Ospelt Josef, Regierungschef, Landtagsabgeordneter

* 9.1.1881 in Vaduz, † 1.6.1962 in Vaduz, Bürger von Vaduz. Sohn von Julius Ospelt (Landwirt, Gemeindekassier) und Maria geb. Seger. ∞ 1916 Mathilde Ospelt, vier Kinder. 1912-1920 Regierungssekretär, ab 1918 zudem Leiter der Domänenverwaltung. 1914-1920 Staatsanwalt-Stellvertreter (ab 1917 de facto Staatsanwalt, da kein ordentlicher Staatsanwalt bestellt wurde). 23.3.1921 provisorischer Regierungschef, 5.3.-27.4.1922 Regierungschef. Ab 1922 Rechtsagent in Vaduz, ab 1925 zudem Inhaber der Repräsentanz der Zürich-Versicherungen für Liechtenstein. 1930-1932 Landtagsabgeordneter (FBP). Langjähriger Verwalter und Vorsitzender des Pressevereins "Liechtensteiner Volksblatt". 1928-1950 Präsident des Verwaltungsrats, 1950-1957 Präsident des Aufsichtsrates der Sparkassa bzw. Landesbank. 1930-1953 Präsident des Staatsgerichtshofes. 1936–1962 Mitglied des Verwaltungsrats der Präsidial-Anstalt. Gründungsmitglied des Historischen Vereins, 1928-1955 dessen Vorsitzender. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte Liechtensteins, zur Volks- und Familienkunde und zur Namenforschung. Mitgründer des Caritasvereins (1924), Mitgründer des Liechtensteinischen Volksvereins (1924), den er bis anfangs der 1940er Jahre leitete.

Literatur: HLFL  


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Datum Titel Signatur Scan
06.09.1900 Die Regierung erteilt der Gemeinde Vaduz die Bewilligung zur Erstellung und zum Betrieb eines elektrischen Leitungsnetzes für Beleuchtungszwecke LI LA RE 1900/0999 ad 0702
17.11.1902 Der Landtag gratuliert Fürst Johann II. zur Verlobung von Prinz Alois mit Erzherzogin Elisabeth Amalie LI LA LTA 1902/L06
21.11.1904 Landesverweser Karl von In der Maur teilt der Hofkanzlei die liechtensteinischen Wünsche für die bevorstehenden Verhandlungen über einen neuen Handelsvertrag zwischen Österreich-Ungarn und der Schweiz mit LI LA RE 1904/2410 ad 1857
o.D. (7.10.1905) Der k.k. Gewerbeinspektor Hubert Stipperger entwirft eine Betriebsordnung für die Steinbrüche des Johann Frick und des Johann Kubli in Balzers LI LA RE 1905/ad 1869
24.05.1906 Landesverweser Karl von In der Maur erteilt der Stadt Feldkirch die Konzession zur Führung elektrischer Starkstromleitungen in den Ortschaften des liechtensteinischen Unterlandes LI LA RE 1906/0823 ad 0220
10.12.1906 Adolf Real und Konsorten zeigen der Regierung die Abhaltung einer Versammlung der Gewerbetreibenden zur Gründung eines Gewerbevereins für Liechtenstein an LI LA RE 1906/2352
16.06.1909 Landesverweser Karl von In der Maur ersucht die österreichisch-liechtensteinische Finanzwache um Informationen über den Automobilverkehr im Fürstentum LI LA RE 1909/0389 ad 0560
4.4.1911/29.5.1911 Vertrag zwischen dem Departement des Innern des Kantons St. Gallen und der Regierung des Fürstentums Liechtenstein über die Aufnahme von Patienten aus Liechtenstein in der Heil- und Pflegeanstalt St. Pirminsberg LI LA RE 1911/1260.
