Nipp Eugen, Prof. Dr. phil., Landtagsabgeordneter, Lehrer, Redaktor, Sprachforscher

* 1.8.1886 in Balzers, † 20.6.1960 in Vaduz, Bürger von Balzers. Sohn von Anna Maria Nipp. ∞ 1915 Johanna Hedwig Hilger, fünf Kinder. 1901–1907 Gymnasium in Schwyz (SZ), Studium der Romanistik in Wien und Freiburg i.Üe. (1911 Dr. phil.). 1913 Lehrerpatent für Realgymnasien in Französisch, 1914 für Latein, Griechisch, Deutsch und Archäologie an der Uni Wien. 1913–1952 Lehrer an der Landesschule Vaduz und 1920–1952 deren Direktor. 1918 Mitbegründer der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP). 1918–1921 Redaktor des „Liechtensteiner Volksblatts“ 1920–1922 vom Fürsten ernannter Landtagsabgeordneter. 1921 Mitglied der Verfassungskommission. 1930–1956 Richter am Obersten Gerichtshof. 1956–1960 Verwaltungsrat der VP Bank. Vorstandsmitglied des Pressevereins „Liechtensteiner Volksblatt“. 1922–1955 Vorstandsmitglied des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein. 1919 Verleihung des Titels „Professor“ durch Fürst Johann II.

