesen, die Sache einem neuen Gerichtstag vorzulegen. LI GAT U 26
27.02.1458 Die Pfarrgemeinden Schaan und Buchs einigen sich auf ein Schiedsgericht, das in einem Streit um Wunn, Weid und Tratt Recht sprechen soll. Jörg Dieprecht, Ammann am Eschnerberg, und Heinrich Windegg, Vogt zu Werdenberg, siegeln. LI GAS U 1a
04.07.1458 Wolfhart von Brandis schlichtet den Konflikt zwischen der Gemeinde Triesen und den Walsern am Triesnerberg um Besitzansprüche im Gebiet der Alp Valüna und Schädlersboden. LI GATb U 21 (Insert 2, Urkunde vom 24. August 1615, Zeile 37-41)
28.11.1458 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Anton Morgentag entscheidet einen Streit um Wunn, Weid und Tratt zwischen den Pfarrgemeinden Schaan und Buchs. Die Grenzmarken am Rhein werden beschrieben. LI GAS U 1b
16.04.1459 Nachdem die Pfarrgemeinde Buchs das erste Urteil, das unter dem Vorsitz von Anton Morgentag zugunsten der Pfarrgemeinde Schaan ausgefallen war, ablehnte und an den Kaiser appellierte, überträgt Kaiser Friedrich III. die Streitsache zur Entscheidung an Hans Vogt von Summerau. LI GAS U 1c
12.09.1459 Anton Morgentag, Bürger von Bludenz, übergibt Wolf Pfefferli als Vertreter von Schaan eine beglaubigte Abschrift des Vertrags vom 27. Februar 1458 zwischen den Konfliktparteien Schaan und Buchs betreffend deren Nutzungsstreitigkeiten. LI GAS U 1d
08.05.1460 Im Namen Kaiser Friedrich III. entscheidet Hans Vogt von Summerau im Nutzungsstreit zwischen Buchs und Schaan, dass der Spruch des Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Bürgers Anton Morgentag verbindlich ist. LI GAS U 1e
06.06.1460 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Wolf Pfefferli entscheidet in einem Güterstreit zwischen der Gemeinde Triesen und Jäck Hipper von Triesenberg. Es verpflichtet Jäck Hipper zu einer Nachzahlung von 10 Pfund Pfennig. LI GAT U 28
06.02.1461 Buchs akzeptiert die Bestätigung des Spruchs des Schiedsgerichts unter dem Vorsitz von Anton Morgentag durch Hans Vogt von Summerau nicht und appelliert erneut an Kaiser Friedrich III. Dieser überträgt die Streitsache zwischen Buchs und Schaan an Bürgermeister und Kleinen Rat von Konstanz. LI GAS U 1f
29.04.1462 Bürgermeister und Kleiner Rat von Konstanz entscheiden im Nutzungsstreit zwischen Buchs und Schaan, dass, falls die Buchser ihre vorgebrachte Anschuldigung, der Schreiber habe die getroffene Vereinbarung falsch wiedergegeben, nicht beweisen können, das beschlossene Urteil verbindlich sei. LI GAS U 1
16.03.1464 Nachdem Schaan und Buchs sich in einem Nutzungskonflikt nicht einingen konnten, bestellen Graf Hugo XIII. von Montfort und Freiherr Ulrich von Brandis ein Schiedsgericht. Falls dieses zu keinem Mehrheitsentscheid kommen sollte, wird der Streit vor einem Gericht der beiden Herrschaften entschieden. LI GAS U 2
29.05.1465 Landammann Dietrich Weinzierl entscheidet einen Güterstreit zwischen Iäk Hipper von Triesenberg und der Gemeinde Triesen zugunsten der Gemeinde. LI GAT U 5
18.06.1465 Dietrich Weinzierl, Landammann der Freiherren von Brandis in Vaduz, beurkundet, dass Hainz Jon und Hans Schnider, Kirchenpfleger der St. Maria Kapelle auf Masescha, auf alle Zehntansprüche gegenüber dem verstorbenen Erhart Schlegel und seiner Witwe Margaretha Kaufmann verzichten. LI GATb U 2
11.07.1474 Sigmund I. von Brandis entscheidet Weidestreitigkeiten auf den Alpen Gritsch und Valüna zwischen den Gemeinden Schaan und Triesen.Den Schaanern werden ihre Schneefluchtrechte zugesichert. LI GAS U 3a
11.12.1480 Sigmund von Brandis verkauft den Kirchspielen Eschen und Bendern den oberen Schaanwald und die Fallsau für 80 Pfund Pfennig. LI GAE III/10
01.02.1481 Sigmund von Brandis entscheidet den zwischen den beiden Kirchspielen Eschen- Bendern und Schaan-Vaduz herrschenden Konflikt um Holznutzung und Viehweide auf dem hinter Planken liegenden Gebiet. LI GAG U 2
01.02.1481 Sigmund I. von Brandis entscheidet Streitigkeiten zwischen Eschen-Bendern einerseits und Schaan-Vaduz anderseits um Holznutzung und Viehweide hinter Planken. LI GAV U 1
Claudius Gurt Ein Gericht unter dem Vorsitz des Brandisischen Landammannes am Eschnerberg, Andreas Schreiber von Eschen, fällt aufgrund von Kundschaften einen Schiedsspruch in einem Konflikt um die Wassernutzung eines durch Ruggell fliessenden Baches. LI GAR U 14
26.10.1489 Eschen und Bendern und die Leute im Haag einigen sich zur Beilegung ihrer Grenz- und Nutzungskonflikte in den Rheinauen auf ein unter dem Vorsitz des Werdenberger Landvogtes Hans Sonnenberg stehendes Schiedsgericht. LI GAE III/9 (Insert 1)
04.12.1489 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Werdenberger Landvogts Hans Sonnenberg entscheidet die zwischen Eschen und Bendern einerseits und Haag andererseits herrschenden Grenz- und Nutzungskonflikte in den Rheinauen. LI GAE III/9 (Insert 2)
07.07.1492 Nachdem sich Schaan und Vaduz einerseits und Buchs andererseits in ihrem Grenzstreit nicht einigen konnten, wird die Sache auf einem Gerichtstag in Baden verhandelt. LI GAS U 4a
12.04.1493 Die Gemeinde Triesen erteilt Hans Weinzierl u.a. die Vollmacht, sie in einem Streit mit den Gebrüdern Ludwig und Sigmund von Brandis um Auftriebsrechte in der Alp Valüna vor dem Landgericht in Rankweil zu vertreten. LI GAT U 27
27.06.1493 Michel Rad, Landrichter in Rankweil, entscheidet in einem Nutzungsstreit auf Valüna zwischen der Gemeinde Triesen und Ludwig von Brandis: Dieser darf Vieh auf die Alp treiben, muss aber die damit verbundenen Lasten tragen. LI GAT U 22
19.07.1493 Ein unter dem Vorsitz von Fridli Arzethauser stehendes Schiedsgericht entscheidet im Grenzkonflikt zwischen Vaduz und Schaan einerseits und Buchs andererseits. Ein umstrittener Marchstein soll entfernt und der Grenzverlauf im Einverständnis der beiden Parteien neu festgelegt werden. LI GAS U 4
18.11.1493 Ein Gericht unter dem Vorsitz des Brandisischen Ammanns am Eschnerberg, Andreas Schreiber, bestätigt den Geschworenen der Nachbarschaft Schellenberg das Recht, Strafen und Bussen zu erteilen. LI GASb U 1
02.06.1494 Ulrich Zumbrunnen, Landvogt im Sarganserland, und Hans Brandis, Landvogt zu Vaduz, entscheiden in einem Streit um die Rheinauen zwischen Gretschins und Wartau einerseits und Triesen andererseits. LI GAT U 17
05.05.1497 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Ludwig von Brandis entscheidet Weide- und Nutzungsstreitigkeiten (u.a. zur Schweinemast) zwischen Triesen und den Walsern in Triesenberg. LI GAT U 16
07.08.1497 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Ludwig von Brandis entscheidet durch Festlegung des Grenzverlaufs die Nutzungs- und Weidekonflikte zwischen den beiden Nachbarschaften Ruggell und Schellenberg und verpflichtet die Leute von Schellenberg zur Mithilfe beim Wuhrbau. LI GASb U 2
13.08.1498 In einem Nutzungsstreit zwischen Sevelen und Triesen entscheidet ein Gericht unter dem Vorsitz von Rudolf Stucki, dass die Leute von Sevelen jenseits des Rheins keine Ansprüche auf Allmend und Auen zwischen Triesen und Schaan geltend machen können. LI GAT U 25
12.03.1503 Die Dorfgenossen beschliessen von Schaan unter Vermittlung von Ludwig von Brandis die Aufteilung ihrer Alpen Gritsch und Guschg auf die beiden abgegrenzten Dorfteile St. Lorenz- und St. Petersgasse. LI GAS U 5
07.05.1506 Stefan Feer, Ammann am Eschnerberg, urteilt im Namen Ludwig von Brandis im Konflikt zwischen dem Kirchspiel Triesen und allen denen, die Besitzansprüche auf dem Gebiet Schädlersboden geltend machen. LI GATb U 21 (Insert 3, Urkunde vom 24. August 1615, Zeile 42-45)
01.06.1506 Rudolf Steinbrüchel und Fridli Arzethauser entscheiden in einem Grenz- und Nutzungskonflikt zwischen Triesen und Gretschins. Sie legen den Grenzverlauf fest und erlassen Regelungen zur Zäunung und Viehpfändung im Grenzgebiet. LI GAT U 45
17.09.1506 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Landammann Jörg Thomann von Rankweil verweist Mauren und Tisis mit ihrem Konflikt betr. ein in Schaanwald gelegenes Gut an ihre Herrschaften, die Herren von Brandis und den Feldkircher Vogt Hans von Königsegg. LI GAM 618
1508 (nur Jahr bekannt) Graf Rudolf V. von Sulz verkauft dem Kaspar Ludescher, Bürger von Feldkirch, die unter dem Schloss Vaduz gelegene Taverne. LI GAS U 6
08.05.1508 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Ammann Jörg Degen entscheidet den zwischen den Kirchspielen Bendern und Mauren einerseits und Schellenberg andererseits herrschenden Konflikt wegen unbehüteter Viehweiden. LI GAE III/16
27.02.1509 Martin Steinhauser, Landvogt zu Vaduz, urteilt im Konflikt zwischen der GemeindeTriesen und allen denen, die Besitzansprüche auf dem Gebiet Schädlersboden geltend machen. LI GATb U 21 (Insert 4, Urkunde vom 24. August 1615, Zeile 46-49).
05.01.1510 Marc Beck zu Kaltbrunna in Triesen verkauft dem Stefan Schädler und seiner Frau Elsa am Triesnerberg seinen Anteil an einem Gut mit dazugehörigen Weiderechten im Guggerboda für 32 Pfund Pfennig. LI GATb U 31
05.12.1510 Hans Beck und seine Frau Ursula in Brand verkaufen dem Stefan Schädler und seiner Frau Elsa am Triesnerberg ihr Gut im Guggerboda für 188 Pfund Pfennig. LI GATb U 22
17.11.1512 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Ammann Jörg Degen entscheidet in einem Konflikt zwischen Bendern und Eschen, dass die Äcker unter den Gärten und im Erler von den "Pritschen" abgezäunt werden sollen. LI GAE III/15
01.03.1513 Ein Schiedsgericht bestehend aus Martin Steinhauser, Albrecht Wolf, Luzius Frick und Jörg Thöny entscheidet die Nutzungskonflikte zwischen Triesen und Balzers und legt den Grenzverlauf zwischen den beiden Gemeinden fest. LI GAT U 50
25.04.1513 Die Gemeinden Schaan und Vaduz als klagende Partei und die Gemeinde Planken als angeklagte Partei verpflichten sich, ihre Streitigkeiten einem unter dem Vorsitz von Graf Rudolf V. von Sulz stehenden Schiedsgericht zur Entscheidung vorzulegen. LI GAS U 7a
20.05.1513 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Graf Rudolf V. von Sulz entscheidet die Streitigkeiten um die Nutzung der Plankner Wälder zwischen Vaduz und Schaan als klagender und Planken als bengeklagter Partei. LI GAS U 7
20.05.1513 Graf Rudolf von Sulz als Obmann eines Gerichts entscheidet die Streitigkeiten um die Nutzung der Plankner Wälder und Viehweiden zwischen Vaduz und Schaan einerseits und Planken andererseits. LI GAP U 1
10.10.1514 Vaduz und Schaan als klagende und Triesen als beklagte Partei einigen sich auf ein unter dem Vorsitz von Hans Tschol stehendes Schiedsgericht, das einen Nutzungskonflikt am Triesenberg und hinter dem Kulm regeln soll. LI GAS U 8a
01.05.1516 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Landvogt Jörg Kräler entscheidet einen Nutzungsstreit am Triesenberg und hinter dem Kulm zwischen Vaduz und Schaan einerseits und Triesen andererseits. LI GAS U 8
30.06.1516 Das Landgericht Rankweil entscheidet unter dem Vorsitz von Hans Ulrich von Hörningen einen Konflikt zwischen Triesenberg einerseits und Schaan/Vaduz andererseits betr. ein Bussgeld, das Lienhart Gerolt aus Frastanz wegen unerlaubtem Holzschlag auferlegt wurde, und legt den Grenzverlauf auf der Alp Garselli, die den Walsern gehört, fest. LI GATb U 32
29.09.1516 Graf Rudolf V. von Sulz entscheidet in einem Holznutzungsstreit zwischen Triesen und Triesenberg. Den Walsern am Triesenberg wird der Holzschlag hinter dem Kulm nur für den Eigenbedarf erlaubt. LI GAT U 21
19.05.1520 Ein Schiedsgericht entscheidet in einem Konflikt zwischen Ruggell einerseits und Eschen, Bendern und Eschnerberg andererseits um Weide- und Nutzungsrechte in Salums. LI GAE III/17
23.05.1520 Hans Öhri urteilt als Vorsitzender des Gerichts auf Roffenberg, dass die Geschworenen der Herrschaft Schellenberg die Kompetenz haben, ausgesprochene Bussen und Strafen durch den Weibel pfänden zu lassen. LI GAE III/8
09.06.1533 Ein Gericht entscheidet einen Konflikt zwischen Eschen und Bendern einerseits und Mauren andererseits um Nutzungsrechte im „Engenmad“, das im Eschner Kirchspiel liegt. LI GAE III/7
10.04.1536 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Bartholomäus Lew entscheidet einen Wuhrstreit zwischen Triesen und Sevelen. LI GAT U 23
04.02.1538 Adam Frick, Landammann der Herrschaft Vaduz, siegelt die von Georg Lampert von Triesenberg auf dem Herbstzeitgericht erbetene Ausfertigung eines von ihm und anderen Nachbarn auf Masescha hinsichtlich einiger Holzriesen verlangten Gerichtsspruchs, der die Benutzung der Holzriesen im Gebiet Masescha, Remmiswang, Färcha und Kulm festlegt. LI GATb U 5
21.02.1542 Die Gemeinden Nenzing und Triesenberg einigen sich zur Vermeidung weiterer Kosten und zur Verhütung künftiger Konflikte im Grenzbereich ihrer Alpen Gamperdona und Malbun über die beiderseitigen Nutzungsrechte und legen durch Marksteine den Grenzverlauf fest. LI GATb U 14.