06.04.1913 Die Triesner Gemeindeversammlung wählt in Ausübung des der Gemeinde zustehenden Präsentationsrechtes für die dortige Pfarrpfründe den bisherigen Kooperator Peter Oswald Bast zum neuen Pfarrer LI LA RE 1913/1124 ad 0469
14.05.1913 Das Innendepartement des Kantons Graubünden verhängt auf Ersuchen der liechtensteinischen Regierung eine Weidesperre für das Vieh in der Gemeinde Fläsch LI LA RE 1913/1508 ad 0004/1389
10.10.1913 Der Liechtensteinische landwirtschaftliche Verein ersucht die Regierung, beim Landtag eine Notstandsvorlage zur Linderung der drohenden Viehfutternot einzubringen L.Vo., Nr. 41, 10.10.1913; S. 1-2
21.11.1913 Landesverweser Karl von In der Maur erörtert mit den Ortsvorstehern Massnahmen zur Bekämpfung des drohenden Mangels an Viehfutter L.Vo., Nr. 47, 21.11.1913, S. 1
16.12.1913 Regierungssekretär Josef Ospelt informiert Hermann von Hampe, Leiter der Hofkanzlei, über den Tod und die Beisetzung von Landesverweser Karl von In der Maur LI LA SF 01/1913/077
18.12.1913 Der Landtag gedenkt des verstorbenen Regierungschefs Karl von In der Maur LI LA LTA 1913/S04/2
12.02.1914 Regierungssekretär Josef Ospelt berichtet der fürstlichen Hofkanzlei über die laufende Notstandsaktion für die Landwirtschaft LI LA RE 1914/0446 ad 0075/0354
09.03.1914 Regierungssekretär Josef Ospelt erstattet der fürstlichen Hofkanzlei Bericht über die Ordensniederlassungen in Liechtenstein LI LA RE 1914/0711
Ende April 1914 Die Regierung verhindert eine Betriebsversammlung der Arbeiter der Jenny, Spörri & Cie in Triesen, die vom Vorarlberger Arbeitersekretariat organisiert wurde Vorarlberger Wacht, Ende April 1914, Nr. 14
19.09.1914 Landesverweser Leopold von Imhof berichtet Regierungssekretär Josef Ospelt über seine Verhandlungen mit österreichischen Behörden und Banken und teilt mit, dass Grossbritannien sich nach Liechtensteins Stellung im Krieg erkundigt habe LI LA RE 1914/2452 ad 2131
02.10.1914 Landesverweser Leopold von Imhof informiert Fürst Johann II. über die Landtagswahlen LI LA RE 1914/2608 ad 2050
24.10.1914 Die liechtensteinische Regierung erklärt gegenüber der französischen Präfektur in Clermont-Ferrand die Neutralität des Fürstentums und ersucht um die Freilassung des in Frankreich Internierten Gustav Matt LI LA RE 1914/2794 ad 2131
21.01.1915 Die Regierung informiert über die Verschärfung der österreichischen Einreisebestimmungen LI LA RE 1915/0218
21.01.1915 Die liechtensteinische Regierung macht die neuen österreichischen Bestimmungen für den Grenzverkehr bekannt. Für "die Dauer der gegenwärtigen ausserordentlichen Verhältnisse" wird ein Pass mit Foto verlangt, den auch Frauen vorzuweisen haben. L.Vo. 30.1.1915, S. 1
26.01.1915 Die Regierung ersucht den Statthalter in Tirol und Vorarlberg, zusätzliche Grenzübergangsstellen nach Österreich geöffnet zu lassen LI LA RE 1915/0259 ad 218
13.02.1915 Die neu gegründete Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein beabsichtigt, Regesten und Editionen der mittelalterlichen Geschichtsquellen herauszugeben L.Vo., Nr. 7, 13.2.1915, S. 1
29.05.1915 Landesverweser Leopold von Imhof lehnt eine diplomatische Intervention zugunsten des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der als österreichischer Offizier in russische Kriegsgefangenschaft geraten ist, als neutralitätspolitisch bedenklich ab LI LA SF 01/1915/20
08.11.1915 Landesverweser Leopold von Imhof interveniert gegen den Visumzwang für liechtensteinische Staatsangehörige im Grenzverkehr mit dem Kanton Graubünden LI LA RE 1915/3830 ad 0218/3700r
27.04.1916 Die Gemeinde Schaan ersucht die Regierung, sich bei der Schweiz um eine längere Offenhaltung der Rheinbrücken in der Nacht zu verwenden LI LA RE 1916/1758 ad 1717
18.05.1916 Die Schweizer Armee lehnt eine längere Offenhaltung der Rheinbrücken gegen Liechtenstein während der Nachtstunden ab LI LA RE 1916/2106 ad 1717
22.06.1917 Das Territorialkommando in Chur erlässt verschärfte Vorschriften für den Personen- und Warenverkehr an der graubündnerischen Nordgrenze L.Vo., Nr. 25, 22.6.1917, S. 1
20.09.1918 Die schweizerische Zentralstelle für Fremdenpolizei verfügt, dass Liechtensteiner das Visum für den grossen Grenzverkehr in die Schweiz von der Heerespolizei erhalten L.Vo., Nr. 38, 20.9.1918, S. 1
16.11.1918 Liechtenstein sichert der Vorarlberger Regierung zu, vorerst am Zollvertrag mit Österreich festhalten zu wollen LI LA RE 1918/4941 ad 2
19.12.1918 Die Regierung teilt mit, dass Fürst Johann II. seinen Neffen Prinz Karl zum Landesverweser ernannt hat LI LA SF 01/1918/039
31.12.1918 Die liechtensteinische Regierung bewilligt die Torfausfuhr in die Schweiz unter Auflagen LI LA RE 1918/5545
03.02.1919 Über die Triesenberger Joachim Beck und Johann Schädler wird eine Geldstrafe wegen der Aufnahme schriftenloser Italiener verhängt LI LA J 007/S 046/029
o.D. (genehmigt am 1.5.1919) Der neu gegründete Liechtensteiner Lehrerverein erlässt Statuten LI LA SF 29/1919/1931 ad 1380
09.07.1919 Die Oberrheinischen Nachrichten berichten in polemischer Weise über eine öffentliche Vortragsreihe in den Gemeinden, in der Kaplan Alfons Büchel die Volkspartei und Dr. Wilhelm Beck angriff O.N. 9.7.1919, S. 1.
