Dankesbrief von Franz Haberl für die Bearbeitung eines Stückes von Rheinberger.


Regensburg, 26.3.1889.

Sehr geehrter Herr Professor!

Meinen herzlichsten, besten Dank für die rasche und so gelungene Harmonisierung der Viadana‘schen Kleinigkeiten. Sie haben dadurch den kleineren Chören eine hochmusikal. und treffliche Gabe gespendet.

Was kann und soll ich nun entgegen thun? Die Sätze werden erst im Aug. oder Sept. als Beilagen zur Mus. sacra erscheinen, da Witt das Material für die ersten 7 Stimmen bereits in die Presse gegeben hatte.

Mein Plan ist nun, diese 4 Kompositionen nebst anderen leichten 4-stimm. Sätzen Viadana's in No. 8-12 als Beilagen drucken zu lassen und dann einen separaten Faszikel daraus zu bilden, der als 6. Heft meines "Repertorium mus. sacrae" einzeln verkäuflich ist. Begnügen sich nun Ew. Hochwohlg. mit Freiexemplaren und wie viele wünschen Sie, oder ziehen Sie vor, die Hälfte des für den Separatabdruck vom Verleger zu zahlenden Honorars anzunehmen? Ich bitte Sie über diesen Punkt ganz frei und offen sich bei Gelegenheit auszusprechen.

Mit der Bitte, mich Ihrer Frau Gemahlin gütigst empfehlen zu wollen und der Versicherung meines innigsten Dankes und vorzüglicher Hochachtung

zeichnet

Ew. Hochwohlg.

Ergebenster

Fr.X. Haberl.

______________