01.02.1544 Bischof Lucius Iter von Chur belehnt Balthasar von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, mit dem Zehnt in Triesen (wovon aber ein Viertel der Triesner Kirche) gehört und zwei Huben in "Florden". LI GAT U 18
01.01.1546 Landammann und Rat von Glarus und Ulrich Philipp von Hohensax legen ihre Standpunkte hinsichtlich der von ihnen beanspruchten Rechtszuständigkeit über den Fährbetrieb bei Bendern dar. LI GAS U 142
21.05.1550 Unter dem Vorsitz von Landvogt Franz Landmann entscheidet ein Gericht in der Klage von Claus Eberlin von Triesenberg gegen die Gemeinde Triesen wegen der Benutzung des "Schindel-Riß" auf Lavadina für den Holztransport nach Triesen. LI GAT U 13
27.01.1552 Ambros Jauch, Landvogt im Sarganserland, und Juvenalis Kreder, Landvogt in Vaduz, entscheiden in einem Wuhrstreit zwischen Wartau und Triesen. Der Grenzverlauf wird durch eine gemeinsame Kommission vermessen und durch Marksteine festgelegt. LI GAT U 24
04.02.1553 Thomas Planta, Bischof von Chur, bestätigt Balthasar von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, die Lehen im Triesenberg und Triesen. LI GAT U 10
19.03.1558 Balthasar von Ramschwag und Joachim Müller entscheiden in einem Streit um ein Wuhr zwischen den Gemeinden Vaduz und Schaan einerseits und Sevelen andererseits. LI GAS U 9
11.11.1558 Die Brüder Wilhelm und Alwig Grafen von Sulz verkaufen auf Bitten an Stefan Schedler, Simon Nigg und Peter Thöni am Triesenberg den diesen und ihren Vorfahren bislang zu Erblehen ausgegebenen Guggerboda für 200 Gulden, wobei der bestehende Wald in Bann stehen soll und ohne obrigkeitliche Erlaubnis kein Holz darin geschlagen werden darf. LI GATb U 9
09.03.1562 Ein Gericht unter dem Vorsitz von Landammann Hans Schierscher in Vaduz anerkennt im Namen und mit Einwilligung des Landesherrn Graf Alwig von Sulz die von der Gemeinde Triesenberg in einer Gemeindeversammlung zum Wohl aller Gemeindeleute beschlossene ausführlich dargelegte Alpordnung, wonach der in Kuhweiden aufgeteilte Alpbesitz an die in neun Roden eingeteilte Dorfbevölkerung zugeteilt werden soll, nachdem keine Einsprachen dagegen vor Gericht eingelegt wurden. LI GATb U 19
16.05.1562 Georg Speth und Hans Schnabel von Schönstein als Vertreter von Graf Alwig IX. von Sulz sowie Bernhard von Cham und Kaspar Rothmund als Vertreter des Standes Glarus entscheiden die Wuhrstreitigkeiten zwischen Triesen und Sevelen. LI GAT U 49
11.03.1566 Die Landvögte Jakob Schuler und Juvenalis Kreder entscheiden Wuhrstreitigkeiten zwischen den Gemeinden Vaduz und Schaan einerseits und Sevelen andererseits. LI GAS U 10
11.11.1566 Claus Oschwald und seine Frau Ursula Hilbi von Triesenberg verkaufen Lienhart Verling und dessen Frau Greta Tanner von Triesen einen Jahrzins von einem Pfund Pfennig von einem Gut in Triesenberg. LI GAT U 2
28.04.1568 Landvogt Juvenalis Kreder siegelt einen Vergleich zwischen Wolf Senti und Eschen und Bendern betreffend ein Waldstück am Berg "Rutzen". Senti verzichtet auf seine Ansprüche gegen das Recht, einen Riedteil einzäunen zu dürfen. Mit Jakob Kranz konnte keine Vereinbarung erzielt werden. LI GAE III/18
14.05.1571 Alwig Graf von Sulz bestätigt den Gemeinden Triesen und Balzers Abschriften der Urkunde vom 1. April 1440 zur Regelung ihres Grenzkonflikts. LI GAT U 8
10.06.1573 Unter dem Vorsitz von Landvogt Juvenalis Kreder entscheidet ein Schiedsgericht die Holznutzungsstreitigkeiten zwischen Triesen und den Leuten auf dem Guggerboda in Triesenberg. LI GAT U 37
21.01.1574 Die Landvögte Juvenalis Kreder (Vaduz) und Gabriel Streuli (Werdenberg) bestätigen einen Wuhrvertrag zwischen Vaduz und Schaan einerseits und Buchs andererseits. LI GAS U 11
03.02.1575 Hans Füessli, Landvogt zu Sargans, und Juvenalis Kreder, Landvogt zu Vaduz, beurkunden einen Wuhrvertrag zwischen den Gemeinden Wartau und Balzers. Die Breite des Rheinbetts wird festgelegt, die Schupfwuhren werden verboten und auf beiden Seiten werden je sieben Hintermarchen gesetzt. LI GAB 016-2
15.07.1578 Marx Gabriel, Untervogt der Herrschaft Blumenegg, entscheidet die Weide- und Holzstreitigkeiten zwischen Eschen und Bendern einerseits und Planken andererseits auf Saroja, ober- und unterhalb Gudelanen und auf dem Hanaboda. LI GAP U 2
10.04.1579 Die Eigentümer der Alpen Gafadura, Garselli und "Gattlonen" übertragen ihre Rechte an die Gemeinde Planken und legen den Einkaufspreis in die Alpgenossenschaft und die den Alpgenossen zustehenden Rechten fest. LI GAP U 3
30.04.1584 Karl Ludwig von Sulz entscheidet zusammen mit seinen zugezogenen Amtsleuten auf Ersuchen der Gemeinden Triesen und Triesenberg die zwischen ihnen herrschenden Wei­de- und Nutzungsstreitigkeiten dahingehend, dass den Konfliktparteien die Nut­zungsrechte an Baumfrüchten und die gemeinsame Viehweide innerhalb bestimmter Gren­zen festgelegt werden, wobei den Triesnern das Recht, ihre Schafe und Schweine zu weiden, zeitlich einge­schränkt, für die Triesenberger Bestimmungen betreffend Vieh­pacht zur Alpsömmerung erlassen und den Triesnern die Einzäunung der Fron­wälder befohlen wird. LI GATb U 18
30.04.1584 Karl Ludwig Graf von Sulz entscheidet zusammen mit seinen Amtleuten auf Ersuchen die zwischen den Gemeinden Triesen und Triesenberg bestehenden Weide- und Nutzungsstreitigkeiten. LI GAT U 36
07.10.1586 Bischof Petrus II. de Raschèr bestätigt Caspar von Ramschwag die von Hans von Gutenberg übernommenen Lehen, nämlich den Zehnten in Triesenberg und jährlich 4 Scheffel Korn vom grossen Zehnt in Triesen. LI GAT U 35
03.07.1589 Jost von Bonstetten, Landvogt zu Sargans, und Philibert Rignolt von Prosswalden, Landvogt zu Vaduz, beurkunden die Versetzung der sechsten und siebten Hintermarch auf der Wartauer Seite gemäss dem Wuhrvertrag von 1575 zwischen den Gemeinden Wartau und Balzers. LI GAB 016-2
07.10.1589 Karl Ludwig Graf von Sulz entscheidet den Konflikt zwischen den Gemeinden Balzers Triesen um das Schneefluchtrecht der Alp Gapfahl auf der Alp Valüna. LI GAT U 6
20.04.1592 Karl Ludwig Graf von Sulz entscheidet Streitigkeiten um Viehweide und Obstnutzung im Erbli zwischen Schaan-Vaduz einerseits und den Leuten im Rotaboda in Triesenberg andererseits. LI GAV U 2
01.05.1595 Landvogt Peter Christoph Schlabazio, Landschreiber Johann Jakob Beck und Ammann Adam Schierscher entscheiden im erneut ausgebrochenen Grenzstreit zwischen Balzers und Triesen im Gebiet Selvaplana und Hochplatta. LI GAT U 9
09.08.1596 Das gräflich-sulzische Oberamtsgericht entscheidet einen Obststreit zwischen Planken einerseits und Vaduz und Schaan andererseits. LI GAP U 4
19.08.1596 Das gräflich-sulzische Oberamtsgericht entscheidet die Streitsache betreffend das Obstleserecht auf der Allmeind zwischen Planken als klagende und Vaduz und Schaan als angeklagte Partei und legt den Grenzverlauf fest, innerhalb welchem dieses Recht von den Parteien beansprucht werden darf, wobei früher getroffene Regelungen anderer Nutzungsrechte ausdrücklich vorbehalten und bestätigt werden. LI GAS U 143
29.08.1596 Klageschrift der Gemeinden Schaan und Vaduz gegen die Gemeinde Sevelen wegen widerrechtlich erstellten Wuhrbauten. LI GAS U 12
31.08.1596 Ein Schiedsgericht entscheidet Wuhrstreitigkeiten zwischen den Gemeinden Vaduz, Schaan und Triesen einerseits und Werdenberg, Buchs und Sevelen andererseits. LI GAS U 13
18.04.1598 Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Thoman Lampert urteilt in einem Konflikt zwischen dem klagenden Kaspar Beck und seinem Schwager Thoman Oschwald von Triesenberg um ein Wegrecht über sein Gut Gschind. LI GATb U 13
01.09.1598 Landschreiber Johann Jakob Beckh von Thiengen beglaubigt eine im Auftrag von Eschen und Bendern angefertigte Abschrift der Urkunde vom 4. Dezember 1489 betr. Nutzungskonlikte zwischen Eschen, Bendern und Haag. LI GAE III/9
07.04.1599 Ein Schiedsgericht entscheidet Wuhrstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Sevelen einerseits und den Gemeinden Triesen, Vaduz und Schaan andererseits. Zur Verhinderung künftiger Konflikte werden Hintermarken gesetzt. LI GAS U 14
07.04.1599 Ein Schiedsgericht entscheidet Wuhrstreitigkeiten am Rhein zwischen den Gemeinden Sevelen und den Triesen, Vaduz und Schaan und regelt die Errichtung von Wuhrbauten. LI GAV U 3
07.04.1599 Ein Schiedsgericht entscheidet die Wuhrstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Sevelen einerseits und den Gemeinden Triesen, Vaduz und Schaan andererseits. Lage, Art und Länge der Wuhrbauten werden festgelegt und Hindermarken gesetzt. LI GAT U 30a
01.07.1601 Johann Jakob Beckh von Thiengen bestätigt eine Abschrift der von Sigmund I. von Brandis 1474 ausgestellten Urkunde betreffend einen Weidekonflikt zwischen Schaan und Triesen auf den Alpen Gritsch und Valüna. LI GAS U 3
01.05.1602 Karl Ludwig Graf von Sulz entscheidet Nutzungskonflikte, die zwischen den Gemeinden Schaan und Triesen durch das Schneefluchtrecht der Schaaner von Gritsch auf die Valüna entstanden sind. Den Schaaner wird das Schneefluchtrecht bestätigt. LI GAT U 40
01.05.1602 Karl Ludwig Graf von Sulz entscheidet einen Streit zwischen Schaan und Triesen um das Schneefluchtrecht der Alp Gritsch auf der Alp Valüna. LI GAS U 15
21.07.1603 Ein Gericht mit Vertretern der beiden Parteien entscheidet einen Streit zwischen Planken und Frastanz um den Grenzverlauf und Weiderechte auf der Alp Saroja. LI GAP U 5
07.01.1605 Das sulzische Oberamtsgericht entscheidet unter dem Vorsitz von Landvogt Sigmund Rainolt die Streitsache betreffend die Ein- und Abzugsgebühren zwischen Planken einerseits und Vaduz und Schaan andererseits. LI GAP U 6
07.01.1605 Das sulzische Oberamtsgericht unter Landvogt Sigmund Rainolt entscheidet einen Streit um die Ein- und Abzugsgebühren zwischen Planken einerseits und Vaduz und Schaan andererseits. Die Gebühren werden künftig geteilt. Planken ist am Ertrag der Alp- und Riednutzung nicht beteiligt, ist aber auch zu keinen Wuhrarbeiten verpflichtet. LI GAS U 16
15.06.1608 Die Oberamtsleute der Grafschaft Vaduz siegeln den von den Gemeinden Schaan und Triesen beschlossenen Grenzvertrag zwischen den Alpen Gritsch und Valüna. LI GAT U 41
21.12.1610 Abt Simon und der Konvent des Klosters St. Luzi in Chur überlassen Sebastian Kindli und Hans Gantner von Triesen die Kapelle St. Maria in Triesen mit den dazu gehörenden Güter als Lehen. LI GAT U 42
16.01.1611 Die Landvögte Sigmund Rainolt (Vaduz) und Johann Heinrich Elmer (Werdenberg) entscheiden Wuhrstreitigkeiten zwischen den Gemeinden Schaan und Vaduz einerseits und der Gemeinde Buchs andererseits, nachdem sich ein Schiedsgericht nicht auf ein Urteil einigen konnze. LI GAS U 17
15.02.1611 Die Gemeinde Triesen verkauft den in Triesenberg wohnhaften Georg und Crista Negeli, Bartli Schlegel, Martin Hilbi und Bastian Beck das Maiensäss Silum für 300 Gulden. LI GATb U 28
25.07.1615 Schaan und Vaduz verkaufen Klasen und Jakob Frommelt, Bascha und Hans Beck sowie Christian Hilbi, alle von Triesenberg, Gaflei für 300 Gulden. LI GAV U 4
24.08.1615 Intel Pauli, Alt-Landammann der Grafschaft Vaduz, und die Geschworenen der Gemeinde Triesen verkaufen für 117 Gulden Interessenten aus Triesnenberg Gemeindegut auf dem Schädlersboden. Das Schneeflucht- und Holzbezugsrecht behalten sie sich vor. LI GATb U 21
20.7.1616, Schloss Vaduz Graf Kaspar von Hohenems verkauft den Triesenbergern Stefan Schedler in Guflina, Peter Lampart am Wangerbärg und Hans Schädler unter dem Waldi ein Waldstück hinter Kulm für 20 Gulden. LI GATb U 16.