06.01.1920 Briefwechsel zwischen Fürst Johann II. und dem Schweizer Bundespräsidenten Giuseppe Motta betreffend die Übernahme der Interessenvertretung Liechtensteins im Ausland durch die Schweiz (1) LI LA RE 1920/0141
08.01.1920 Prinz Eduard nimmt Stellung zu den geplanten Verhandlungen über den Abschluss von Wirtschaftsverträgen mit der Schweiz LI LA V 002/0049
06.04.1920 Prinz Eduard führt in Vaduz Sondierungsgespräche hinsichtlich der Bestellung von Josef Peer zum Landesverweser LI LA SF 01/1920/062
17.04.1920 Das „Liechtensteiner Volksblatt“ weist die Vorwürfe der „Oberrheinischen Nachrichten“ in der Peer- bzw. Landesverweserfrage zurück L.Vo., Nr. 31, 17.4.1920, S. 1-2
24.4.1920 (20.4.1920) Landesverweser Karl von Liechtenstein erlässt ein vorläufiges Kündigungsverbot für Mietwohnungen L.Vo., Nr. 33, 24.4.1920, S. 4
26.04.1920 Die Christlich-soziale Volkspartei übermittelt der Regierung eine Protestresolution und eine Entschliessung in der Peer- bzw. Landesverweserfrage LI LA SF 01/1920/072
27.04.1920 Fürst Johann II. lehnt die Eingaben der Christlich-sozialen Volkspartei in der Peer- bzw. Landesverweserfrage als verfassungswidrig ab LI LA SF 01/1920/074
27.04.1920 Der „Liechtensteinische Arbeiterverband“ fordert die Erlassung eines „strengen“ Wuchergesetzes für Lebensmittel und Bedarfsartikel LI LA RE 1920/1969
28.04.1920 Statuten des Liechtensteinischen katholischen Arbeiterinnenvereins LI LA RE 1920/1458
11.05.1920 Prinz Eduard wünscht Aufklärung über die Volksparteiversammlung vom 9.5.1920 in Vaduz LI LA V 003/1192
11.05.1920 Regierungssekretär Josef Ospelt berichtet Prinz Eduard über die Volksparteiversammlung vom 9.5.1920 in der Peerfrage LI LA V 003/1193
14.05.1920 Der Gewerkschaftsverband der deutschösterreichischen Postangestellten wendet sich neuerlich mit einer Streikdrohung an die liechtensteinische Regierung LI LA SF 03/1920/2239 ad 2078
18.05.1920 Fürst Johann II. betraut Josef Peer für die Dauer der Beaurlaubung von Prinz Karl mit der Stellvertretung in den Funktionen eines Landesverwesers LI LA SF 01/1920/214
vor dem 21.5.1920 Fürst Johann II. ruft das Landtagspräsidium und die liechtensteinischen Parteien dazu auf, in der Landesverweserfrage zum Wohl des Vaterlandes zusammenzustehen LI LA SF 01/1920/214
21.05.1920 Die massgebenden Politiker Liechtensteins kommen auf Einladung von Prinz Johannes zu einer Konferenz über die Peerfrage zusammen LI LA SF 01/1920/090
10.06.1920 Fürst Johann II. bewilligt die Beurlaubung von Landesverweser Prinz Karl und beruft Regierungssekretär Josef Ospelt zur Besorgung der Regierungsgeschäfte LI LA SF 01/1920/093
17.06.1920 Regierungssekretär Josef Ospelt ersucht die Gemeinden um einen jährlichen Beitrag für eine Waisenanstalt, welche die Schwestern vom Kostbaren Blut auf Gutenberg einzurichten gedenken LI LA RE 1920/2757 ad 1062
11.07.1920 Prinz Eduard informiert die Regierung, dass er Emil Beck beauftragt habe, Liechtenstein beim Völkerbund anzumelden LI LA RE 1920/3159 ad 141
