Vogt Ulrich von Matsch der Ältere, Graf zu Kirchberg, schreibt an Ekhart von Vilanders, den Marschall Herzog Friedrichs von Österreich, und an dessen Bruder Georg, es sei bekannt, dass wegen der Streitigkeiten, die zwischen Bischof Hartmann von Chur und dem Kapitel und Gotteshaus von Chur einerseits und seinem Vetter und ihm andererseits bestanden, Friede bis zum kommenden Georgentag bestehe, den Herzog Friedrich um ein Jahr verlängert habe. Da aber Diethegan von Marmels, Pfleger auf Fürstenburg, eine Einwendung gemacht habe, dass der Friede nicht länger bestehen könne und weil Ulrich und seine Vettern in allen bisherigen Vereinbarungen nie zu ihrem väterlichen Erbe kommen konnten und der Bischof, das Kapitel und das Gotteshaus zu Chur ihm sein väterliches Erbe mit Gewalt genommen hatten, so mahnt er sie gemäss dem Bundesbrief, sich am kommenden Georgentag bei ihm einzufinden und ihm zu helfen, das geraubte väterliche Erbe wieder zu gewinnen.


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Original im Landesregierungsarchiv Innsbruck I, n. 9679.