17.06.1617 Graf Kaspar von Hohenems gibt Franz Lampart von Triesen das Bad im Vogelsang zu Erblehen und erlaubt ihm, dort wie auch in seinem Haus im Triesner Oberdorf die Führung eines Wirtschaftsbetriebes mit Weinausschank. LI GAT U 55
1621 Hans Lampert und seine Frau Anna ab dem Wangerbärg verkaufen dem Ulrich Gross, Bürger von Feldkirch, und seiner Frau Maria Tschetscher einen Zins von 2 Gulden und 30 Kreuzer von ihrem am Wangerbärg hinter den Egga gelegenen Gut um 50 Gulden. LI GATb U 7
06.04.1627 Daniel Bussy, Landvogt der Grafschaft Werdenberg und der Herrschaft Wartau, übergibt den Vertretern der Gemeinde Triesen eine Abschrift der Urkunde vom 7. April 1599 betreffend Beilegung der Wuhrstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Sevelen und den Gemeinden Triesen, Vaduz und Schaan. LI GAT U 30
11.11.1632 Franz Lampart und seine Frau Agta Gantner von Triesenberg verkaufen den beiden Kirchenpflegern der St. Sebastianskapelle auf Masescha, Christa Beck und Christa Ospilt, einen jährlich zu entrichtenden Zins von 25 Schilling Pfennig für 25 Pfund Pfennig und setzen dafür ihr Eigengut auf dem Underguad in Triesenberg zu Unterpfand. LI GATb U 8
16.01.1634 Herrschaftliche Beamte entscheiden, dass alle Untertanen der Herrschaft Schellenberg den Ruggellern bei der Wiederherstellung ihres Wuhrs helfen sollen, dass aber künftig Ruggell auf seinem Gemeindegebiet allein für den Unterhalt des Wuhrs am Rhein verantwortlich bleibt. LI GAE III/1
25.04.1634 Die Landvögte Zacharias Furtenbach (Vaduz) und Jakob Feldmann (Werdenberg) bestätigen, dass eine 1574 gesetzte Hintermarch 1628 nach einem Rheinhochwasser um 150 Feldkircher Klafter zurückversetzt wurde. LI GAS U 11a
20.05.1634 Hans Heinrich Lochmann, Landvogt der Herrschaft Sax-Forstegg, und Hauptmann Zacharias Furtenbach, Landvogt in Vaduz, besiegeln ein Abkommen zwischen Haag einerseits und Eschen und Bendern andererseits betreffend Rheinwuhre, auf das sich diese bereits 1619 geeinigt hatten. LI GAE III/13
17.04.1635 Ein Schiedsgericht entscheidet Wuhrstreitigkeiten zwischen den Gemeinden Triesen und Sevelen. Die Triesner werden verpflichtet, das neu erstellte Wuhr bei Gartnetsch abzubrechen, dagegen wird ihnen der Unterhalt des früher erstellten Wuhrs gestattet. LI GAT U 56
11.11.1635 Graf Kaspar von Hohenems verkauft den Triesenbergern Georg Negele, Peter Ospilt dem Alten, Stefan Schedler und Claus Tanner als Käufer im Namen der Gemeinde Triesenberg seinen mit vier Marksteinen begrenzten, hinderem Stein genannten Wald für 80 Gulden so-wie ein daran anstossendes Waldstück für 32 Gulden. LI GATb U 1
31.03.1636 Landvogt Zacharias Furtenbach von Schregenberg siegelt die zwischen den Alpgenossen von Balzers und Triesen getroffene Vereinbarung, wonach die beiden Parteien den Grenzzaun zwischen den Alpen Valüna und Gapfahl gemeinsam unterhalten. LI GAT U 12
15.06.1636 Graf Kaspar von Hohenems bestätigt den Wallisern in der Gemeinde Chleistäg am Triesnerberg hinter Kulm einen am 11. November 1626 erfolgten Verkauf zweier Waldstücke. LI GATb U 35
29.04.1639 Landvogt Zacharias Furtenbach zum Schregenberg und Landvogt Hans Heinrich Lochmann besiegeln den Verkauf der Au Tschära (1635) an die Gemeinde Haag durch die Gemeinden Eschen und Bendern. LI GAE III/20
Im August 1640 Im Beisein der Landvögte Jakob Feldmann (Werdenberg) und Zacharias Furtenbach wird nach einem Rheinhochwasser die 1628 gesetzte Hintermarch um 134 Feldkircher Klafter zurückgenommen und neu gesetzt. LI GAS U 11b
15.04.1641 Graf Franz Maria von Hohenems bestätigt den 1627 durch seinen Vater Graf Kaspar erfolgten Verkauf eines Buchenwaldes am Gantenstein und dessen hälftige Aufteilung zwischen Schellenberg und Ruggell einerseits und Eschen, Bendern und Gamprin andererseits. LI GAE III/6
22.07.1641 Graf Franz Maria von Hohenems setzt seine Weingärten Herawingert und Renkwiler in Eschen als Unterpfand für die von Landammann Hans Hopp u.a. übernommene Bürgschaft für ein Darlehen über zweitausend Gulden, das die Stadt Feldkirch dem Grafen gewährte. LI GAS U 18
11.11.1642 Paul Getsch am Triesnerberg und seine Frau Margareta Pfeiffer verkaufen der Sebastianskirche auf Masescha einen Zins von 9 Batzen von ihrem in der Rüti gelegenen Gut um 12 Gulden. LI GATb U 17
11.11.1642 Debus Thöni am Triesnerberg und seine Frau Johanna Beck verkaufen der Sebastianskirche auf Masescha einen Zins von einem Pfund Pfennig von ihrem unter dem Büal gelegenen Gut um 20 Pfund Pfennig. LI GATb U 20
11.04.1645 Die Gemeinden Wartau und Balzers erweitern den Wuhrvertrag von 1575 und setzen auf beiden Seiten je eine weitere achte Hintermarch, weil die Gemeinde Wartau ob der siebten March ein Wuhr erbaut hatte. LI GAB 016-2
11.11.1645 Georg Thöni am Triesnerberg verkauft der Sebastianskirche auf Masescha einen Zins von 10 Schilling Pfennig von seinem in Mattelti gelegenen Gut um 10 Pfund Pfennig. LI GATb U 23
02.12.1645 Graf Jakob Hannibal II. von Hohenems setzt seine Einkünfte aus der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg zu Unterpfand für die von den Ammännern, Gerichten und Gemeinden dieser Graf- und Herrschaft übernommene Bürgschaft für ein ihm von Abt Placidus und Konvent des Klosters Mehrerau gewährtes Darlehen über 1000 Gulden. LI GAS U 19
20.02.1646 Graf Jakob Hannibal II. von Hohenems setzt seine Einkünfte aus der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg zu Unterpfand für die von den Ammännern, Gerichten und Gemeinden dieser Graf- und Herrschaft übernommene Bürgschaft für ein ihm von der Stadt Feldkirch gewährtes Darlehen über 10'200 Gulden. LI GAS U 20
02.03.1646 Balzers kauft von der Gemeinde Triesen die Alp Garsenzle für 20 Pfund Pfennig. LI GAT U 1
13.03.1646 Landvogt Zacharias Furtenbach zum Schregenberg, siegelt auf Bitten von Balzers Triesen einen Vertrag zwischen den Gemeinden. Diese verpflichten sich auf der Wiese in "Selfaplana" einen Grenzzaun zu errichten. LI GAT U 32
02.02.1647 Adam Walser, Thomas Hilti und weitere genannte Personen bestätigen den Empfang eines bei Rudolf von Salis aufgenommenen Darlehens über 3'000 Gulden zur Bezahlung ihres Anteils an der Schwedischen Brandsteuer von 12'000 Gulden. LI GAS U 21
1649 Notiz über die [zur Verpflegung der einquartierten Truppen?] von den Dörfern Vaduz, Schaan, Triesen, Balzers, Triesenberg und Planken zu leistenden [Brot?]-Abgaben und über erfolgte Einquartierungen. LI GAS U 44/ 1
12.8.1649, Vaduz Graf Franz Wilhelm von Hohenems verkauft den Triesenbergern Bartholome Beck, dem alten und dem jungen Georg Nägeli, Klaus Frommelt und Hans Schädlers Erben einen mit fünf Marksteinen begrenzten Teil seiner Alp Sücka für 80 Gulden mit der Verpflichtung, unterhalb der gesetzten Marksteine einen Zaun zu erstellen und zu unterhalten. LI GATb U 4
20.01.1650 Die Gemeinden Triesen und Wartau legen ihre Wuhrstreitigkeiten einem Schiedsgericht vor. Dieses entscheidet, dass die Wuhrbauten geändert werden dürfen, wenn dies in gegenseitigem Einverständnis geschieht. Die Nutzung der Rheinauen bleibt der Gemeinde auf der betreffenden Rheinseite vorbehalten. LI GAT U 15
06.07.1650 Ein Gericht mit Graf Rudolf von Sulz als Obmann entscheidet Streitigkeiten um die Nutzung der Plankner Wälder und Viehweiden zwischen Vaduz und Schaan einerseits und Planken andererseits. LI GAP U 7
24.10.1650 Franz Wilhelm I. Graf von Hohenems verkauft dem Stadt-Leutnant von Feldkirch, Franz Rainolt von Babenwohl, ein Waldstück auf Alpila für vierzig Gulden. LI GAS U 22
11.11.1650 Christian Tschabrun von Schaan verkauft dem Feldkircher Ratsherrn Francisc Rainoldt von Baubawohl die Alp Alpila für 116 Gulden. LI GAS U 23
22.06.1651 Graf Franz Wilhelm I. von Hohenems verkauft der Alpgenossenschaft Valüna in Triesen ein in der Valüna gelegenes Waldstück. LI GAT U 31
02.08.1651 Franz Wilhelm I. Graf von Hohenems und Vertreter der Herrschaften Vaduz und Schellenberg vergleichen sich über die geforderte Steuern in der Höhe von 1276 Gulden, welche er ihnen während des Schwedischen Krieges als Gegenleistung für die Bezahlung der Reichs- und Kreissteuern erlassen hatte. LI GAS U 24
26.02.1652 Thomas Hilti, amtierender Landammann der Grafschaft Vaduz und die beiden Alt-Landammänner Adam Kranz und Adam Walser sowie weitere Vertreter der Gemeinde Schaan-Vaduz verkaufen mit Zustimmung ihres Landesherrn Graf Franz Wilhelm von Hohenems zur Begleichung des bei Rudolf von Salis in Zizers aufgenommenen Dar­lehens für die während des Dreissigjährigen Krieges insbesondere von den schwedi­schen Truppen der Gemeinde auferlegten Kriegslasten der Gemeinde Triesenberg ihr durch die aufgeführten Marken begrenztes, hinter Kulm gelegenes als Erblehen beses­se­nes Gebiet Grossstäg samt zugeschriebenem Schneefluchtrecht um 760 Gulden. LI GATb U 6
26.05.1652 Vereinbarung zwischen den Vertretern der Holzhauer von Frastanz und den Gemeinden Schaan und Vaduz über die Abgeltung des Holzschlagrechts im Wald auf Valorsch. LI GAS U 44/ 2
1.9.1653, Schloss Vaduz Graf Franz Wilhelm von Hohenems bestätigt Hans Hilbe, Hans Ulrich und Bartle Beck, Hans Oschwald und Jog Schedler als Vertreter der Gemeinde des Chleistägs am Triesnerberg den von der Gemeinde Triesen angefochtenen Besitz des ihren Vorfahren von seinem Vater Kaspar von Hohenems 1616, 1635 und 1636 urkundlich bestätigten Verkaufs des zwischen seinen Alpen Sücka und Valüna hinter Kulm gelegenen Waldes. LI GATb U 27
25.04.1655 Franz Wilhelm I. Graf von Hohenems erhält von Mathäus Gasser, Feldkirch, ein Darlehen von 4'000 Gulden und setzt dafür seine herrschaftlichen Einkünfte zu Unterpfand. Die Gemeinden seiner Herrschaften Vaduz und Schellenberg bürgen. LI GAS U 25
20.11.1657 In einer Einvernahme durch das Oberamt weist Landammann [Thomas?] Hilti die von Buchs und Räfis gegen Schaan und Vaduz vorgebrachte Klage wegen eines widerrechtlich erstellten Wuhrs zurück. LI GAS U 26a
16.05.1658 In einem Streit zwischen Schaan und Vaduz als klagender und Buchs als beklagter Partei wird Buchs aufgefordert, ein widerrechtlich erstelltes Wuhr abzubrechen. LI GAS U 26
20.05.1658 Franz Wilhelm I. Graf von Hohenems erlässt für die Grafschaft Vaduz eine Waldordnung. LI GAS U 27
30.03.1659 Graf Franz Wilhelm I. von Hohenems erlaubt der Gemeinde Triesen die Rodung eines Stücks der Allmeind in Maschlina bei der St. Wolfgangs Kapelle zur Anpflanzung eines Weingartens. LI GAT U 54
09.06.1659 Anton Banzer, Kaspar Nigg, Leonhard Kindli und die Geschworenen und Alpvögte der Alp Valüna verkaufen im Namen der Gemeinde Triesen der Gemeinde Balzers ein Stück der Alp Valüna, "auf der Blatten" genannt, und räumen den Käufern das Schneefluchtrecht ein. LI GAT U 51
30.04.1660 Abt Justus Zink und P. Gratianus Landolt, Pfarrer in Eschen, schliessen mit der Pfarrgemeinde Eschen einen Vergleich, wonach diese auf den vom Abt und Pfarrer geschuldeten "Bratenwein" gegen die Aufhebung des kleinen Zehnten verzichten. LI GAE III/14
23.12.1660 Ferdinand Stöckler quittiert den Gemeinden Schaan und Vaduz die Bezahlung des geschuldeten Betrages vom 114 Gulden und 44 Kreuzer. LI GAS U 44/ 3
24.01.1661 Nach einer Rheinüberschwemmung erlaubt Graf Franz Wilhelm I. von Hohenems der Gemeinde Triesen die Rodung eines Waldstücks. Falls dort zehntpflichtige Früchte angebaut werden, geht die eine Hälfte des Zehnts an die Herrschaft, die andere Hälfte an den Triesner Pfarrer. LI GAT U 34
20.5.1662, Schloss Vaduz Graf Franz Wilhelm von Hohenems verkauft den Brüdern Johann und Georg Nägeli in Gschind am Triesnerberg einen mit Marksteinen begrenzten, Schluacht genannten Teil seiner Alp Sücka für 53 Gulden. LI GATb U 12
22.05.1662 Abrechnung des Zolleinnehmers Caspar Schreiber mit den Vertretern der Gemeinden Schaan und Vaduz. LI GAS U 44/ 4
21.12.1662 Vertreter der Herrschaften Vaduz und Schellenberg bestätigen den Empfang eines bei Stefan Reidt, Chur, aufgenommenen Darlehens über 1'200 Gulden. Sie setzen das Eigentum der Gemeinden und Einwohner beider Herrschaften zu Unterpfand. LI GAS U 28
27.12.1662 Karl Friedrich Graf von Hohenems und seine Schwägerin Eleonora Katharina bestätigen den Empfang eines Darlehens über 1'200 Gulden, das von den Gemeinden der Herrschaften Vaduz und Schellenberg bei Stefan Reidt, Chur, aufgenommen wurde. LI GAS U 29
12.11.1663 Karl Friedrich Graf von Hohenems und seine Schwägerin Eleonora Katharina als Vormünder der Kinder des verstorbenen Grafen Franz Wilhelms von Hohenems treten der Gemeinde Triesen zur Begleichung einer Schuld den Gasenzawald ab. LI GAT U 46
12.11.1663 Karl Friedrich Graf von Hohenems und seine Schwägerin Eleonora Katharina Gräfin von Fürstenberg, Witwe Franz Wilhelms I. Grafen von Hohenems, treten als Vormünder der Kinder des verstorbenen Grafen zur Begleichung einer Schuld in der Höhe von 850 Gulden der Gemeinde Triesenberg einen Teil des am Triesnerberg gelegenen herrschaftlichen Waldes, das Menschawäldli genannt, ab. LI GATb U 15
11.11.1665 Propst Bernhardinus de Gaudenzi von Chur verkauft dem Clemenz Anger von Vaduz zwei Äcker in Schaan und einen Weingarten in Vaduz. Landammann Georg Büchel siegelt. LI GAP U 8
02.02.1666 Gerichtsleute der Grafschaft Vaduz bestätigen den Empfang eines Darlehens über 3'000 Gulden bei Andreas Guler von Jenins. Damit wird die 1647 bei Rudolf von Salis aufgenommene Geldanleihe von 3'000 Gulden für die Schwedische Brandsteuer zurückbezahlt. LI GAS U 30
12.06.1666 Hans Gugelberg von Moos in Maienfeld quittiert den Vertretern der Gemeinden Vaduz, Schaan und Planken den Erhalt eines Halbjahreszinses von 90 Gulden. LI GAS U 44/ 5
18.07.1666 Von den Landammännern, Gerichtsleuten und Abgeordneten der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg abgeschlossener Vertrag über eine neue Rodordnung. LI GAS U 144/1
20.08.1667 Verzeichnis von Landvogt Johann Christoph Köberle über die von der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg geschuldeten Beiträge an das Reichskammergericht und an die Kriegssteuer. LI GAS U 44/ 6
Jan. 1668 Die Gemeinden Wartau und Balzers beurkunden die Versetzungen der Hintermarchen ihrer Rheinwuhren, weil diese bisher nur auf Papierzettel festgehalten wurden. LI GAB 016-2 Repertorium
23.03.1668 Karl Friedrich Graf von Hohenems bittet seine Untertanen, ihm eine „beliebige, doch aber ergiebige“ freiwillige Kriegssteuer zu entrichten, da ihm durch seinen Eintritt in spanische Kriegsdienste grosse Kosten entstehen. LI GAS U 31
1669 Verzeichnis über die Verteilung des Brandsteuerzinses auf die Nachbarschaften Schaan, Vaduz und Planken. LI GAS U 44/ 7
16.03.1669 Unter Vermittlung der Landvögte schliessen die Gemeinden Eschen und Bendern mit den Gemeinden Haag und Buchs wegen ihrer Wuhrstreitigkeiten einen gütlichen Vergleich. LI GAE III/19
04.09.1671 Karl Friederich Graf von Hohenems verlangt zur Finanzierung einer standesgemässen Erziehung der Kinder seines verstorbenen Bruders Franz Wilhelm I. die Entrichtung einer Steuer von 6 Kreuzern auf 100 Gulden. Diese Steuer wird dreimal erhoben - wer die ersten beiden Male zahlt, muss das dritte Mal nicht mehr zahlen. LI GAS U 33
07.09.1671 Karl Friederich Graf von Hohenems verzichtet (als Vormund der Kinder seines Bruders Franz Wilhelm I.) gegen ein Entgelt von 1'500 Gulden auf die Erhebung einer Vermögenssteuer zur Erziehung der Kinder. LI GAS U 34
10.10.1671 In einem Memorial erklären die Untertanen, dass sie die von Karl Friedrich Graf von Hohenems auf den 1. September eingeführte neue Steuer von 2'200 Gulden verweigern und bei den alten Rechten bleiben wollen. LI GAS U 32
11.11.1672 Die Gemeinde Triesen verkauft unter bestimmten Bedingungen an Sebastian (Bascha) Beck, Hans Bühler, Peter Lampart und Michael Quiecker von Triesenberg das "Walser Heüwberglein". LI GAT U 48
10.12.1672 Karl Friedrich Graf von Hohenems gestattet der Gemeinde Triesen das dem Rhein abgerungene Gebiet unter Gartnetsch und das durch Brand verwüstete Gelände in Magrüel zur eigentümlichen Nutzung auszuteilen. LI GAT U 7