14.07.1920 Die liechtensteinische Gesandtschaft in Bern orientiert die liechtensteinische Regierung darüber, welche Staaten der Übernahme der Interessenvertretung Liechtensteins durch die Schweiz zugestimmt haben LI LA RE 1920/3241 ad 0141
05.09.1920 Liechtensteinische Gewerbevertreter verlangen vom Landtag die Erlassung von Einfuhrbeschränkungen für österreichische Waren LI LA RE 1920/4084
13.11.1920 Landesverweser Josef Peer spricht sich entschieden gegen die Einbürgerung des Wiener Industriellen Salomon Manfred Singer aus und warnt vor der Durchdringung Liechtensteins durch die jüdische Rasse LI LA SF 01/1920/160
01.12.1920 Der fürstliche Musikdirektor Severin Brender entwirft einen Lehr- und Finanzplan für eine in Liechtenstein zu gründende Musik- und Malschule LI LA SF 01/1921/020
02.12.1920 Emil Beck informiert die Regierung über den Stand der Verhandlungen über einen Zollvertrag mit der Schweiz LI LA SF 27/1920/5394 ad 64
14.12.1920 Der fürstliche Musikdirektor Severin Brender bittet Fürst Johann II. um die Übernahme des Protektorates und die Subventionierung einer zu gründenden Musik- und Malschule, ferner um ein unverzinsliches Darlehen für die Anschaffung der benötigten Musikinstrumente LI LA SF 01/1921/020
Anfang März 1921 Peter Büchel und weitere Landtagsabgeordnete beantragen die Schaffung einer Landeswehr LI LA SF 01/1921/ad 36
04.04.1921 Fürst Johann II. ernennt Josef Ospelt zum Fürstlichen Rat LI LA SF 01/1921/ad 57a
04.04.1921 Fürst Johann II. sieht von der Wiederberufung von Josef Peer als Regierungschef ab LI LA SF 01/1921/056
12.04.1921 Die von Oswald Kindle geführte Liechtensteinische Arbeitsnachweisstelle schätzt, dass ca. 250 liechtensteinische Bauarbeiter in die Schweiz einreisen wollen LI LA RE 1921/1556 ad 1379
15.04.1921 Die Regierung ersucht den liechtensteinischen Geschäftsträger in Bern, Emil Beck, um Intervention zwecks Zulassung von etwa 250 liechtensteinischen Bauarbeitern in der Schweiz LI LA RE 1921/1556 ad 1379
18.04.1921 Josef Peer informiert den neuen Regierungschef Josef Ospelt über den Stand der Verfassungsrevision LI LA PA 013/013/4
o.D. (Mai 1921) Der Arbeiter Anton Walser ersucht Fürst Johann II. vor dem Hintergrund des Wohnungsmangels in Schaan um ein Darlehen für einen Hausbau LI LA RE 1921/2382
12.05.1921 Die liechtensteinische Regierung ersucht die fürstliche Gesandtschaft in Wien um Sondierungen zwecks Änderung des Handelsabkommens mit Österreich vom April 1920 LI LA RE 1921/2061 ad 0998
o.D. (ca. 13.5.1921) Der Liechtensteinische Arbeiterverband wendet sich mit der Bitte um die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten, speziell für ungelernte Arbeiter, an Fürst Johann II. LI LA RE 1921/2078
18.05.1921 Emil Beck, Geschäftsträger in Bern, berichtet der Regierung über seine Bemühungen um Einreisebewilligungen in die Schweiz für liechtensteinische Arbeiter LI LA RE 1921/2166 ad 1379
