Rheinberger schickt seinen beiden Nichten 100 Mark als Zuzahlung an ihre Kur


Bad Kreuth 7.8.96

Liebe Olga und Emma!

Ich war sehr verwundert, Euch in Andelsbuch zu finden, halte es aber für vernünftig, dass Ihr Beide unter ärztlicher Aufsicht „kneippt“. Als weiteres medizinisches Mittel lege ich Euch 100 M. bei, damit Ihr Euch nichts abgehen lasst. Hier ist das Wetter abscheulich. Ille's kommen erst Morgen. Die ersten 14 Tage war ich mit Bever zusammen; er ist aber wieder abgereist. Meine Schlaflosigkeit hält leider an. Zu Hause sei alles in Ordnung, d.h. natürlich noch immer das Haus voll Handwerksleute. Seit 8 Tagen haben wir fast ununterbrochen Nebel und Regen. Nun wünsche ich Euch beiden gute Kur und guten Humor und Du, mein lieber Olgus, schreibe bald

Deinem Onkel
J. Rheinberger.

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