20.12.1672 Karl Friederich Graf von Hohenems verkauft Schaan und Vaduz für 50 Gulden die in den Rheinauen gelegenen Güter, welche die Gemeinden nach einer Rheinüberschwemmung wieder nutzbar gemacht haben. LI GAS U 35
08.09.1673 Nach Antritt seiner Regierung bestätigt Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems die Bedingungen, zu denen die Untertanen auf Gesuch seines Vormundes Karl Friedrich Graf von Hohenems bei Hauptmann Klerickh in Chur 800 Gulden aufgenommen hatten. LI GAS U 36
25.04.1674 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt den Empfang von 1'000 Dukaten (3'000 Gulden), die von den Landammännern Klemens Anger und Jakob Schreiber bei Hortensia von Salis aufgenommen wurden. LI GAS U 37
25.04.1674 Karl Friederich Graf von Hohenems und sein Neffe Ferdinand Karl Franz bestätigen den Empfang von 1'000 Dukaten (3'000 Gulden), die die Untertanen bei Hortensia von Salis aufgenommen haben. Das Geld dient der Schuldenrefinanzierung und der Bezahlung der Hochzeit von Ferdinand Karl. LI GAS U 38
27.09.1675 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt den Vertretern der Herrschaften Vaduz und Schellenberg den Empfang eines Beitrags von 300 Gulden an seine ihm durch den Schwäbischen Kreis auferlegten Truppeneinquartierungskosten von insgesamt 1'000 Gulden. LI GAS U 39
18.02.1676 Vertreter der Untertanen von Vaduz und Schellenberg vergleichen sich mit dem von General Feldmarschall Starrenberg beorderten Hauptmann Adam Heinrich von Elben: Die Landschaften leisten auch nach dem Abzug der Truppen einen Beitrag an deren Kosten, werden dafür künftig nicht mehr mit weiteren Forderungen behelligt. LI GAS U 40
15.04.1676 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt, dass die vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Einquartierungs- und Verpflegungskosten, die er gemäss Vertrag von 1614 zu übernehmen verpflichtet wäre, von den Untertanen übernommen wurden. LI GAS U 41
23.04.1676 Der kaiserliche Notar Georgius Christian bezeugt, dass Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems in Anwesenheit von namhaften Zeugen durch seinen Landvogt Johann Christoph Köberle eine Erklärung betr. die Kosten der Einquartierungs- und Verpflegungskosten abgab, die Landammänner und Gerichtsleute beider Herrschaften aber auf ihren alten Rechten bestanden. LI GAS U 42
24.06.1676 Auf Bitten von Maria Jakobaea Eusebia Gräfin von Hochenems bürgen die ehemaligen und amtierenden Landammänner und Gerichtsleute im Namen der Grafschaft Vaduz bei Hartmann Planta von Malans für 600 Gulden. LI GAS U 44
08.08.1676 Schreiben des Landvogts Johann Christoph Köberle an Landammann und Gerichtsleute der Grafschaft Vaduz betreffend die Mitteilung über seine Entlassung aus dem Dienst und die Verdankung der guten Zusammenarbeit sowie seine Entschuldigung für etwaig zugefügte Beleidigungen, vorgekommene Versäumnisse und unterbliebene Hilfeleistungen. LI GAS U 44/ 8
05.12.1676 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt, dass die Untertanen die vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Einquartierungs- und Verpflegungskosten (die gemäss Vertrag von 1614 der Graf tragen müsste) übernehmen, ohne dass ihnen daraus eine künftige Verpflichtung entsteht. LI GAS U 43
02.02.1677 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems verspricht die allfällige Rückzahlung der vom Schwäbischen Reichskreis erneut auferlegten Einquartierungs- und Verpflegungskosten (die gemäss Vertrag von 1614 der Graf übernehmen müsste). Diese wurden von den Untertanen bis zur endgültigen Entscheidung übernommen. LI GAS U 45
25.11.1677 Das Oberamt in Vaduz erinnert die Untertanen daran, dass sie die vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Truppeneinquartierungs- und Verpflegungskosten in Höhe von 1'200 Gulden an die Schwäbische Kreiskasse in Ulm zahlen müssen. LI GAS U 46
22.12.1677 Verzeichnis über die "Verlegung der Soldaten" und Aufteilung der Kosten auf die Gemeinden der Grafschaft Vaduz. LI GAS U 44/ 9
26.01.1678 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt sein Versprechen vom 2. Februar 1677, die Untertanen bzgl. der von ihnen übernommenen Militäreinquartierungs- und Verpflegungskosten schadlos zu halten. LI GAS U 47
08.08.1678 Johann Christoph Köberle widerruft seine mehrfach geäusserte Behauptung, dass Maria Jakobaea Eusebia Gräfin von Hohenems, Gattin des Grafen Ferdinand Karl Graf von Hohenems, gräfliche Einkünften unterschlagen haben soll. LI GAS U 48
12.09.1678 Landvogt Mathias Christoph Bildstein und Landschreiber Johann Georg Baumgartner vermitteln in einem Konflikt zwischen Ruggell und Gamprin einerseits und Eschen andererseits wegen gegenseitiger Unterstützung beim Erstellen der Rheinwuhre. LI GAE III/4
01.02.1679 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems verspricht die Rückzahlung eines Kredites von 12'700 Gulden, der von den Untertanen zur Bezahlung der vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Truppeneinquartierungs- und Verpflegungskosten aufgenommen wurde. LI GAS U 49
01.02.1679 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems verspricht die Rückzahlung eines Kredites von 4'000 Gulden, der von den Untertanen zur Bezahlung der vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Truppeneinquartierungs- und Verpflegungskosten aufgenommen wurde. LI GAS U 50
03.02.1679 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems bestätigt, dass die vom Schwäbischen Reichskreis auferlegten Kosten von den Untertanen übernommen wurden, ohne dass diesen dadurch eine künftige Verpflichtung entsteht. Das Darlehen von 360 Gulden wird er zurückbezahlen. LI GAS U 51
09.08.1679 Schreiben von Dr. Johann Konrad Hager an seinen Schwager betreffend seine Zusage, in der Auseinandersetzung zwischen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg mit der hohenemsichen Landesherrschaft bezüglich der Auslegung des Vertrags von 1614 seine Hilfe zur Verfügung zu stellen. LI GAS U 44/10
06.05.1680 Planken und Triesenberg vereinbaren, dass die Alpgrenze vom Khüeberg zwischen beiden Garselli hinab zum Saminabach verlaufen soll. LI GAP U 9
04.12.1682 Der kaiserliche Notar Antonius Sonderegger trägt Ferdinand Graf von Hohenems eine Proposition der Untertanen vor, dieser möge zur Vermeidung der Exekution der Untertanen ein Darlehen von 12'700 Gulden an die Bündner Kreditgebern zurückzahlen, da er ihnen Schadloshaltung zugesagt habe. Dieser verlangt zuerst eine Abrechnung über die Verwendung der Gelder. LI GAS U 52
ca. 1683/84 Schreiben der gräflich hohenemsisch-vaduzischen Kanzlei an die Landammänner und Gerichte der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die ausführliche Darlegung über die Rechtmässigkeit der von ihnen zu übernehmenden Militäreinquartierungskosten. LI GAS U 44/11
1683 Schreiben an die Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die Bitte um Stellungnahme zum weiteren Vorgehen in der Angelegenheit der Schuldenregelung mit der hohenemsischen Herrschaft. LI GAS U 44/13
ca. 1683 Schreiben der Vertreter der Grafschaft Vaduz an den kaiserlichen Kommissar Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, betreffend die Bitte, sich beim Kaiser zur Abwendung der ihnen aufgrund der für die hohenemsiche Herrschaft übernommenen Bürgschaft durch den Bündner [Andreas] Guler drohenden Zwangsvollstreckung zu verwenden, ansonsten sie sich gezwungen sähen, zur Vermeidung ihres gänzlichen Ruins sich selbst an den Kaiser zu wenden. LI GAS U 44/14
ca. 1683 Schreiben der Vertreter der Grafschaft Vaduz an den kaiserlichen Kommissar Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, betreffend die Verdankung der geleisteten Vermittlungstätigkeit bei der hohenemsischen Schuldenregelung und die Bitte, sich beim Kaiser zur Abwendung der ihnen aufgrund der für die hohenemsiche Herrschaft übernommenen Bürgschaften durch die Bündner Kreditgeber und den Schwäbischen Reichskreis drohenden Zwangsvollstreckungen sowie des Vollzugs der durch das Landgericht Rankweil angedrohten Acht zu verwenden. LI GAS U 44/15
12.03.1683 Aufstellung der hohenemsisch-vaduzischen Herrschaft zuhanden der Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die von den Erben des verstorbenen Caspar Schreiber für die Einquartierungskosten der Jahre 1677-1679 vorgelegte Abrechnung. LI GAS U 44/12
23.08.1683 Landrichter Antonius Vespasianus in Rankweil lädt die Landammänner und Gerichte der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg auf das Landgericht in Rankweil, um sich wegen der Geld- und Zinsforderungen zu verantworten. LI GAS U 54
ca. 1684 Denkschrift „wie sich die gnädige Herrschaft gegen die Untertanen verhalten“. Die Untertanen beklagen sich insbesondere über unrechtmässig geforderte Frondienste, verächtliche Behandlung der Amtsleute und Verletzung der alten Rechte bei der Landammannwahl und Gerichtsbesetzung. LI GAS U 53
ca. 1684 Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems nimmt in einer an die kaiserliche Subdelegationskommission gerichteten Verteidigungsschrift Stellung zu den von seinen Untertanen vorgebrachten Beschwerden. LI GAS U 55
ca. 1684 Auf Verlangen der kaiserlichen Subdelegationskommission erläutern die Untertanen ihre gegen Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems beim Reichshofrat eingebrachten Beschwerden. LI GAS U 56
17.01.1684 Schreiben der Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die Bitte um Schutz gegen jegliche Gewalt und um diesbezügliche Ernennung des Fürstabtes von Kempten zum kaiserlichen Kommissar und Vermittler in ihrem Konflikt mit Graf Ferdinand Karl Franz von Hohenems. LI GAS U 44/16
24.01.1684 Die Untertanen bitten Kaiser Leopold I. dem kaiserlichen Landgericht in Rankweil zu verbieten, dass Strafmassnahmen wegen der ausstehenden Kapital- und Zinszahlungen gegen die Untertanen eingeleitet werden, solange ihre Beschwerden gegen Ferdinand Karl Graf von Hohenems von der kaiserlichen Untersuchungskommission nicht geprüft worden sind. LI GAS U 57
24.01.1684 Die Untertanen bedanken sich bei Kaiser Leopold I. für die Einsetzung einer Untersuchungskommission unter Rupert von Bodman und bitten, dem Landgericht Rankweil zu gebieten, dass die strengen Exekutionen eingestellt werden, solange die Beschwerden gegen Graf Ferdinand Karl von Hohenems nicht erledigt sind. LI GAS U 57
27.01.1684 Die Untertanen bitten den Anwalt Franz von Meyersheim an das Landgericht in Rankweil zu gelangen, damit dieses die Exekutionen aussetze, bis ihr Konflikt mit Ferdinand Karl Graf von Hohenems erledigt sei. Dies soll dem Abt von Kempten Rupert von Bodman mitgeteilt werden. Ulrich VI. de Mont, Bischof von Chur, unterstützt das Anliegen und die Bitte, die Kommission dem Grafen Ludwig II. von Sulz zu übertragen. LI GAS U 58
Februar 1684 Die Untertanen ersuchen Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, die Leitung der Untersuchungskommission im Konflikt mit Ferdinand Karl Franz Graf von Hohenems zu übernehmen. LI GAS U 59
09.02.1684 Schreiben der Kemptischen Hofkanzlei betreffend die Empfangsbestätigung eines von den Vertretern der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg erhaltenen Schreibens bezüglich der Berufung des Fürstabtes von Kempten, Rupert von Bodman, in eine kaiserliche Kommission zur Untersuchung des Konfliktes mit der hohenemsischen Herrschaft. LI GAS U 44/17
18.03.1684 Schreiben der kaiserlichen Subdelegationskommission betreffend die Vorladung von Katharina Quaderer, Udo Kranz und Johann Baptist Dürlin von Vaduz nach Feldkirch. LI GAS U 44/18
24.03.1684 Maurus von Schönberg und Johann Adam Ernst von Pürck, die Delegierten der Untersuchungskommission, teilen den Untertanen mit, dass sich Ferdinand Karl Graf von Hohenems auf Anweisung von Kaiser Leopold I. auf das Schloss Neuenburg zurückgezogen habe. LI GAS U 60
17.04.1684 Schreiben der kaiserlichen Subdelegationskommission an den Landvogt und Landschreiber der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend ihr Einverständnis mit dem Landammann Basil Hopp, dass der zur Instandstellung des Landschreiberhauses nötige Kalktransport von den Untertanen feiwillig und nicht aufgrund geschuldeter Frohn geleistet werde. LI GAS U 44/19
12.05.1684 Die kemptische Hofkanzlei bestätigt im Namen der kaiserlichen Untersuchungskommission, dass die Untertanen berechtigt sind, sich für ein Graf Jakob Hannibal von Hohenems gewährtes Darlehens von 200 Gulden auf Kosten der jährlichen Gefälle schadlos zu halten. LI GAS U 61a
16.05.1684 Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems quittiert Landammann und Gericht der Grafschaft Vaduz den Erhalt von 230 Gulden an sein für das Jahr 1684 bestimmtes Deputat. LI GAS U 61b
08.01.1685 Abrechnung der Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg mit Sebastian Eberhard, Wirt des Wirtshauses zur Stuben in Feldkirch, über die von der kaiserlichen Subdelegationskommission verursachten Unkosten. LI GAS U 44/20
01.03.1685 Zur Verhütung künftigen durch üble Nachreden wegen des Vorwurfs der Hexerei und Zauberei entstehenden Misstrauens in der Bevölkerung stellt eine kaiserliche Subdelegationskommission aufgrund eines rechtlichen Gutachtens in einer Erklärung die Unschuld der in den von den Landvögten Prügler und Walser widerrechtlich geführten Prozessen verurteilten Personen fest und stellt diesbezüglich ehrverletzende Verleumdungen unter Strafe. LI GAS U 145
27.11.1685 Die kaiserliche Untersuchungskommission fordert Landammann Johann Negele auf, zusammen mit den Gerichtsleuten am 28. November an der Vorstellung der für die suspendierten gräflichen Beamten ad interim eingesetzten Beamten teilzunehmen. LI GAS U 62
21.02.1686 Schreiben betreffend die gerichtliche Verfügung über die Zustellung von Schriften im Steuerkonflikt zwischen Graf Ferdinand Karl Franz von Hohenems und seinen Untertanen in den Grafschaften Hohenems und Vaduz und in der Herrschaft Schellenberg. LI GAS U 44/21
18.06.1686 Nach der Huldigung verspricht Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems alle Abmachungen mit den Untertanen - insbesondere auch die zwischen den Untertanen und der kaiserlichen Untersuchungskommission ausgehandelten - zu respektieren, die Untertanen für das Darlehen für die Truppen des Schwäbischen Kreises schadlos zu halten und die alten Rechten zu wahren. LI GAS U 63a
19.06.1686 Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems tut öffentlich kund, dass er seine Untertanen wegen der an ihn erfolgten Huldigung gegenüber jedermann schadlos halten wolle, namentlich gegenüber dem Kaiser und der Kemptischen Administrationskommission, der sie zuvor ein Versprechen abgegeben hatten. LI GAS U 63b
12.07.1686 Johann Franz Schenz quittiert die durch die Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg erfolgte Bezahlung der sich auf 300 Gulden belaufenden Ausgaben der kaiserlichen Subdelegationskommission für die Zeit vom 30. Juni bis 15. Juli 1686. LI GAS U 44/22
27.02.1687 Graf Jakob Hannibal von Hohenems fordert die Untertanen zur Vermeidung von Exekutionen auf, die noch aus der Zeit seines verstorbenen Bruders Ferdinand Karl von Hohenems sowie der Kemptischen Administration geschuldeten Kreislasten von mindestens 1'200 Gulden zu bezahlen, auch wenn die Eingabe an den Kaiser betr. Abgabenstreit noch nicht geregelt wurde. LI GAS U 64
06.08.1687 Abrechnung über den von der Herrschaft Vaduz an die kaiserlichen Kommissionskosten 1684-1687 zu bezahlenden Beitrag in der Höhe von 213 Gulden 24 Kreuzer und 1 Pfennig. LI GAS U 44/23
November 1687 Die Untertanen der Grafschaft Vaduz melden in einer Gegenerklärung zu einem von Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems vorgelegten Vertragsentwurf zur Regelung der finanziellen Streitigkeiten verschiedene Forderungen an. LI GAS U 67