20.05.1921 Regierungschef Josef Ospelt unterstützt die Eingabe des Liechtensteinischen Arbeiterverbandes an Fürst Johann II. um die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten und schlägt die Finanzierung von Strassenbauarbeiten vor LI LA RE 1921/2078
30.05.1921 Landtagsvizepräsident Wilhelm Beck begrüsst Josef Ospelt als neuen Regierungschef im Landtag LI LA LTA 1921/S04/2
04.06.1921 Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit finanziert Fürst Johann II. aus seiner Privatschatulle Strassenbauprojekte LI LA RE 1921/2513 ad 2078
15.06.1921 Felix Real zeigt den galizischen Juden Marian Thuna wegen unerlaubten Hausierens bei der Regierung an LI LA J 007/S 051/146
o.D., zu 4.7.1921 Prinz Alois, Regierungschef Josef Ospelt, Josef Peer und Kabinettsdirektor Josef Martin schlagen Fürst Johann II. vor, die Forderungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck zur Verfassungsrevision abzulehnen LI LA SF 01/1921/ad 115
06.07.1921 Prinz Eduard bittet um seine Enthebung vom Posten des liechtensteinischen Gesandten in Wien LI LA SF 01/1921/ad 100
08.07.1921 Fürst Johann II. dankt Prinz Eduard für die als Gesandter in Wien geleisteten Dienste LI LA SF 01/1921/ad 101
13.07.1921 Das Schweizerische Politische Departement erteilt Auskünfte über Victor Kaplan, der als liechtensteinischer Honorar-Legationsrat für Prag vorgesehen ist LI LA V 002/0048
13.07.1921 Regierungschef Josef Ospelt erlangt von Fürst Johann II. die Genehmigung, die Ausführung des Gesetzes über die Schaffung einer Landeswehr aufzuschieben LI LA RE 1921/3147 ad 1466
21.07.1921 Emil Beck teilt der Regierung mit, dass die Forderungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck zur Verfassungsrevision schweizerischem Recht widersprechen LI LA RE 1921/3290 ad 963
22.07.1921 Josef Peer teilt Regierungschef Josef Ospelt mit, dass er die Forderungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck zur Verfassungsrevision ablehnt LI LA SF 01/1921/ad 115
23.07.1921 Regierungschef Josef Ospelt orientiert den Liechtensteinischen Arbeiterverband über die Finanzierung von Notstandsarbeiten durch Fürst Johann II. LI LA RE 1921/3099 ad 2078
02.08.1921 Prinz Franz berichtet über die Konferenz mit dem Churer Bischof Georg Schmid von Grüneck sowie über die Besprechung mit Landtagsabgeordneten in der Verfassungsfrage LI LA SF 01/1921/125
03.08.1921 Emil Beck und Victor Kaplan erstatten Vorschläge für die Errichtung einer liechtensteinischen Gesandtschaft in Prag LI LA SF 01/1921/138
05.08.1921 Regierungschef Josef Ospelt informiert den Churer Bischof Georg Schmid von Grüneck über die Stellungnahme der Verfassungskommission zu dessen die Verfassungsrevision betreffenden Forderungen LI LA SF 01/1921/134
17.08.1921 Das bischöfliche Ordinariat Chur unterbreitet der Regierung und der Verfassungskommission erneut Forderungen zur Verfassungsrevision LI LA RE 1921/3690 ad 963
18.08.1921 Der Churer Bischof Georg Schmid von Grüneck legt Regierungschef Josef Ospelt die Gründe für die von ihm verlangten Änderungen am Verfassungsentwurf dar LI LA SF 01/1921/141
