Beschreibung der Marken (Grenzen) des Grossstegs.


Insert in: 26.2.1652, Vaduz
„Thoma Hiltin der Zeit Landammann der Graffschafft Vadutz, Adam Krantz vnd Adam Walser, beede alte Landammänner, Andreas Conrad, Stephan Hopp, vnd Georg Wolf alle drey Gerichts Leuthe, Jtem Sebastian Taanner, Seckelmeister, Caspar Mayer, Theiss Frickh, Anthoni Maurer, vnd Andreas Straub Geschworne, Alls der Zeith Vorgesetzte der Gemaind Schan vnd Vadutz“ beurkunden, dass sie im Einverständnis mit dem Grafen und „ganzer Ehrsamer Gemaindt“ „... Jnsonderheit aber, damit Wir vnss vnd vnsere Gemaindt, auss denen durch die Langgewehrte Schwedische vnd andere gleichsamb vnerträgliche Kriegs Trangsalen gemachten grossen Schuldenlast, wider vmb etwas heraus schwingen mögen“ das „Erblehen sambt der Schneeflucht auch alle derselben Rechten vnd Gerechtigkheiten, Ein- und Zuegehörden zum grossen Steeg hinder dem Kulmen Gelegen“ zu kaufen gegeben haben „den Ehrsamen vnd Beschaidenen Gemaindtsleuthen am Trissnerberg in der Alp Malbun, Nämlich Bartle Beckhen allss Beystand, vnd Hans Hülbin, beeden Gerichtsleuthen, Hannss Vlrich Bekhen, Hans Eberlin, Christian Bekhen, Hannss Ospelten, vnd Bastian Schedlern allen Geschwornen, alls der zeit Vorgesezten am Trisnerberg“. Die Marken des Gross-Steges werden so beschrieben: „Alls nämlichen stehet vermög allten Erblehenbrieffs de Anno dreyzehenhundert vnd fünff und fünffzig (welcher ihnen Bergleuthen auch hiemit originaliter zuhanden gestellt worden), die erste Markh in Malbun am Zaunegg in Vaduzer Nachtsess, von dannen dem Zaun nach hinauf in den Vaduzer Stofel vnd von dar hinauff wert vff die Eggen, allss der Zaun durch die Egg hinauff geht, von dannen den drey Markstainen nach hinauff biss in den höchsten Grath, von obbesagter ersten Markh in Malbun am Zauegg in Vaduzer Nachtsäss an vber die Haarloben hinab in den ersten Markhstain, auch vermög eines Spruchbrieffs vnderm Dato den zwainzigisten Monaths Septembris, dess fünff zehenhundert Neun vnd achtzigisten Jahrs“. Auch dieser Brief mit einem genaueren Markenbeschrieb wird den Käuffern am Triesenberg übergeben. Der Kauf Schilling betrug 760 Gulden Reichswährung, was 886 Gulden und 40 Kreuzer Churer Währung ausmachte. Der Käufer lieferte die Summe an Rudolf von Salis den Älteren in Zizers ab, von dem die Verkäufer das Schwedengeld mit 6% aufgenommen hatten. Es siegeln in Vaduz die drei genannten Landammänner und Graf Franz Wilhelm von Hohenems am 26. Februar 1652.

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Original: Gemeindearchiv Triesenberg Nr. 6.