09.01.1688 Schreiben des Fürstabtes [Rupert von Bodman] von Kempten an den Agenten Arnold Knap in Wien betreffend die Bitte, dem nach Wien abgeschickten um Rechtshilfe [in der Angelegenheit des Steuerkonfliktes mit der hohenemsischen Herrschaft] nachsuchenden Vertreter der Landschaft Vaduz behilflich zu sein. LI GAS U 44/24
26.01.1688 Franz Martin von Meißhengen erstellt eine Übersicht der 1686 in Kempten registrierten Vorgänge: 1. Eingaben der Untertanen betr. Steuern und Restitution der während den Hexenprozessen konfiszierten Güter, 2. Eingaben des Grafen Jakob Hannibal von Hohenems betr. Aufhebung der Zwangsadministration für die Herrschaft Vaduz und Überwälzung der Reichs- und Kreislasten auf die Untertanen und 3. Schreiben von Rupert von Bodman an den Kaiser betr. die Zwangsverwaltung. LI GAS U 65a
29.01.1688 Die beiden Gerichtsleute Peter Walser und Udo Krantz quittieren die von Hans Gesteder im Namen seines Stiefvaters Jakob Ühle bezahlten Steuern von 24 Gulden und 30 Kreuzern sowie die von Stoffel Walser bezahlten 10 Gulden. LI GAS U 44/25
04.03.1688 Rupert von Bodman teilt den Untertanen mit, dass Kaiser Leopold I. erneut eine Kommission zur Beilegung der Streitigkeiten mit den Grafen wegen des Schnitzes und der Hexenprozesse eingesetzt habe, dass die Subdelegation aber erst gegen Mittfasten (28. März) in Vaduz eintreffen werde. LI GAS U 66a
05.04.1688 Schreiben der kaiserlichen Subdelegierten Johann Franz von Bodman und Heinrich Heuwell an die Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die Aufforderung zur Teilnahme an der auf den 7. April in Vaduz anberaumten Kommissionssitzung [in der Angelegenheit des Steuerkonfliktes mit der hohenemsischen Herrschaft]. LI GAS U 44/26a
09.04.1688 Fünfter und sechster Punkt aus dem zwischen den Brüdern Jakob Hannibal III. und Franz Wilhelm II. von Hohenems und den Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend den jährlichen Steuerschnitz geschlossenen Vertrag vom 9. April 1688. LI GAS U 80m
nach 9. April 1688 Schreiben der Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg an den Fürstabt [Rupert von Bodman] von Kempten betreffend die Bitte, sie in ihrer Auslegung hinsichtlich der in dem [am 9. April] 1688 mit ihrer hohenemsischen Herrschaft geschlossenen Vertrag gemachten Vereinbarungen, insbesondere bezüglich der im fünften und sechsten Artikel festgelegten Bestimmungen über Truppeneinquartierungen und Verpflegung, zu schützen. LI GAS U 44/27
12.04.1688 Die beiden Subdelegierten Franz von Bodman und Heinrich Heuwell kritisieren, dass die Dekrete der Kommission von 1685 nicht vollzogen wurden und schon verkaufte Güter wieder konfisziert wurden. Sie verlangen unter schweren Strafandrohungen, dass die Verordnungen von 1685 durchgeführt werden, und ermahnen beide Parteien zu einem gütlichen Vergleich. LI GAS U 66b
12.04.1688 Schreiben der kaiserlichen Subdelegierten Johann Franz von Bodman und Heinrich Heuwell an Basil Hopp, Landammann der Grafschaft Vaduz, betreffend die Aufforderung zur Bekanntmachung eines (nicht mehr) beiliegenden kaiserlichen Kommissionsdekrets. LI GAS U 44/26b
26.05.1688 Kanzleivermerk Franz Martin von Meißhengen betr. Antwort des Kaisers auf den von Rupert von Bodman vorgeschlagenen Vergleich im Streit um die Steuerpflichten und Restitution der bei den Hexenprozessen konfiszierten Güter: Der Kaiser lässt es dabei bewenden, fordert aber ein Abgeltung der Ansprüche von Maria Anna von Oppersdorff, geb. Gräfin von Hohenems. LI GAS U 65b
01.07.1688 Anwalt Jakob Ernst Plöckner erklärt im Namen von Graf Jakob Hannibal von Hohenems, dass es zur Tilgung der Schulden von 50'000 Gulden und zur Befriedigung der Ansprüche von Maria Anna von Oppersdorff keine andere Möglichkeit gebe, als Teile des hohenemsischen Besitzes, der zum Fideikommiss gehört, zu verkaufen (namentlich den Meierhof, die Alp Sücke, Weingärten in Mauren und die Schupflehen). Der Kaiser gibt seine Zustimmung unter der Voraussetzung, dass Jakob Hannibal die Verkäufe und die Verwendung des Erlöses approbieren lässt und die Urkunden Rupert von Bodmann vorlegt. LI GAS U 65c
1689-1705 Verzeichnis der von der Grafschaft Vaduz dem Schwäbischen Reichskreisreis geschuldeten und bezahlten Abgaben. LI GAS U 44/74
06.06.1689 Hans Willi von Balzers und Ferdinand Nescher bringen im Namen der beiden Landeschaften in Kempten Beschwerden vor: Der Graf komme seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nach, sie würden deswegen von den Bündner Gläubigern mit Pfändungen bedroht. Sie werden bis zur Rückkehr der Subdelegierten vertröstet (Auszug aus dem kemptischen Hofratsprotokoll). LI GAS U 68
01.08.1689 Schreiben des Kemptner Fürstabtes und kaiserlichen Administrationskommissars Rupert von Bodman an die Landammänner der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die Mitteilung, dass er nicht daran zweifle, dass sie die mit Graf Jakob Hanibal III. von Hohenems vereinbarte Bezahlung von 1'000 Gulden an die ausgehandelte Summe von 4'000 Gulden in ihrem eigenen Interesse leisten werden LI GAS U 108b
16.08.1689 Schreiben der Vertreter der Grafschaft Vaduz an den Fürstabt [Rupert von Bodman] von Kempten betreffend die erneute Bitte, sich beim Kaiser [Leopold I.] für einen raschen Entscheid hinsichtlich ihres Konflikts mit der hochenemsischen Herrschaft bezüglich des Einzugsrechts der Schwäbischen Kreissteuer einzusetzen, um die von den Gläubigern angedrohten Zwangsvollstreckungen abwenden zu können. LI GAS U 44/28
24.09.1689 Landammann, Gericht und Untertanen der Grafschaft Vaduz versprechen Abt Wilibald des Klosters Weingarten mit ihrem ganzen Besitz und Vermögen für ein Darlehen von 1000 Gulden zu haften. LI GAS U 69
04.03.1690 Landammann, Gericht und Untertanen der Grafschaft Vaduz versprechen dem Kloster St. Gallen mit ihrem ganzen Besitz für ein Darlehen von 2000 Gulden zu haften. Sie setzen die Gemeindegüter in Vaduz zu Unterpfand (namentlich das Äuli, die Rütti und das Möliholz). LI GAS U 70a
04.03.1690 Graf Jakob Hannibal III. Friedrich von Hohenems bestätigt den Untertanen die aufgrund des Steuervergleichs von 1688 erfolgte Bezahlung von 2'000 Gulden für die Kreislasten und verspricht ihnen Schadloshaltung. Für die Verzinsung überlässt er ihnen die Abgaben des Meierhofes. LI GAS U 70b
04.03.1690 Gräfin Anna Emilia von Hohenems bestätigt Landammann und Gericht die von der kaiserlichen Kommission versprochene Schadloshaltung der Untertanen für ein Darlehen von 2'000 Gulden. LI GAS U 70c
08.05.1690 Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems setzt den Untertanen für die Übernahme der dem Schwäbischen Reichskreis geschuldeten Truppenunterhaltskosten in der Höhe von 400 Gulden seine Einnahmen aus der Herrschaft Schellenberg zu Unterpfand. LI GAS U 71
24.05.1690 Schreiben des Fürstabtes [Rupert von Bodman] von Kempten an den Agenten Arnold Knap in Wien betreffend die Bitte, den an den kaiserlichen Hof nach Wien abgeschickten um Rechtshilfe [in der Angelegenheit des Steuerkonfliktes mit der hohenemsischen Herrschaft] nachsuchenden vier Vaduzischen Untertanen behilflich zu sein. LI GAS U 44/29
17. Januar / 14. März 1691 Gerichtsprotokollauszug in der vor dem Landgericht Isny verhandelten Streitsache bezüglich der von den Landschaften Vaduz und Schellenberg gegenüber Johann Andreas Guler von Wynegg [für ihre hohenemsische Herrschaft] übernommenen Bürgschaftsverpflichtung. LI GAS U 44/30
06.03.1691 Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems übernimmt eine Oberstleutnantstelle im Dienste von Herzog von Württemberg, wofür er ein Reiterregiment anwerben muss. Die Untertanen leisten Bürgschaft für eine Kaution von 3'000 Gulden. Der Graf setzt seine Einnahmen und seine nicht zum Fideikommiss gehörenden Eigengüter (insbes. die Herrschaftsmühlen) als Unterpfand. LI GAS U 72
14.03.1691 Schreiben des Rechtsvertreters der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg an das kaiserliche Landgericht [in Isny] betreffend die Bitte, seinen Mandanten in der mit Johann Andreas Guler von Wynegg erwachsenen Streitsache wegen der für ihre hohenemsische Herrschaft übernommenen Bürgschaftsverpflichtung genügend Zeit für ihre Verteidigung einzuräumen. LI GAS U 44/31
21.04.1691 Stadtammann und Rat von Feldkirch bestätigen Landammann und Gericht der Grafschaft Vaduz die Bezahlung von 340 Gulden, nämlich zwei Drittel des geschuldeten Zinses von 510 Gulden für ein gewährtes Darlehen von 10'200 Gulden. LI GAS U 73
Juli 1691 Abrechnung von Crista Banzer in Balzers über Einquartierungskosten von 37 Gulden und 10 Kreuzer. LI GAS U 44/32
06.08.1691 Frantz Wilderich von Menschengen protokolliert eine Eingabe von Anwalt Johann Dummer an Rupert von Bodman, in der sich die Untertanen beschweren, dass sie von den Gläubigern des Grafen beim Landgericht in Schwaben beklagt werden. Sie fordern, dass Jakob Hannibal endlich Güter vorkaufen müsse, um seine Schulden zu begleichen, oder dass ihnen erlaubt werde, die Abgaben an den Landesherrn bis auf weiteres nicht mehr zu entrichten und statt dessen die Schulden abzuzahlen. LI GAS U 65d
30.09.1691 Johann Martin Wech, Landrichter in Isny, setzt die Oberbeamten in Kenntnis, dass er in der Rechtssache wegen 1'820 Dukaten zwischen dem Kläger Johann Andreas Guler von Wynegg (Jenins) und den beklagten Gerichtsleuten von Vaduz und Schellenberg dem Kläger bis zur Abzahlung der Schuld die Nutzniessung der zu Unterpfand gesetzten Güter zuerkannt habe. LI GAS U 75
02.11.1691 Der Notar Johann G. Prugger verfasst im Namen der Landammänner von Vaduz und Schellenberg einen Protest zu Handen des Oberamts: Sie würden nach dem Spruch des kaiserlichen Landrichters Johann M. Wech in Bezug auf die Geldforderung von Johann A. Guler u.a. von der Herrschaft nicht schadlos gehalten, sondern seien von Kreditoren bereits gepfändet worden. LI GAS U 74
05.01.1692 Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems versichert seinen Untertanen, dass dadurch, dass sie die Kosten für die schwäbischen Kreistruppen seit 3 Jahren übernommen hätten, kein Präjudiz geschaffen wurde, sondern er die noch zu treffenden Entscheidungen der kaiserlichen Kommission anerkennen werde. LI GAS U 76
12.02.1692 Abrechnung der Landammänner und Gerichtsleute der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg über die von den Gemeindeleuten von Schaan im Jahre 1691 übernommenen Unterhaltskosten für die von der hohenemsischen Herrschaft bei ihnen einquartierten Reiter. LI GAS U 44/33
28.02.1692 Notar Johann Georg Prugger bestätigt, dass er auf Bitten des Vaduzer Landammanns Christoph Walser dem Grafen Jakob Hannibal III. von Hohenems ein Schreiben von Fürstabt Rupert von Bodman zustellte. Er wurde nicht persönlich empfangen, sondern konnte das Schreiben nur einem Vertreter des Grafen übergeben. LI GAS U 77
07.05.1692 Mathias Egidius Hoop in Balzers bestätigt die dem Landeshauptmann Konrad Schreiber erfolgte Vergütung von 620 Essensportionen zu je 12 Kreuzern. LI GAS U 44/34
25.07.1692 Einladungsschreiben an Landammann Christoph Walser zu einer Besprechung beim Landvogt Leonhard Schönstein über erneut angedrohte Exekutionen. LI GAS U 44/35
26.08.1692 Extract kaÿ(serlichen) rescripts de dato 26. augusti 1692. Es folgt die in der Urkundenbeschreibung genannte Textstelle. LI GAS U 44/36
26.08.1692 Protokoll über die in verschiedenen Schreiben dargelegten Massnahmen zur Lösung der hohenemsischen Schuldenwirtschaft, über den zwischen Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems und seinen Untertanen herrschenden Konflikt über die zu übernehmenden finanziellen Verpflichtungen, über die Vormundschaftsregelung für Franz Wilhelm III. von Hohenems sowie über die Einsetzung von Beamten zur Administration der beidenHerrschaften Vaduz und Schellenberg. LI GAS U 78
19.09.1692 Schreiben der Landammänner und Gerichte der Herrschaft Hohenems an die hohenemsischen Räte und Oberbeamten in Vaduz betreffend ihre Weigerung zur Bezahlung von 900 Gulden in der die Herrschaft Vaduz betreffenden Exekutionsangelegenheit vor einer endgültigen Abrechnung mit der Schwäbischen Kreiskasse. LI GAS U 44/37
15.10.1692 Das kaiserliche Landgericht Altdorf genannt Weingarten gewährt in der Gerichtssache um Zinsforderungen von Andreas Guler von Wyneck für ein 5'400 Gulden betragendes Darlehen auf Bitten der Landammänner der Herrschaften Vaduz und Schellenberg einen Zahlungsaufschub von zwei Monaten. LI GAS U 79
nach 1693 Bericht über den zwischen dem Wiener Handelsmann Johann Christoph Gülden und der Freifrau Barbara Susanna Steger, in zweiter Ehe verheiratete von Wolfersdorf, geborene Hoffman von Münchshofen, vor dem kaiserlichen Reichshofrat verhandelten Rechtsstreit um ein ausstehendes Guthaben von 778 Gulden, für dessen Rückzahlung der Gläubiger die öffentliche Versteigerung des in Unterweilersbach gelegenen Rittergutes der Schuldnerin verlangt. LI GAS U 44/38
08.03.1693 Schreiben des [Rentmeisters] Johann [Franz] Schenz in Vaduz an seinen Schwager Landammann [Christoph] Walser in Schaan betreffend die Mitteilung über die von den Schellenbergern nicht eingehaltene Verpflichtung zur Übernahme von Waren in Feldkirch zum Weitertransport und seine diesbezügliche Befürchtung über schädliche Auswirkungen auf das Rod- und Fuhrwesen. LI GAS U 44/39
06.07.1693 Schreiben des Landrichters Johann Rudolf Willi vom kaiserlichen Landgericht in Rankweil an die durch die Ammänner Basil Hopp und [Johannes] Nägeli vertretenen Gemeinden Triesen und Balzers betreffend die Aufforderung, im Konfliktfall mit dem Baumeister Franz Clesin in Feldkirch ihre Schulden innert Monatsfrist zu bezahlen, ansonsten die Verantwortlichen mit der Verhaftung zu rechnen hätten. LI GAS U 44/40
13.10.1693 Dr. Johann Martin Wech, Landrichter in Ober- und Niederschwaben, teilt den Gemeinden Vaduz und Schellenberg, insbesondere aber der Gemeinde Balzers mit, dass Andreas Guler vor dem Landgericht in Isny ihr Verhalten – nämlich ihn unerachtet der ihnen deswegen schon zugestellten Strafandrohungen am Nutzen der ihm verpfändeten Güter zu hindern – eingeklagt habe, sodass das Landgericht sie bei einer Strafe von 80 Mark Silber auffordere, auf dem nächsten Gerichtstag Rechenschaft über die Befolgung der gerichtlichen Anordnung abzulegen, Andreas Guler nicht länger in dem ihm zuerkannten Besitz zu stören. LI GAS U 87b
17.11.1693 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die von Graf Jacob Hannibal III. (Friedrich) von Hohenems eingereichten Bittschriften bezüglich der gegen seine Herrschaft erlassenen Verordnungen und die durch die Anwälte Johann Dummer und Arnold Knap in diesem Zusammenhang erfolgten Eingaben sowie die abschlägige Behandlung der genannten Bittschriften. LI GAS U 80g
20.12.1693 Schreiben der kaiserlichen Subdelegierten J. L. Dilger und Johann Jakob Moz an den Rentmeister der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg, Johann Franz Schenz, betreffend die Aufforderung, für die ordnungsgemässe Verwendung der herrschaftlichen Einkünfte zur Bestreitung der laufenden Ausgaben zu sorgen und zur Erleichterung der schwierigen finanziellen Situation den Untertanen 2'500 Gulden aus den herrschaftlichen Abgaben für die Bezahlung der Kreislasten und der Schuldzinsen anzuweisen sowie die auf fünf bis sechs Jahre für 3'000 Gulden beschlossene Verpachtung der Alp Sücka zur Befriedigung der Gläubiger und zur Abwendung der angedrohten Zwangsvollstreckungen zu bewerkstelligen. LI GAS U 80c
um 1694 Verzeichnis der von der Herrschaften Vaduz und Schellenberg für die hohenemsische Herrschaft getätigten Ausgaben und übernommenen Schuldzinszahlungen. LI GAS U 80d