24.08.1921 Der Landtag stimmt der neuen Verfassung einstimmig zu LI LA LTA 1921/S04/2
24.08.1921 Statuten ("Grundgesetz") des Turnvereins Vaduz LI LA RE 1921/3001.
25.08.1921 Fürst Johann II. gibt seiner Freude über die Annahme der Verfassung durch den Landtag Ausdruck LI LA RE 1921/3777 ad 963
27.08.1921 Regierungschef Josef Ospelt informiert den Churer Bischof Georg Schmid von Grüneck über die Beschlüsse des Landtags zu dessen die Verfassungsrevision betreffenden Forderungen LI LA RE 1921/3693 ad 963
27.08.1921 Regierungschef Josef Ospelt informiert Landesvikar Johann Baptist Büchel über die Beschlüsse des Landtags zu den die Verfassungsrevision betreffenden Forderungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck LI LA SF 01/1921/ad 141
07.09.1921 Der österreichische Industrielle Salomon Manfred Singer stellt vor dem Hintergrund seines Einbürgerungsgesuches für Liechtenstein die Entrichtung einer pauschalierten jährlichen Einkommenssteuer von einer Million Kronen in Aussicht LI LA RE 1921/4094 ad 0876
10.09.1921 Regierungschef Josef Ospelt berichtet über die Äusserungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck zur Verfassungsfrage am Katholikentag in Schaan LI LA RE 1921/4018 ad 963
10.09.1921 Regierungschef Josef Ospelt schlägt vor, die neue Verfassung am Geburtstag von Fürst Johann II. am 5. Oktober zu unterzeichnen LI LA RE 1921/4017 ad 963
10.09.1921 Regierungschef Josef Ospelt fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen der vom Landtag angenommenen neuen Verfassung und der Regierungsvorlage vom Januar 1921 zusammen LI LA RE 1921/4017 ad 963
22.09.1921 Josef Peer schlägt ein Prozedere vor, damit die neue Verfassung am Geburtstag des Fürsten Johann II. in Vaduz unterzeichnet werden kann LI LA RE 1921/4348 ad 963
23.09.1921 Alfred von Baldass, liechtensteinischer Geschäftsträger in Wien, rät von der Aufhebung der Gesandtschaft in Wien ab LI LA SF 01/1921/148
25.09.1921 Kabinettsdirektor Josef Martin fragt Regierungschef Josef Ospelt an, ob das Handschreiben des Fürsten zur Sanktion der Verfassung den Wünschen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck entsprechend abgeändert werden soll LI LA RE 1921/4348 ad 963
27.09.1921 Regierungschef Josef Ospelt erhebt Einwände gegen den Entscheid der Kabinettskanzlei, die Gesandtschaft in Wien aufzuheben LI LA SF 01/1921/ad 148
o.D. (ca. 29.9.1921) Der Verband der liechtensteinischen Kaufleute spricht sich für die Ausweisung des aus Galizien stammenden Juden Marian Thuna aus, der unerlaubten Hausierhandel betreibe LI LA RE 1921/4349
02.10.1921 Fürst Johann II. erteilt der neuen Verfassung die Sanktion und beauftragt Prinz Karl mit der Unterzeichnung O.N., Nr. 78, 8.10.1921, S. 4
06.10.1921 Die Kabinettskanzlei rechtfertigt den Beschluss, die Gesandtschaft in Wien aufzuheben LI LA SF 01/1921/153
15.10.1921 Regierungschef Josef Ospelt orientiert den Liechtensteinischen Arbeiterverband über die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes zur Gewährleistung eines steuerfreien Existenzminimums LI LA RE 1921/4526 ad 1379
19.10.1921 Der Landtag verabschiedet nach kontroverser Debatte das neue Jagdgesetz LI LA LTA 1921/S04/2
04.11.1921 Regierungschef Josef Ospelt drängt auf eine Beschleunigung der Verhandlungen über den Zollvertrag mit der Schweiz LI LA V 002/0294/45
o.D. (vor dem 15.11.1921) Die Regierung unterbreitet dem Landtag einen Gesetzentwurf gegen Kredit- und Sachwucher LI LA RE 1921/1893
30.12.1921 Der fürstliche Kabinettsdirektor Josef Martin erstattet Vorschläge für die Errichtung einer liechtensteinischen Gesandtschaft in Prag LI LA V 002/0048
30.12.1921 Der Landtag stimmt dem Gesetz betreffend die Aufnahme eines Landesanlehens in der Höhe von einer Million Franken bei der Bank in Liechtenstein zur Sanierung der Landesfinanzen und dankt dem Fürsten Johann II., der diese Anleihe ermöglicht hat LI LA LTP 30.12.1921; zitiert nach L.Vo. 11.1.1922, S. 1.