01.01. - 31.03.1694 Schreiben der Landammänner und Gerichte der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg (an Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten bzw. Marquard Rudolf von Rodt, Bischof von Konstanz) betreffend die Bitte, sie hinsichtlich der in dem 1688 geschlossenen Vertrag gemachten Vereinbarungen bezüglich der ihrer hohenemsischen Herrschaft geschuldeten Abgaben zu schützen, und ihnen damit zu ermöglichen, die geeigneten Vorkehrungen zur Verhinderung ihres vollständigen Ruins zu treffen. LI GAS U 80e
ca. 1694 Die Landammänner, Gerichte und Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg bitten Kaiser Leopold I., sich bei der eingesetzten kaiserlichen Administrationskommission dafür zu verwenden, sie hinsichtlich der in dem 1688 geschlossenen Vertrag gemachten Vereinbarungen bezüglich der von ihnen geschuldeten Abgaben und zu erbringenden Leistungen zu schützen und sie vor gerichtlich angeordneten Zwangsvollstreckungen zu bewahren, damit sie nicht zum grösseren Schaden ihrer Herrschaft in den vollständigen Ruin getrieben würden. LI GAS U 88
ca 1694 Verzeichnis der von der Landschaft Vaduz und Schellenberg für die hohenemsische Herrschaft getätigten Ausgaben und übernommenen Schuldzinszahlungen LI GAS U 81
14. Januar (Juli) 1694 Johann Andreas Guler quittiert die durch Landammann Basil Hopp im Namen der Grafschaft Vaduz vorgenommene Bezahlung von 154 Dukaten, 50 Philipp und 33 Taler sowie die im September 1692 durch Hans Willi erfolgte Erlegung von 30 Reichsgulden zuhanden der Erben des verstorbenen Maienfelder Landvogtes Johann Sprecher. LI GAS U 44/42
09.02.1694 Dr. Johann Martin Wech, Landrichter in Ober- und Niederschwaben, teilt den Gemeinden Vaduz und Schellenberg, insbesondere aber der Gemeinde Balzers mit, dass Andreas Guler vor dem Landgericht in Isny ihr Verhalten – nämlich ihn unerachtet der ihnen deswegen schon mehrmals zugestellten Strafandrohungen am Nutzen der ihm verpfändeten Güter zu hindern – erneut eingeklagt und beantragt habe, mit aller Schärfe gegen ihre Unbotmässigkeit vorzugehen, sodass das Landgericht sie bei den bereits früher ausgesprochenen Strafen von 40 und 80 Mark Silber auffordere, auf dem ihnen zum letzten Mal in dieser Angelegenheit angesetzten Gerichtstag Rechenschaft über die Befolgung der gerichtlichen Anordnung abzulegen, Andreas Guler nicht länger in dem ihm zuerkannten Besitz zu hindern, ansonsten gegen sie mit einer Zwangsvollstreckung vorgegangen werden müsste. LI GAS U 87c
09.02.1694 Dr. Johann Martin Wech, Landrichter in Ober- und Niederschwaben, teilt den Gemeinden Vaduz und Schellenberg, insbesondere aber der Gemeinde Balzers mit, dass Andreas Guler vor dem Landgericht in Isny ihr Verhalten – nämlich ihn unerachtet der ihnen deswegen schon mehrmals zugestellten Strafandrohungen am Nutzen der ihm verpfändeten Güter zu hindern – erneut eingeklagt und beantragt habe, mit aller Schärfe gegen ihre Unbotmässigkeit vorzugehen, sodass das Landgericht sie bei den bereits früher ausgesprochenen Strafen von 40 und 80 Mark Silber auffordere, auf dem ihnen zum letzten Mal in dieser Angelegenheit angesetzten Gerichtstag Rechenschaft über die Befolgung der gerichtlichen Anordnung abzulegen, Andreas Guler nicht länger in dem ihm zuerkannten Besitz zu hindern, ansonsten gegen sie mit einer Zwangsvollstreckung vorgegangen werden müsste. LI GAS U 80a
27.02.1694 Der Abt des Klosters St. Gallen, Coelestin I., erteilt seinem Amtmann Andreas Freureis in Feldkirch die Vollmacht, das am 4. März 1690 den Vertretern der Grafschaft Vaduz geliehene Kapital von 2'000 Gulden samt aufgelaufenen Zinsen einzutreiben. LI GAS U 80b
27.02.1694 Der Abt des Klosters St. Gallen, Coelestin I., erteilt seinem Amtmann Andreas Freureis in Feldkirch die Vollmacht, das am 4. März 1690 den Vertretern der Grafschaft Vaduz geliehene Kapital von 2'000 Gulden samt aufgelaufenen Zinsen einzutreiben. LI GAS U 82
22.03.1694 Der Vertreter der kaiserlichen Administrationskommission Johann Jakob Moz setzt den Landammann, die Gerichte und Gemeinden der Herrschaften Vaduz und Schellenberg darüber in Kenntnis, dass der von der Kommission vorgeschlagene Verkauf oder eine Verpachtung der Alp Sücka zur Befriedigung der Gläubiger, insbesondere von Andreas Guler, und zur Verhinderung von drohenden Gerichtsprozessen unumgänglich sei. LI GAS U 83
22.03.1694 Der Vertreter der kaiserlichen Administrationskommission Johann Jakob Moz setzt den Landammann, die Gerichte und Gemeinden der Herrschaften Vaduz und Schellenberg darüber in Kenntnis, dass der von der Kommission vorgeschlagene Verkauf oder eine Verpachtung der Alp Sücka zur Befriedigung der Gläubiger, insbesondere von Andreas Guler, und zur Verhinderung von drohenden Gerichtsprozessen, unumgänglich sei. LI GAS U 80f
n. 22. März 1694 Johann Martin Wech, Landrichter des kaiserlichen Landgerichts in Isny, setzt die "Gemeinden" Vaduz, Schellenberg und Balzers über die durch den Anwalt von Andreas Guler von Wynegg, Richter in Jenins, erfolgte Eingabe an das Gericht in Kenntnis (wonach ein Verkauf oder eine Verpachtung der Alp Sücka zur Befriedigung der Ansprüche von Andreas Guler unumgänglich sei). LI GAS U 80i
02.04.1694 Schreiben von Graf Gottlieb von Windischgrätz betreffend die durch Kaiser Leopold I. erfolgte Berufung von Heinrich Heuwel in den Reichshofrat. LI GAS U 90c
17.06.1694 Abrechnung von Alt-Landammann Johannes Nägeli über die von der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg an Taggelder sowie für Speis und Trank aufgewendete Summe von insgesamt 164 Gulden. LI GAS U 44/41
23.06.1694 Schreiben von Kaiser Leopold I. an die beiden Vertreter der eingesetzten kaiserlichen Administrationskommission, den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten, betreffend die auf Bitten der Untertanen der Herrschaften Vaduz und Schellenberg vorgebrachte Aufforderung, diese hinsichtlich der in den 1688 und 1692 geschlossenen Verträgen gemachten Vereinbarungen bezüglich der geschuldeten Abgaben zu schützen und sie vor gerichtlich angeordneten Zwangsvollstreckungen zu bewahren LI GAS U 84
23.06.1694 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die von Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems eingereichte Bitte, die kaiserliche Administrationskommission zur Auszahlung der benötigten 2'000 Gulden anzuhalten und eine Kommission zur Anhörung einer Delegation seiner Vaduzischen Untertanen einzusetzen, sowie die diesbezüglich seinem Anwalt Jakob Ernst Plöckner mitgeteilte abschlägige Stellungnahme. LI GAS U 80j
23.06.1694 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die von Anwalt Johann Moritz von Hörnig im Namen der Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg gegen die hohenemsische Herrschaft vorgebrachten Klagen über die ungerechtfertigten Schwäbischen Kreis- und Kriegssteuern mit der Bitte, sie bei den diesbezüglich geschlossenen Vereinbarungen zu schützen. LI GAS U 80k
11.08.1694 Im Namen der kaiserlichen Administrationskommission teilt der Fürstabt von Kempten, Rupert von Bodman, den Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg mit, dass ihnen zur Bezahlung der Abgaben an den Schwäbischen Reichskreis aus dem Rentamt 2'500 Gulden angewiesen und das Recht zur pfandweisen Nutzung der Alp Sücka eingeräumt werde. LI GAS U 86
12.08.1694 Im Namen des kaiserlichen Landgerichts in Isny fordert Dr. Johann Martin Wech, Landrichter in Ober- und Niederschwaben, die Gemeinde Balzers unter Strafandrohung von 40 Mark Silber auf, den Andreas Guler nicht länger am Nutzen der ihm verpfändeten, in der Herrschaft Maienfeld gelegenen Güter zu hindern. LI GAS U 87a
03.09.1694 Johann Franz von Bernardi bittet Kaiser Leopold I., die Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg durch eine erneute Verordnung vor weiteren Zwangsvollstreckungen zu bewahren und sie bei den 1688 vertraglich geschlossenen Vereinbarungen zu schützen, um sie vor dem gänzlichen Ruin zu retten. LI GAS U 89
07.09.1694 Schreiben von Kaiser Leopold I. an die beiden Vertreter der eingesetzten kaiserlichen Administrationskommission, den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten, mit dem Ersuchen, alles zu unternehmen, um den Ruin der hohenemsischen Familie und deren Untertanen abzuwenden und über ihre diesbezüglichen Bemühungen innert zwei Monaten an den kaiserlichen Hofrat Bericht zu erstatten. LI GAS U 85
07.09.1694 Schreiben von Kaiser Leopold I. an die beiden Vertreter der eingesetzten kaiserlichen Administrationskommission, den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten, mit dem Ersuchen, alles zu unternehmen, um den Ruin der hohenemsischen Familie und deren Untertanen abzuwenden und über ihre diesbezüglichen Bemühungen innert zwei Monaten an den kaiserlichen Hofrat Bericht zu erstatten LI GAS U 92a
15.09.1694 Reichshofrat Heinrich Heuwel bittet den Fürstabt von Kempten, Rupert v. Bodman, sich in der Angelegenheit der notleidenden Untertanen der Herrschaft Vaduz für eine rasche Lösung einzusetzen. LI GAS U 90a
15.09.1694 Reichshofrat Heinrich Heuwel bittet den Fürstabt von Kempten, Rupert v. Bodman, ihn bei seinen Bemühungen um eine Lösung in der Angelegenheit der notleidenden Untertanen der Herrschaft Vaduz zu unterstützen. LI GAS U 90b
17.09.1694 Die fürstbischöflich Konstanzische Hofkanzlei in Meersburg bestätigt den Eingang eines an den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten als kaiserliche Kommissarien gerichteten kaiserlichen Reskripts in der Angelegenheit der von den Untertanen der Grafschaft Vaduz erbetenen Ermässigung der ihnen auferlegten Kreis- und anderer Abgaben. LI GAS U 44/43
01.10.1694 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die von Johann Franz von Bernardis geführte Klage, wonach die Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg trotz des 1688 geschlossenen Vergleichs weiterhin von den Gläubigern, insbesondere von Andreas Guler und dem Schwäbischen Reichskreis, mit Zwangsvollstreckungen bedroht würden, weshalb um Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen gebeten werde, worin sie auch vom Churer Bischof Ulrich VI. unterstützt würden. LI GAS U 91
01.10.1694 Schreiben von Kaiser Leopold I. an die beiden Vertreter der eingesetzten kaiserlichen Administrationskommission, den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten, mit der wiederholten Bitte, für die Einhaltung der im 1688 geschlossenen Vergleich getroffenen Vereinbarungen zu sorgen und die Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg vor Zwangsvollstreckungen zu schützen, wofür auch der Churer Bischof Ulrich VI. eintrete. LI GAS U 92b
06.10.1694 Die fürstbischöflich Konstanzische Hofkanzlei bestätigt den Eingang eines an den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten als kaiserliche Administrationskommissarien der Grafschaften Hohenems und Vaduz gerichteten kaiserlichen Reskripts vom 7. September 1694. LI GAS U 44/44a-b
10.10.1694 Die Kanzlei des Fürststifts Kempten bestätigt den Empfang verschiedener durch den Boten Hans Jörg Gifel überbrachter Schriftstücke der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg sowie des Bischofs von Konstanz. LI GAS U 44/45
nach 31. Oktober 1694 Abrechnung über die bezahlten und noch ausstehenden Beiträge der Herrschaft Vaduz an den Schwäbischen Reichskreis für die Zeit vom 1. November 1693 bis zum 31. Oktober 1694. LI GAS U 44/46
01.11.1694 Die fürstbischöflich Konstanzische Hofkanzlei in Meersburg bestätigt den Eingang eines an den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten als kaiserliche Administrationskommissarien der Grafschaften Hohenems und Vaduz gerichteten kaiserlichen Reskripts vom 1. Oktober 1694. LI GAS U 44/47
01.11.1694 Die kaiserliche Administrationskanzlei in Vaduz fordert die Vertreter und Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg auf, sich innerhalb von drei Tagen über die bis zum 11. November fällige Bezahlung von 2'500 Gulden an das Rentamt zu entscheiden. LI GAS U 44/48
30.11.1694 Schreiben von Johann Christoph Wegelin in Lindau an die Landammänner Christoph Walser und [Andreas] Büchel in Vaduz betreffend die Mitteilung, dass hinsichtlich der zahlungsrückständigen Schuldner die Zwangsvollstreckung drohe und es daher ratsam sei, sich nicht länger hartnäckig zu weigern, einen Teil der Schulden zu bezahlen. LI GAS U 44/49
11.12.1694 Der zu einer Besprechung über die Abwendung der vom Schwäbischen Reichskreis der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg angedrohten Zwangsvollstreckungen vor den kaiserlichen Delegierten nach Arbon zitierte Vaduzer Landvogt verlangt von den Vertretern der beiden Landschaften eine Stellungnahme hinsichtlich ihrer Bereitschaft zur Begleichung der ausstehenden Kreissteuern, wobei er zu bedenken gibt, ob die Annahme der in Aussicht gestellten Ermässigung der Kreislasten einer weiteren Weigerung der Bezahlung dieser Forderungen mit ihren unabsehbaren Folgen nicht vorzuziehen wäre. LI GAS U 93
01.01.1695 Aufstellung der von der Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz seit dem 1688 mit ihrer Herrschaft den Grafen von Hohenems geschlossenen Vertrag betreffend den jährlichen Steuerschnitz erlittenen Unkosten. LI GAS U 94a
01.01.1695 Aufstellung der von der Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz laut vorliegenden Quittungen von 1692 bis 1695 an die Reichskasse gemachten Zahlungen. LI GAS U 94b
07.01.1695 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die von Graf Jacob Hannibal III. (Friedrich) von Hohenems erbetene Aufhebung der kaiserlichen Administration der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg und die von Johann Franz von Bernardis im Namen der Untertanen dagegen vorgebrachte und von der Geistlichkeit unterstützte Bitte, diese bei den 1688 vertraglich geschlossenen Vereinbarungen zu schützen. LI GAS U 95
07.01.1695 Schreiben von Kaiser Leopold I. an den Bischof von Konstanz und den Fürstabt von Kempten als kaiserliche Administrationskommissarien der Grafschaften Hohenems und Vaduz betreffend die Ermahnung, den diesbezüglich erlassenen Verordnungen Achtung zu verschaffen. LI GAS U 44/50
12.03.1695 Von Franz Wilderich von Menschengen verfasstes Protokoll betreffend die durch Kaiser Leopold I. erfolgte Verurteilung der von Graf Jacob Hannibal III. (Friedrich) von Hohenems veröffentlichte ehrenrührige Schrift und die an diesen ergangene Aufforderung, die erhobenen Anschuldigungen zu beweisen und sich endlich zur Ersparung weiterer Unkosten nach Hause zu begeben und die eingesetzte kaiserliche Kommission in ihrer Arbeit nach allen Kräften zu unterstützen. LI GAS U 96
21.04.1695 Protokoll betreffend den vom kaiserlichen Notar in Feldkirch, Johann Kaspar Scherer, im Namen der beiden Landammänner der Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz, Christoph Walser und Peter Matt, beim Landschreiber Franz Bernhard Abegg und Rentmeister Franz Schenz in der herrschaftlichen Kanzlei in Vaduz vorgebrachten Protest über die trotz getroffenen Abmachungen über die zu leistenden Steuerabgaben im Vertrag vom 9. April 1688 und diesbezüglich erlassenen kaiserlichen Verordnungen erfolgte Beschwerung der Untertanen mit ungerechtfertigten Abgaben und Androhung von Zwangsvollstreckungen. LI GAS U 97
27.05.1695 Schreiben der fürstbischöflich Konstanzischen Kanzlei an den vom Schwäbischen Reichskreis eingesetzten Administrationskommissar Johann Bärtel betreffend die Aufforderung, die für den Unterhalt der Militärpferde und für die Regimentskasse benötigten Mittel selbst einzutreiben, da die Grafschaft Vaduz die geschuldeten Kreissteuern nicht zu bezahlen vermöge. LI GAS U 44/51