10.01.1922 Bischof Georg Schmid von Grüneck mahnt die Gemeinde Triesen, ihr Präsentationsrecht für die dortige Pfarrpfründe bis Ende Januar 1922 auszuüben, widrigenfalls er sich genötigt sehe, vom Recht der freien Ernennung Gebrauch zu machen LI LA RE 1922/0157
11.01.1922 Der Liechtensteinische Arbeiterverband und drei Politiker aus beiden Parteien richten Forderungen zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit an die Regierung LI LA RE 1922/0168 ad 0013
23.01.1922 Der Lehrer Johann Meier gibt der Regierung die Konstituierung des „Liechtensteiner Bauernvereines“ bekannt LI LA RE 1922/0385 ad 0061
o.D. (vor dem 14.2.1922) Der neugegründete „Liechtensteinische Bauernverein“ gibt sich Statuten LI LA RE 1922/0691
21.02.1922 Regierungschef Josef Ospelt konferiert mit den Ortsvorstehern und mit Arbeitervertreter Augustin Marogg über Massnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, ferner über die Besteuerung des Dienstpersonals, die Gründung von Einnehmereien für die Sparkasse, die Gemeindevoranschläge und die Molkeneinfuhr aus Vorarlberg LI LA RE 1922/ad 0778
26.02.1922 Kabinettsdirektor Josef Martin bittet Fürst Johann II., von seiner Bestellung zum Gesandten in Wien abzusehen LI LA SF 01/1922/034
08.03.1922 Regierungschef Josef Ospelt fordert den Vaduzer Alois Willam, der in Berlin mit der Protestantin Frieda Anna Gröthe eine Zivilehe eingegangen ist, dazu auf, ungesäumt die kirchliche Trauung nachzuholen LI LA RE 1922/0220
24.03.1922 Der Liechtensteinische Arbeiterverband ersucht den Landtag um Übernahme der Liechtensteinischen Arbeitsnachweisstelle durch das Land oder zumindest um eine Subvention für die Arbeitsnachweisstelle LI LA LTA 1922/L33
27.03.1922 Alois Willam beantragt bei der Regierung, seine 1917 in Berlin mit Frieda Anna (Ida) Gröthe geschlossene Zivilehe ohne die nachträglich Vornahme einer kirchlichen Trauung durch das katholische Pfarramt Vaduz anzuerkennen LI LA RE 1922/1365 ad 0220
17.05.1922 Josef Ospelt erläutert im "Liechtensteiner Volksblatt" die Gründe für seinen Rücktritt als Regierungschef L.Vo., Nr. 39, 17.5.1922, S. 1
27.05.1922 Alfons Feger bittet Fürst Johann II., ihn von der provisorischen Führung des Amts des Regierungschefs zu entheben LI LA SF 01/1922/079
06.06.1922 Der Landtag wählt Gustav Schädler zum Regierungschef LI LA LTP 1922/078
13.10.1922 Die Regierung unterbreitet Fürst Johann II. den Rechenschaftsbericht LI LA RE 1922/4624 ad 32
24.05.1923 Emil Beck berichtet dem Landtag über die Zollvertragsverhandlungen mit der Schweiz LI LA LTP 1923/012
26.05.1923 Der Landtag stimmt dem Zollvertrag mit der Schweiz einstimmig zu LI LA LTP 1923/022
o.D. (zu 11.6.1923) Die Regierung rechtfertigt ihr Vorgehen bei der Aufhebung der Gesandtschaft in Wien LI LA RE 1923/ad 50
20.10.1923 Die „Oberrheinischen Nachrichten“ wenden sich dezidiert gegen die Einbürgerung von Juden in Liechtenstein O.N., Nr. 83, 20.10.1923, S. 1
09.05.1925 Der Caritas-Verein berichtet nach seiner Jahresversammlung über seine Tätigkeiten im ersten Vereinsjahr L.N. 9.5.1925, S. 1; L.Vo. 9.5.1925, S. 1.
o.D. (9.1.1926) Die Bürgerpartei bezichtigt die Volkspartei-Regierung im Wahlkampf der Lüge LI LA J 007/S 058/045/01, Beilage IV
09.01.1926 Die Liechtensteiner Nachrichten verteidigen Dr. Wilhelm vor dem Vorwurf, nicht auf katholischem Boden zu politisieren L.N. 9.1.1926, S. 6.