03.06.1695 Protokoll betreffend den vom kaiserlichen Notar in Feldkirch, Johann Kaspar Scherer, im Namen der beiden Landammänner der Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz, Christoph Walser und Peter Matt, im Beisein der beiden hierzu aufgebotenen Zeugen, Martialis Segmeister und Johann Scheffelmeyer von Feldkirch, auf der herrschaftlichen Kanzlei in Vaduz erneut vorgebrachten, von den herrschaftlichen Beamten wegen Abwesenheit des Landvogtes nicht angenommenen Protest über die trotz getroffenen Abmachungen über die zu leistenden Steuerabgaben und diesbezüglich erlassenen kaiserlichen Verordnungen unter Androhung von Zwangsvollstreckungen erfolgte Aufforderung zur Bezahlung der ungerechtfertigten Abgaben. LI GAS U 98
10.06.1695 Schreiben des Bischofs von Konstanz [Marquard Rudolf v. Rodt] an den vom Schwäbischen Reichskreis eingesetzten Exekutionskommissar Johann Bärtel betreffend die Aufforderung, die Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg zur Bezahlung der Kreislasten anzuhalten und ihnen im Falle der Weigerung damit zu drohen, auf dem am 14. Juni in Ulm stattfindenen Kreiskonvent dafür zu sorgen, dass sie zum schuldigen Gehorsam gezwungen würden. LI GAS U 99
15.06.1695 Protokoll betreffend den vom kaiserlichen Notar in Feldkirch, Johann Kaspar Scherer, im Auftrag des Landammanns der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg, Christoph Walser, verfassten Bericht über den von einer bei der Schiesshütte in Vaduz abgehaltenen Versammlung von gegen 400 Untertanen nach reiflicher Überlegung einstimmig getroffenen Beschluss, in der Angelegenheit der dem Land ihrer Ansicht nach ungerechtfertigt aufgebürdeten Schwäbischen Reichskreislasten auf ihren diesbezüglich verbrieften Rechten zu bestehen, dem in Ulm tagenden Kreiskonvent jedoch eine Abrechnung über die von ihnen geschuldeten Abgaben vorzulegen, falls ihnen von den Administrations- Oberbeamten die Versicherung abgegeben werde, dass dies zu keinem Präjudiz führe und dem Land nicht zum Nachteil gereiche, eine Bedingung, die auch erfüllt worden sei LI GAS U 100
15.06.1695 Der Landvogt und die Oberbeamten der Reichsgrafschaft Vaduz und der Freiherrschaft Schellenberg erklären gegenüber der eingesetzten kaiserlichen Administration in Anbetracht der vom Schwäbischen Reichskreis angekündigten militärischen Zwangsvollstreckungen und zur Vermeidung weiterer diesbezüglicher Androhungen als Zeichen ihrer schuldigen Ehrerbietigkeit die Bereitschaft zur förmlichen Abrechnung und Verhandlung mit der Schwäbischen Kreiskasse über die von ihnen geschuldeten Abgaben unter der ihnen abgegebenen Versicherung, dass dies ihren überkommenen Rechten nicht zum Nachteil und zu keinerlei Präjudiz führe LI GAS U 101
26.06.1695 Schreiben von Johann Christoph Wegelin im Namen der Untertanen der Grafschaft Vaduz an den Schwäbischen Reichskreiskonvent in Ulm betreffend die Bitte, den ausgewiesenen Betrag von 1'989 Gulden und 56 Kreuzer an den geschuldeten Kreisbeiträgen zu erlassen. LI GAS U 44/52a
06.07.1695 Verzeichnis der Beiträge, die an den von der Grafschaft Vaduz an den Schwäbischen Reichskreis zu leistenden Abgaben abzurechnen wären. LI GAS U 44/52b
5./15.10.1695 Auflistung der auf einem auf den 5./15. Oktober 1695 in Ulm einberufenen Kreiskonvent zur Diskussion zu stellenden Verhandlungspunkte, vor allem hinsichtlich der Truppeneinquartierungen und der Aufteilung der anfallenden Militärkosten auf die einzelnen Kreismitglieder und der diesbezüglichen Zahlungsmodalitäten LI GAS U 102
12./22.10.1695 Schreiben des Anwalts Johann Christoph Wegelin von Lindau an die kaiserlichen Administrationsräten und Oberbeamten in Vaduz betreffend die Mitteilung über die Verwendung der übersandten Gelder mit dem Ratschlag, dass eine am Kreiskonvent in Ulm anwesende Gesandtschaft wohl in der Lage wäre, eine Erleichterung hinsichtlich der ihnen aufgebürdeten Kreislasten erwirken zu können LI GAS U 103a
03.11.1695 Schreiben der Richter und Ammänner der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg an den Schwäbischen Reichskreiskonvent in Ulm betreffend die Bitte um Verminderung der Kreisabgaben, insbesondere um Anrechnung der bereits geleisteten Beträge an den geschuldeten Abgaben und um Erteilung des Rechts zur Konfiszierung der Erträge von Gütern in ausländischem Besitz bis zur Entrichtung der darauf lastenden Kreissteuern. LI GAS U 44/53
3./13. Dezember 1695 Schreiben des Anwalts Johann Christoph Wegelin von Lindau an die kaiserlichen Administrationsräte und Oberbeamten in Vaduz betreffend die Mitteilung über die im Namen der Reichsgrafschaft Vaduz gepflogene Abrechnung über die geschuldeten Schwäbischen Kreislasten mit dem Hinweis, dass es in Anbetracht der unverhältnismässigen Belastungen zweckdienlich wäre, ihre schwierige Lage mittels einer in Ulm anwesenden Gesandtschaft darzulegen, um diesbezügliche Erleichterungen zu erlangen. LI GAS U 44/54
03./13.12.1695 Schreiben des Anwalts Johann Christoph Wegelin von Lindau an die kaiserlichen Administrationsräten und Oberbeamten in Vaduz betreffend die Mitteilung über die im Namen der Reichsgrafschaft Vaduz gepflogene Abrechnung über die geschuldeten Schwäbischen Kreislasten mit dem Hinweis, dass es in Anbetracht der unverhältnismässigen Belastungen zweckdienlich wäre, ihre schwierige Lage mittels einer in Ulm anwesenden Gesandtschaft darzulegen, um diesbezügliche Erleichterungen zu erlangen LI GAS U 103b
14.01.1696 Schreiben von Johann Andreas Guler in Jenins an Landammann Christoph Walser in Schaan betreffend die Aufforderung zur vereinbarten Rückzahlung des der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg gewährten Darlehens samt ausstehenden Zinsen. LI GAS U 44/56
26.01.1696 Johann Meinrad Cleric quittiert im Namen des Churer Bürgermeisters Martin Cleric die von Landammann Christoph Walser im Namen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg erhaltenen 86 Gulden und 40 Kreuzer an der ausstehenden Zinsschuld von 390 Gulden. LI GAS U 44/55
10.02.1696 Schreiben des über die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg eingesetzten kaiserlichen Administrationskommissars, des Kemptner Fürstabtes Rupert von Bodman, an den Landeshauptmann Johann Konrad Schreiber und Rudolf Walser betreffend die Mitteilung, dass die von den Klöstern St. Gallen und Weingarten aufgenommenen Darlehen in der Höhe von 3'000 Gulden nicht aus den herrschaftlichen Einnahmen des Jahres 1695 bezahlt werden können. LI GAS U 104
20.03.1696 Schreiben von Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, an den Reichshofrat von Andleren betreffend die Bitte, angesichts der miserablen Lage der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg wegen beständiger Exekutionen für ausstehende Kreislasten und herrschaftliche Schulden sich für eine kaiserliche Verordnung zum Erhalt des hohenemsischen Hauses und zur Erleichterung der bedrängten Untertanen einzusetzen LI GAS U 105a
20.03.1696 Schreiben von Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, an den Oberstallmeister Grafen von Harrach betreffend die Bitte, angesichts der miserablen Lage der Grafschaften Hohenems und Vaduz und der Herrschaft Schellenberg wegen beständiger Exekutionen für ausstehende Kreislasten und herrschaftliche Schulden sich dafür einzusetzen, dass die Gerichte Rottweil, Rankweil, Weingarten und Nellenburg durch eine kaiserliche Anordnung zur Einhaltung des erlassenen Exemptionsprivilegs angehalten werden LI GAS U 105b
20.03.1696 Schreiben von Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, an den Reichshofpräsidenten betreffend die Bitte, angesichts der miserablen Lage der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg wegen beständiger Exekutionen für ausstehende Kreislasten und herrschaftliche Schulden sich für eine kaiserliche Verordnung zum Erhalt des hohenemsischen Hauses und zur Erleichterung der bedrängten Untertanen einzusetzen LI GAS U 105c
20.03.1696 Schreiben von Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten, an den Reichshofrat Schellern betreffend die Bitte, angesichts der miserablen Lage der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg wegen beständiger Exekutionen für ausstehende Kreislasten und herrschaftliche Schulden sich für die in dieser Angelegenheit nach Wien abgeschickte Abordnung zu verwenden und sich für den Erhalt des hohenemsischen Hauses und für eine Erleichterung der bedrängten Untertanen einzusetzen LI GAS U 105d
20. März/26. Juli 1696 Schuldschein über den von Andreas Kaiser der Herrschaft Schellenberg geliehenen Betrag von insgesamt 400 Gulden. LI GAS U 44/64
nach 16. April 1696 Bericht der kaiserlichen Administrationskanzlei in Vaduz über die dem vom Schwäbischen Reichskreis eingesetzten Exekutionskommissar Johann Bertel in Auftrag gegebenen Schuldeneintreibungen. LI GAS U 44/63
nach 13. Mai 1696 Verzeichnis des Landammanns [Basil Hopp] über die während seiner 5jährigen Amtszeit im Namen der Landschaft Vaduz an den Schwäbischen Reichskreis geleisteten Zahlungen. LI GAS U 44/62
05.06.1696 Schreiben der Landammänner der Landschaft Vaduz betreffend die mit dem vom Schwäbischen Reichskreis eingesetzten Exekutionskommissar Johann Bärtel getroffene Vereinbarung, wonach sich dieser die für den Vollzug der angeordneten Liquidation der Kreissteuern benötigten Unterlagen beim zuständigen Kassier Johann Christoph Wegelin in Lindau besorgen wird. LI GAS U 44/57
07.06.1696 Schreiben von Kaiser Leopold I. an Graubünden betreffend die Mitteilung, dass man zuversichtlich hoffe, durch die an den kaiserlichen Kommissar Rupert von Bodman, Abt von Kempten, erlassene Verordnung die hohenemsische Schuldenwirtschaft regeln zu können, man erwarte daher, dass sich Graubünden für eine gütliche Einigung der Bündner Gläubiger mit dem kaiserlichen Kommissar einsetze und gegen deren wiederholt angewandten Repressalien auf Einkünfte von Untertanen der Grafschaft Hohenems auf Bündner Gebiet einschreite LI GAS U 106
07.06.1696 Schreiben der Reichskanzlei in Wien an die österreichische Hofkanzlei betreffend die Mitteilung über die erneut erlassene kaiserliche Verordnung, wonach die hohenemsischen Gläubiger ermahnt werden sollen, nicht mit Pfändungen und Zwangsvollstreckungen gegen hohenemsische Untertanen auf österreichischem Gebiet vorzugehen LI GAS U 107
ca. Juli 1696 Schuldschein über die von der Gemeinde Balzers den Erben des verstorbenen Luzi Reidt in Chur zu bezahlenden 1'000 Gulden und den bis Juli 1696 geschuldeten Zins von 50 Gulden. LI GAS U 44/65
08.07.1696 Abrechnung des Landammanns Basil Hopp mit den Landschaften Vaduz und Schellenberg. LI GAS U 44/58
05.11.1696 Schreiben des Rentamtes der Stadt Feldkirch an die Vertreter der Herrschaft Schellenberg betreffend die Aufforderung, die ausstehenden Schuldzinsen in der Höhe von 1'550 Gulden endlich zu bezahlen. LI GAS U 44/59
01.12.1696 Hans Huter quittiert der Gemeinde Eschen die Rückzahlung eines Darlehens samt Zins in der Höhe von 121 Gulden. LI GAS U 44/60a
06.12.1696 Kaspar Ludescher in Feldkirch bestätigt ein an die Gemeinde Ruggell gewährtes Darlehen von 200 Gulden. LI GAS U 44/60b
16.12.1696 Schreiben der kaiserlichen Subdelegationskommissare Karl Christoph von Ulm und Johann Jakob Motz an die Vertreter der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die Aufforderung, ihre geleisteten Zahlungen an den Schwäbischen Reichskreis nachzuweisen. LI GAS U 44/61
24.12.1696 Auszug aus der Landschaftsrechnung betreffend die mit Bürgschaft der Landschaften Vaduz und Schellenberg von der Herrschaft Hohenems aufgenommenen Kapitalien in der Höhe von 48'859 Gulden und 24 Kreuzer, die mit einer Schadloshaltung beziehungsweise 18'191 Gulden und 57 Kreuzer, die mit keiner Schadloshaltung belegt werden können LI GAS U 109
29.12.1696 Zwischen den kaiserlichen Subdelegationskommissaren Karl Christoph Freiherr von Ulm und Johann Jacob Moz, dem Grafen Jakob Hannibal III. von Hohenems, den beiden Landammännern der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg, Johannes Nägeli und Peter Matt, sowie Vertretern der beiden Landschaften abgeschlossener Vergleich zur Bereinigung der von der hohenemsischen Herrschaft gegen Bürgschaft der beiden Landschaften aufgenommenen Schuldkapitalien in der Höhe von über 100'000 Gulden und zur Regelung dieser die Untertanen in den Ruin treibenden Schuldenwirtschaft LI GAS U 108a
ca. Januar 1697 Schuldschein über den von Johannes Zif dem Ammann Peter Matt und dem Gerichtsmann Ferdinand Näscher [für die Herrschaft Schellenberg] geliehenen Betrag samt geschuldetem Zins von 459 Gulden 43 Kreuzer und 2 Heller zur Abwendung der von Seiten des [Andreas] Guler drohenden Pfändung bei der Schuldeneintreibung. LI GAS U 44/66
04.02.1697 Schreiben der kaiserlichen Subdelegationskommissare Karl Christoph Freiherr von Ulm und Johann Jacob Moz an Landammann, Gericht und Untertanen der Grafschaft Vaduz betreffend die Ermahnung, dem Grafen Jakob Hannibal III. Friedrich von Hohenems als ihrem rechtmässigen Herren und dem als Interims-Oberamtmann eingesetzten Johann Franz Ziegler den schuldigen Respekt zu erweisen LI GAS U 110a
04.02.1697 Schreiben der kaiserlichen Subdelegationskommissare Karl Christoph Freiherr von Ulm und Johann Jacob Moz an Landammann, Gericht und Untertanen der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg betreffend die schriftliche Mitteilung über die bereits mündlich erfolgte Ermahnung, dem Grafen Jakob Hannibal III. Friedrich von Hohenems als ihrem rechtmässigen Herren den schuldigen Respekt zu erweisen LI GAS U 110b
21. März/1. April 1697 Schreiben des Durlachischen Regimentsquartiermeisters T. Lazarus Schäfer an die Reichsgrafschaft Vaduz betreffend die Bitte um Bezahlung der ausstehenden "Remonta"- Gelder. LI GAS U 44/67
08.12.1698 Die gräflich hohenemsische Kanzlei in Vaduz beurkundet den durch den Sägereibesitzer Josef Hilte von Schaan für ihn selbst, seine Frau und seinen Sohn getätigten Einkauf in die Alpgenossenschaft Guschg zum Preis von 12 Gulden, 15 Viertel Wein, 6 Leib Brot, 4 Käse, 9 "Brenten" (Traggefässe) und 3 "bigen" (aufgeschichtete Stapel) Schindeln. LI GAS U 146
1699-1704 Verzeichnis der auf die Gemeinden Schaan, Vaduz und Planken aufgeteilten, den aufgeführten Gläubigern zu bezahlenden Schuldkapitalien in der Höhe von 7'216 Gulden und 30 Kreuzern sowie der diesbezüglich zwischen den Schuldnern und Gläubigern getroffenen Abmachungen. LI GAS U 44/72
07.11.1700 Schreiben der fürstlich Kemptischen Kanzlei im Namen der kaiserlichen Administrationskommission an die Grafschaft Vaduz betreffend die Mitteilung, dass die Ulmer Kaufleute Hienlin und Locher zur Eintreibung der für 1697 geschuldeten Schwäbischen Kreisabgaben in der Höhe von 500 Gulden berechtigt seien, für die übrigen Ausstände von 1000 Gulden jedoch angewiesen worden seien, sich auf die erwartete Bezahlung durch die [Hohenemsische] Herrschaft zu gedulden. LI GAS U 44/69
22.11.1700 Die Gemeinden Wartau und Balzers vermessen ihre acht Rheinwuhrmarchen, setzen neue Marchsteine und versetzen eine Hintermarch. LI GAB 016-2
04.11.1701 Durch Vermittlung des Grafen Jakob Hannibal III. von Hohenems und einer Gesandtschaft des eidgenössischen Standes Glarus schliessen die Gemeinden Triesen und Wartau einen Wuhrvertrag. LI GAT U 44
26.04.1702 Hans Luzi Guler von Wynegg quittiert den Gemeinden Vaduz, Schaan und Planken den Empfang von 120 Gulden Jahreszins für ein geliehenes Kapital von 3'000 Gulden. LI GAS U 44/71
20.07.1702 Albrecht Frick quittiert im Namen der Schwäbischen Kreiseinnemerei die Bezahlung von 300 Gulden an die Kreiskriegskasse durch den Reichsstand Hohenems-Vaduz. LI GAS U 44/70
16.01.1703 Schreiben der Schwäbischen Reichskreiskanzlei an den Stand Vaduz betreffend die Aufforderung, den beiden Ulmer Kaufleuten Hienlin und Locher die ausstehende Kapitalschuld von 1'000 Gulden ohne weiteren Aufschub endlich anzuweisen. LI GAS U 44/73
1704? Kopie eines Schreibens zuhanden des Landammanns [Anton] Banzer in Balzers betreffend die Mitteilung, sich bezüglich der Regelung der bündnerischen Schuldforderungen wie auch derjenigen der Stadt Feldkirch an die Grafschaft Vaduz und Herrschaft Schellenberg sowie der eigenen Forderungen an die Grafen von Hohenems an den kaiserlichen Reichshofrat zu wenden. LI GAS U 44/68