17.03.1926 Regierungschef Gustav Schädler löst im Auftrag des Landesfürsten den Landtag auf, da die Parteien keine Einigung über die Wahl der Regierungsräte erzielen können LI LA LTP 1926/063
08.04.1926 Das Schöffengericht spricht Ludwig Marxer und Josef Ospelt von der Privatanklage wegen Vergehens gegen die Sicherheit der Ehre frei LI LA J 007/S 058/045/17
21.04.1926 Regierungschef Gustav Schädler informiert Kabinettsdirektor Josef Martin, dass der Landtag weiterhin beschlussunfähig ist LI LA RE 1926/1559 ad 1092
26.08.1926 Die Ehrenbeleidigungsklage der Regierung gegen Josef Oseplt und Ludwig Marxer wird auf ausdrücklichen Wunsch von Fürst Johann II. mit einem Vergleich beendet L.N. 28.8.1926, S. 1
08.07.1927 Landtagspräsident Wilhelm Beck legt Fürst Johann II. die Gründe für die von ihm propagierte Errichtung einer diplomatischen Vertretung beim Heiligen Stuhl dar LI LA RE 1927/3265 ad 0506
15.06.1928 Die Regierung Schädler bietet Fürst Johann II. ihre Demission an LI LA LTP 1928/064
14.05.1930 Der Landtag beschliesst den Rückzug der liechtensteinischen Silbermünzen LI LA LTP 1930/062
07.07.1930 Der Landtag stimmt einer Abänderung der Bestimmungen zur Pauschalbesteuerung zu LI LA LTP 1930/129
07.07.1930 Der Entwurf für ein Arbeitslosenversicherungsgesetz wird vom Landtag vorberaten LI LA LTP 1930/110
07.07.1930 Der Gesetzentwurf betreffend die Arbeitslosenversicherung wird vom Landtag zur Überarbeitung an die Regierung zurückgewiesen LI LA LTP 1930/116
07.07.1930 Der Landtag stimmt dem Bau des Binnenkanals zu LI LA LTP 1930/132
09.07.1930 Der Landtag verabschiedet einstimmig ein Pressegesetz LI LA LTP 1930/143
10.09.1930 Der Landtag beschliesst die Ablösung eines Wechsels im Rahmen des Sparkassaskandals LI LA LTP 1930/152
28.11.1930 Der Landtag debattiert über die Statuten des Postmuseums, insbesondere über die Bestellung von Hermann E. Sieger zum Kurator LI LA LTP 1930/248
28.11.1930 Der Landtag stimmt dem präzisierten Projekt zum Bau des Binnenkanals zu LI LA LTP 1930/255 (b)
29.12.1930 Der Landtag befasst sich mit den Kosten der liechtensteinischen Gesandtschaft in Bern LI LA LTP 1930/283
31.12.1930 Regierungschef Josef Hoop ersucht Fürst Franz I. von Liechtenstein um die Wahlbestätigung für den Präsidenten und den Vizepräsidenten des Staatsgerichtshofes LI LA RE 1930/8437
19.02.1931 Der Landtag debattiert über den Nachlass der Zollgebühren, Grundbuchstaxen und Gründungsgebühren bei der Textil AG in Eschen LI LA LTP 1931/011
03.08.1931 Der Landtag bewilligt einen Kredit zur Schaffung einer Bauernberatungsstelle beim Bauernverein LI LA LTP 1931/140
03.08.1931 Der Gesetzentwurf betreffend die Arbeitslosenversicherung wird vom Landtag in erster Lesung behandelt LI LA LTP 1931/156
21.09.1931 Die Regierung fordert die Akteure im Gesellschaftsgeschäft auf, jegliche Werbung im Ausland zu unterlassen LI LA RF 122/045/003
1932 Geschäftsträger Emil Beck berichtet über die Tätigkeit der liechtensteinischen Gesandtschaft in Bern LI LA RF 130/202/001
03.02.1932 Der Landtag präzisiert seinen Beschluss vom 20. Januar 1932 betreffend den der Volksabstimmung anheimgestellten Landtagswahlmodus LI LA LTP 1932/036
17.02.1932 Der Landtag behandelt die Gesetzentwürfe betreffend die Abänderung des Landtagswahlmodus in erster Lesung LI LA LTP 1932/041
18.02.1932 Der Landtag behandelt die Gesetzentwürfe betreffend die Abänderung des Landtagswahlmodus in zweiter und dritter Lesung LI LA LTP 1932/042
08.07.1938 Hans Luzius von Gugelberg setzt sich dafür ein, dass Liechtenstein an der Schweizerischen Landesausstellung teilnehmen darf LI LA RF 179/009/002/007
09.09.1938 Emil Schoch warnt vor einem Liquiditätsengpass bei der Sparkasse LI LA RF 185/101/007-010
29.12.1938 Der Staatsgerichtshof als Verwaltungsgerichtshof weist die Beschwerde eines Triesenbergers wegen Versagung des politischen Ehekonsenses durch die Regierung ab LI LA RF 179/098/020
18.02.1943 Die Vertreter der Regierungsparteien ersuchen Fürst Franz Josef II. um die Erlassung einer Notverordnung zur Verlängerung der Landtagsperiode LI LA RF 218/336/001
03.05.1944 Die Regierung untersagt die Werbung im Ausland für die Gründung und Vertretung von liechtensteinischen Holdingesellschaften LI LA RF 244/460 (c)