19./30.07.1704 Der Stand Glarus ratifiziert den zwischen den Gemeinde Triesen einerseits und Sevelen und Wartau andererseits am 4. November 1701 geschlossenen Wuhrvertrag, wonach die von den Gemeinden bis 1664 erstellten Wuhren erlaubt sein sollen, nicht aber deren Ausbau. LI GAT U 14
13.12.1704 Schreiben betreffend den für die Gemeinden Schaan und Vaduz vorgeschlagenen Plan bezüglich der Aufteilung und Nutzung der Au unter den Schaaner Wiesen, der Regelung des Zufahrtsweges für das neue Gut unter dem Hochgericht, der Anspruchsberechtigung eines jeweiligen Lehrers auf einen Auteil, der Festlegung des Rückfalls eines ausgegebenen Auteils an die Gemeinden bei Ableben des Inhabers und der Festsetzung der Einkaufsgebühren in die Gemeinderechte. LI GAS U 147a
10.02.1705 Schreiben von Johann Jakob Moser, Einnehmer des Schwäbischen Reichskreises, an die Grafschaft Vaduz betreffend die Aufforderung, innert drei Wochen die noch ausstehenden Schulden zu bezahlen oder einen allfälligen Verzug zu erklären, damit sie vor drohenden Zwangsvollstreckungen verschont würde. LI GAS U 44/75
1706 Ausweis über die vom Stand Vaduz nach Abzug der nachgelassenen Schwäbischen Reichskreislasten in der Höhe von 4'500 Gulden noch geschuldeten 4'821 Gulden sowie über die für das Jahr 1706 noch zu begleichenden ausserordentlichen Gebühren von 840 Gulden und Sommer-Verpflegungsgelder von 780 Gulden LI GAS U 111/2
16.06.1706 Franz Wilhelm Rudolf Graf von Hohenems verkauft der Gemeinde Triesen auf deren Ersuchen für 14 Gulden ein Stück Allmeind, der Nasshaka genannt. LI GAT U 43
20.06.1706 Quittung über den Empfang von 180 Gulden von der Grafschaft Vaduz für die Anwerbung von drei Männern LI GAS U 112/ 6
21.06.1706 Quittung für die von den Landammännern der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg für angeworbene Rekruten bezahlten 11 Gulden und 18 Kreuzer LI GAS U 112/22
28.08.1706 Quittung von Johann Jakob Moser für die dem Stand Vaduz nachgelassenen Schwäbischen Reichskreislasten in der Höhe von 4'500 Gulden LI GAS U 111/1
27.11.1706 Quittung für einen durch den Landammann der Herrschaft Schellenberg, Andreas Büchel, erfolgten Kauf von 2 Pferden für 80 Gulden LI GAS U 112/27
04.01.1707 Verpflichtung eines Ungenannten in Lindau im Namen der Herrschaften Vaduz und Schellenberg zur Bezahlung einer ausstehenden Summe von 100 Gulden an den Schwäbischen Kreiskommissaren Klein LI GAS U 112/26
27.02.1707 Ausweis über die vom Stand Vaduz noch zu bezahlenden 660 Gulden betragenden Proviantgelder für das Jahr 1706/7 LI GAS U 112/35
19.03.1707 Quittung für die im Auftrag des Alt-Landammanns der Grafschaft Vaduz der Königseggischen Kompanie bezahlten 162 Gulden und 51 Kreuzer LI GAS U 112/21
08.04.1707 Quittung für die von der Grafschaft Vaduz für die vergangenen 6 Wintermonate bezahlten 12 Gulden betragenden "prima plana" Gelder LI GAS U 112/50
11.05.1707 Quittung für die in Balzers für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 201/2 Mann- und 9 Pferdeportionen LI GAS U 112/36
11.05.1707 Quittung für die in Vaduz für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 70 Mann- und 14 Pferdeportionen sowie für die Stellung von einem mit 4 Pferden vorgespannten Transportwagen und weiteren 4 Vorspannpferden LI GAS U 112/11
13.05.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 362 Mannportionen LI GAS U 112/20
20.05.1707 Quittung für die von Balzers erfolgte Stellung von 2 vorgespannten Transportwagen und 4 Reitpferden LI GAS U 112/23
20.05.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 70 Mann- und 334 Pferdeportionen LI GAS U 112/ 3
22.05.1707 Quittung für die in Vaduz für 2 Nächte erhaltene Verpflegung bestehend aus 50 Mann- und 128 Pferdeportionen LI GAS U 112/52
25.05.1707 Quittung für die in Balzers und Triesen erhaltene Verpflegung bestehend aus 400 Mann- und 9 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 5 vorgespannten Transportwagen und 3 Reitpferden LI GAS U 112/47
27.05.1707 Quittung für die in Balzers für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 210 Mann- und 3 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 mit je 4 Pferden vorgespannten Transportwagen und 3 Reitpferden LI GAS U 112/ 2
27.05.1707 Quittung für die in Vaduz für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 152 Mann- und 4 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 mit je 4 Pferden vorgespannten Transportwagen und 4 Reitpferden LI GAS U 112/12
28.05.1707 Quittung für die in Triesen für eine Nacht und einen Tag erhaltene Verpflegung LI GAS U 112/30
01.06.1707 Quittung für die vom Ulmer Kaufmann Wolfgang Thomas Schellnegger für den Stand Vaduz für 4 Unteroffiziere und 10 Gemeine gelieferten Uniformen LI GAS U 112/43
12.06.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 797 Mann- und 20 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 8 vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/10
6.-14.07.1707 Marschroute vom 6.-14. Juli 1707 der unter dem Befehl von Oberst von Reding stehenden Hessen-Kassel'schen Rekruten durch Vorarlberg und Liechtenstein nach Graubünden [auf ihrem Weg nach Neapel während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714)] LI GAS U 113/1
07.07.1707 Quittung für die in Schaan für 2 Nächte erhaltene Verpflegung bestehend aus 188 Mann- und 50 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 3 vorgespannten Transportwagen und 5 Reitpferden LI GAS U 112/32
07.07.1707 Quittung für die in Triesen für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 117 Mann- und 26 Pferdeportionen LI GAS U 112/19
07.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Nächte erhaltene Verpflegung bestehend aus 204 Mann- und 276 Pferdeportionen sowie für die Stellung der benötigten Zugtiere LI GAS U 112/ 8
10.07.1707 Quittung für die in Triesen für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 80 Mann- und 15 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 3 mit je 4 Ochsen vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/ 4
10.07.1707 Quittung für die in Triesen für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 611/2 Mann- und 4 Pferdeportionen sowie für die Stellung von benötigten vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/33
10.07.1707 Quittung für die in Schaan für 2 Nächte erhaltene Verpflegung bestehend aus 122 Mann- und 8 Pferdeportionen LI GAS U 112/41
10.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 182 Mann- und 26 Pferdeportionen LI GAS U 112/44
10.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 180 Mann- und 34 Pferdeportionen LI GAS U 112/48
11.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Nächte erhaltene Verpflegung für Staab, Mannschaft und Pferde des Oberst von Stedingen LI GAS U 112/34
12.07.1707 Quittung für die in Schaan für 2 Nächte und einen Tag erhaltene Verpflegung bestehend aus 243 Mann- und 40 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 3 mit je 4 Pferden vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/31
13.-18.07.1707 Marschroute vom 13.-18. Juli 1707 des Schönbergischen Infanterieregiments durch Vorarlberg und Liechtenstein nach Graubünden [auf seinem Weg nach Neapel während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714)] LI GAS U 113/2
13.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Nächte erhaltene Verpflegung für Staab, Mannschaft und Pferde des Generalmajors von Auerochs LI GAS U 112/37
14.07.1707 Quittung für die in Triesen für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 136 Mann- und 13 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 4 vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/40
14.07.1707 Quittung für die in Triesen für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 114 Mann- und 218 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 mit je 4 Ochsen vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/14
16.07.1707 Quittung für die in Balzers für einen Tag erhaltene Verpflegung bestehend aus 130 Mann- und 5 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 4 mit je 4 Ochsen vorgespannten Transportwagen und einem Reitpferd LI GAS U 112/ 5
17.07.1707 Quittung für die in Schaan für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 44 Mann- und 5 Pferdeportionen LI GAS U 112/42
18.07.1707 Quittung für die in Balzers für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 52 Mann- und 6 Pferdeportionen LI GAS U 112/39
18.07.1707 Quittung für die in Triesen für eine Nacht erhaltene Verpflegung für einen Leutnant und einen Fähnrich nebst 48 Mann- und 6 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 mit je 5 Ochsen vorgespannten Transportwagen LI GAS U 112/51
18.07.1707 Quittung für die in Triesen für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 61 Mann- und 10 Pferdeportionen LI GAS U 112/45
18.07.1707 Quittung für die in Balzers für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 48 Mann- und 3 Pferdeportionen LI GAS U 112/ 9
19.07.1707 Quittung für die in Balzers für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 8 Mann- und einer Pferdeportion sowie für die Stellung von 4 Reitpferden LI GAS U 112/18
19.07.1707 Quittung für die in Triesen für 3 Hauptleute, 4 Fähnriche, 184 Mann und 28 Pferde für 2 Tage erhaltene Verpflegung LI GAS U 112/49
21.07.1707 Quittung für die in Vaduz erhaltene Verpflegung bestehend aus 73 Mann- und 13 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 3 vorgespannten Transportwagen, 2 Reitpferden und 2 weiteren Pferden LI GAS U 112/46
21.07.1707 Quittung für die in Schaan für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 68 Mann- und 16 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 3 vorgespannten Transportwagen und 2 Reitpferden LI GAS U 112/38
22.07.1707 Quittung für die in Balzers für einen Tag erhaltene Verpflegung bestehend aus 34 Mann- und 32 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 vorgespannten Transportwagen und 2 Reitpferden LI GAS U 112/24
22.07.1707 Quittung für die in Vaduz für eine Nacht erhaltene Verpflegung bestehend aus 76 Mann- und 7 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 vorgespannten Transportwagen und 2 Reitpferden LI GAS U 112/25
22.07.1707 Quittung für die in Balzers für einen Tag erhaltene Verpflegung bestehend aus 104 Mann- und 13 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 4 mit je 4 Ochsen vorgespannten Transportwagen und 2 Reitpferden LI GAS U 112/15
22.07.1707 Quittung für die in Triesen für einen Tag erhaltene Verpflegung bestehend aus 66 Mann- und 3 Pferdeportionen LI GAS U 112/ 1
23.07.1707 Quittung für die in Vaduz für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 92 Mann- und 92 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 2 mit je 5 Pferden vorgespannten Transportwagen und 2 Reitpferden LI GAS U 112/13
23.07.1707 Quittung für die in Balzers für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 112 Mann- und 188 Pferdeportionen sowie für die Stellung von 6 mit je 4 Ochsen vorgespannten Transportwagen und 4 Reitpferden LI GAS U 112/17
24.07.1707 Quittung für die in Triesen für 2 Nächte erhaltene Verpflegung bestehend aus 124 Mann- und 135 Pferdeportionen LI GAS U 112/16
24.07.1707 Quittung für die in Schaan für 2 Tage erhaltene Verpflegung bestehend aus 60 Mann- und 120 Pferdeportionen sowie für die Stellung der benötigten Zugtiere LI GAS U 112/ 7
19.08.1707 Quittung für den im Namen des Kreisstandes Vaduz bezahlten Betrag von 289 Gulden und 15 Kreuzer für Militäruniformen LI GAS U 112/29
01.02.1708 Quittung für das durch Johann Christoph Wegelin in Lindau im Namen des Kreisstandes Vaduz bezahlte Truppen-Winterverpflegungsgeld von 195 Gulden LI GAS U 112/28
19.03.1708 Verzeichnis von Johann Christoph Wegelin über die von der Reichsgrafschaft Vaduz der Kreiskasse des Schwäbischen Reichskreises bis Ende April 1708 geschuldeten rückständigen Zahlungen in der Höhe von insgesamt 742 Gulden und 30 Kreuzer LI GAS U 114
22.05.1708 Aufzählung der Schaan und Vaduz zur Bezahlung zugeteilten Schulden in der Höhe von insgesamt 5'616 Gulden und 35 Kreuzer, für die sich die Landschaft gegenüber verschiedenen Kreditgebern [für die der hohenemsischen Herrschaft eingeräumten Kredite] verbürgt hatte LI GAS U 115
27.08.1708 Das Landgericht Rankweil entscheidet in der von Landammann Andreas Büchel und den Fuhrleuten der Herrschaft Schellenberg gegen Vaduz und Schaan vorgebrachten Klagen, dass diese wie bis anhin über das Schaaner Riet nach Bendern fahren dürfen. LI GAE III/5
29.09.1712 Johann Philipp Graf von Lamberg, Kardinal und Fürstbischof von Passau, ermahnt auf Befehl des Kaisers [Karl VI.] die Kurfürsten, Fürsten und Reichsstände, im Interesse des Reichs ihren Verpflichtungen nachzukommen und für die Aufstellung einer starken Armee am Oberrhein die notwendigen finanziellen Mittel von mindestens einer Million Reichstaler zur Verfügung zu stellen, damit der Krieg gegen Frankreich [anlässlich des spanischen Erbfolgekrieges] endlich beendet werden könne LI GAS U 116
22.10.1712 Schreiben des Schwäbischen Reichskreisdirektoriums an den Grafen Franz Karl von Hohenems betreffend die Darlegung des Sachverhalts über die im Reichsinteresse erforderlichen Anstrengungen im Kampf gegen Frankreich [anlässlich des spanischen Erbfolgekrieges], denen zufolge die einzelnen Kreismitglieder ihren Verpflichtungen unbedingt nachzukommen und für die Aufstellung einer starken Armee am Oberrhein mindestens eine Million Reichstaler zur Verfügung zu stellen hätten LI GAS U 117
28.10.1712 Schreiben des Schwäbischen Reichskreisdirektoriums an den Grafen Franz Karl von Hohenems betreffend die dringende Aufforderung, den Verpflichtungen als Kreismitglied nachzukommen und die schliesslich auch im eigenen Interesse geschuldeten Abgaben an die Kreiskasse ohne weiteren Verzug zu entrichten LI GAS U 118
30.04./01.05.1713 Im Auftrag Kaiser Karls VI. ermahnt der kaiserliche Admimistrator in Bayern und Prinzipalkommissar Karl Albrecht Fürst zu Löwenstein-Wertheim[-Rochefort] die in Regensburg anwesenden Vertreter der Reichsfürsten und Ständen, angesichts der bedrängten Reichslage und der von Frankreich ausgehenden Kriegsgefahr die für die Erhaltung und das Wohl des Reiches notwendigen Pflichten zu erfüllen LI GAS U 119
31.05.1713 Die in Regensburg anwesenden Vertreter der Reichsfürsten und Ständen teilen dem Prinzipalkommissar Karl Albrecht Fürst zu Löwenstein-Wertheim[-Rochefort] mit, dass nach reiflicher Überlegung und Beratschlagung die auf die Schwächung des Reichs zielenden Friedensvorschläge Frankreichs abgelehnt würden, einer Fortsetzung des Reichskriegs zugestimmt und die diesbezügliche kaiserliche Politik voll und ganz unterstützt werde LI GAS U 120
05.06.1713 Schreiben des kaiserlichen Admimistrators in Bayern und Prinzipalkommissars Karl Albrecht Fürst zu Löwenstein-Wertheim[-Rochefort] an die in Regensburg anwesenden Vertreter der Reichsfürsten und Ständen, worin dieser angesichts der durch Frankreich bedrängten Reichslage eindringlich dazu aufruft, sich für die zur Erhaltung und zum Wohl des Reiches erforderlichen Massnahmen, insbesondere für die zur Kriegsführung benötigten finanziellen Mittel, zu entschliessen und den diesbezüglich ausführlich dargelegten Bestimmungen nachzukommen, um einen befriedigenden Friedenschluss mit Frankreich erreichen zu können LI GAS U 121
26.01.1715 Eidsteuerbuch der Gemeinde Vaduz LI GAS U 122
20.09.1718 Eine von den beiden Dorfteilen in Trieser bevollmächtigte Kommission regelt den Konflikt um die Aufteilung und Nutzung der Alpen Valüna und Lawena. Die alten Abmachungen werden aufgehoben; künftig werden alle Alpen und Gemeindegüter gemeinschaftlich genutzt. LI GAT U 20