Lit.: HLFL


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15.09.1916 Landesverweser Leopold von Imhof versucht, Frankreich von der Neutralität Liechtensteins zu überzeugen LI LA SF 13/1916/3342 ad 31
15.02.1918 Das "Liechtensteiner Volksblatt" lehnt die Bildung von Parteien für die Landtagswahl im März 1918 ab L.Vo., Nr. 7, 15.2.1918, S. 1-2
02.03.1918 Die „Oberrheinischen Nachrichten“ üben Kritik am Programm des „Liechtensteiner Volksblattes“ für die Landtagswahl vom März 1918 O.N., Nr. 9, 2.3.1918, S. 1
31.05.1918 Das „Liechtensteiner Volksblatt“ betont, dass der Lehrplan der Landesschule Vaduz besonders auf die Berufspraxis ausgerichtet sein müsse (1) L.Vo., Nr. 22, 31.5.1918, S. 1
12.11.1918 Der Landtag und der provisorische Vollzugsausschuss gratulieren Fürst Johann II. zum 60jährigen Regierungsjubiläum LI LA LTA 1918/S04/2
15.11.1918 Eugen Nipp, Redaktor des "Liechtensteiner Volksblatts", bezeichnet in einem Kommentar die Vorgänge an der Landtagssitzung vom 7. November 1918 als "Staatsstreich" und "Verfassungsbruch" und erhebt schwere Vorwürfe gegen Landesverweser Leopold von Imhof wegen seines Rücktritts L.Vo., Nr. 46, 15.11.1918, S. 2
18.11.1918 Der ehemalige Landesverweser Leopold von Imhof informiert Fürst Johann II., dass Martin Ritter gedroht habe, den fürstlichen Domänenbesitz in Liechtenstein zum Landesvermögen zu erklären LI LA V 003/1198
12.12.1918 Die Regierung ersucht Frankreich, der Schweiz die Versorgung Liechtensteins mit Lebensmitteln zu gestatten LI LA SF 13/1918/5294 ad 1
03.06.1919 Johann Baptist Büchel wird als Zeuge über die Ereignisse des Novembers 1918 vernommen LI LA J 007/S 046/047/17
03.06.1919 Friedrich Walser wird als Zeuge über die Ereignisse des Novembers 1918 vernommen LI LA J 007/S 046/047/14
07.06.1919 Prinz Eduard spricht sich gegenüber Fürst Johann II. gegen die Ernennung eines Anhängers der Volkspartei zum fürstlichen Abgeordneten sowie gegen die Reduzierung der vom Fürsten zu ernennenden Landtagsabgeordneten aus (Fragment 1) LI LA V 003/0843
07.06.1919 Prinz Eduard spricht sich gegenüber Fürst Johann II. gegen die Ernennung eines Anhängers der Volkspartei zum fürstlichen Abgeordneten sowie gegen die Reduzierung der vom Fürsten zu ernennenden Landtagsabgeordneten aus (Fragment 2) LI LA SF 01/1919/o.Nr.
07.06.1919 Peter Büchel wird als Zeuge über die Ereignisse des Novembers 1918 vernommen LI LA J 007/S 046/047/18
09.07.1919 Die Oberrheinischen Nachrichten berichten in polemischer Weise über eine öffentliche Vortragsreihe in den Gemeinden, in der Kaplan Alfons Büchel die Volkspartei und Dr. Wilhelm Beck angriff O.N. 9.7.1919, S. 1.
13.09.1919 Wilhelm Beck wird als Zeuge über die Ereignisse des Novembers 1918 vernommen LI LA J 007/S 046/047/33
17.12.1919 Franz Xaver Beck berichtet über die Hauptversammlung des „Liechtensteinischen Bauernbundes“ O.N., Nr. 96, 17.12.1919, S. 1-2
vor dem 12.2.1920 Eugen Nipp unterbreitet Fürst Johann II. Wünsche betreffend die Einführung der Frankenwährung, die Gewährung einer Schenkung und eines Darlehens, die Verfassungsrevision, die Einführung des Proporzwahlrechts sowie die Schuldentilgung beim "Liechtensteiner Volksblatt" LI LA V 003/0529
März 1920 Ein internationales Konsortium unterbreitet der Regierung ein Exposé zur Gründung einer Bank und verspricht einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. LI LA RE 1920/505 (März 1920).
März 1920 Ein internationales Konsortium Aufgrund unterbreitet nach einer Besprechung mit führenden liechtensteinischen Politikern der Regierung Vorschläge für die Durchführung der Währungsreform bzw. zur Schaffung einer neuen Bank mit einer gesonderten Notenabteilung LI LA RE 1920/505, März 1920.
03.03.1920 Eduard von Liechtenstein informiert die Regierung über die Ergebnisse seiner Erkundigungen über die Bewerber für eine Bankenkonzession LI LA RE 1920/1097 ad 505
06.04.1920 Prinz Eduard führt in Vaduz Sondierungsgespräche hinsichtlich der Bestellung von Josef Peer zum Landesverweser LI LA SF 01/1920/062
07.04.1920 Die „Oberrheinischen Nachrichten“ wenden sich gegen die Bestellung eines Ausländers, namentlich von Josef Peer, zum Landesverweser O.N., Nr. 28, 7.4.1920, S. 1
10.04.1920 Das „Liechtensteiner Volksblatt“ streicht die Eignung von Josef Peer für das Amt des Landesverwesers heraus L.Vo., Nr. 29, 10.4.1920, S. 1
14.04.1920 Die „Oberrheinischen Nachrichten“ verwahren sich erneut gegen die beabsichtigte Bestellung eines Ausländers zum Landesverweser ("Regierungsvorsitzenden") O.N., Nr. 30, 14.4.1920, S. 1
17.04.1920 Das „Liechtensteiner Volksblatt“ weist die Vorwürfe der „Oberrheinischen Nachrichten“ in der Peer- bzw. Landesverweserfrage zurück L.Vo., Nr. 31, 17.4.1920, S. 1-2
18.04.1920 Die Christlich-soziale Volkspartei protestiert gegen die Bestellung eines Ausländers zum Landesverweser LI LA SF 01/1920/072
27.04.1920 Fürst Johann II. lehnt die Eingaben der Christlich-sozialen Volkspartei in der Peer- bzw. Landesverweserfrage als verfassungswidrig ab LI LA SF 01/1920/074
25.4./28.4.1920 Die Anhänger der Fortschrittlichen Bürgerpartei verabschieden in Eschen eine Resolution in der Peerfrage L.Vo., Nr. 34, 28.4.1920, S. 1
28.04.1920 Die „Oberrheinischen Nachrichten“ spielen die Eschner Versammlung der Fortschrittlichen Bürgerpartei in der Peerfrage herunter O.N., Nr. 34, 28.4.1920, S. 1-2
01.05.1920 Das „Liechtensteiner Volksblatt“ weist die Berichterstattung in den „Oberrheinischen Nachrichten“ über die Eschner Versammlung als unwahr zurück und veröffentlicht die Rede des Landtagsabgeordneten Peter Büchel L.Vo., Nr. 35, 1.5.1920, S. 1-2
05.05.1920 Die Anhänger der Fortschrittlichen Bürgerpartei verabschieden in Vaduz neuerlich eine Resolution in der Peer- bzw. Landesverweserfrage L.Vo., Nr. 36, 5.5.1920, S. 1
11.05.1920 Regierungssekretär Josef Ospelt berichtet Prinz Eduard über die Volksparteiversammlung vom 9.5.1920 in der Peerfrage LI LA V 003/1193
22.05.1920 Der Landtag kommt den streikenden Postangestellten teilweise entgegen LI LA LTP 22.5.1922, S. 6-10.
22.05.1920 Die auf Wunsch des Fürsten Johann II. modifizierte Regierungsvorlage zur Novellierung des Staatsbürgerschaftsgesetzes von 1864 wird vom Landtag mit geringfügigen Änderungen einstimmig verabschiedet LI LA LTA 1920/S04
04.08.1920 Wilhelm Beck rechtfertigt seine Haltung in der Verfassungsfrage und verteidigt sich gegen den Vorwurf, er sei Republikaner (1) O.N., Nr. 62, 4.8.1920, S. 1f.
18.09.1920 Fürst Johann II. informiert über die Audienzen, die er während der "Schlossverhandlungen" Delegationen beider Parteien gewährte und teilt die Bestellung von Josef Peer zum neuen Regierungschef mit, der die Mitteilung bereits gegenzeichnet L.Vo., Nr. 75, 18.9.1920, S. 1
08.11.1920 Eduard von Liechtenstein informiert Regierungschef Josef Peer über Hans Barth, der dank Hochstapelei einen Diplomatenpass erhalten hat LI LA SF 01/1920/161.
13.11.1920 Landesverweser Josef Peer spricht sich entschieden gegen die Einbürgerung des Wiener Industriellen Salomon Manfred Singer aus und warnt vor der Durchdringung Liechtensteins durch die jüdische Rasse LI LA SF 01/1920/160
24.11.1920 Protokoll der konstituierenden Generalversammlung der Bank in Liechtenstein LI LA RE 1920/505
nach dem 18.3.1921 Die Verfassungskommission empfiehlt dem Landtag die Annahme der von Regierungschef Josef Peer ausgearbeiteten Verfassungsvorlage mit einigen Abänderungsvorschlägen LI LA LTA 1921/L03
23.05.1921 Bericht der vom Landtag eingesetzten Kommission zur Untersuchung der Tätigkeit der Briefmarkenverschleissstelle LI LA SF 3/1921/2281.
02.08.1921 Prinz Franz berichtet über die Konferenz mit dem Churer Bischof Georg Schmid von Grüneck sowie über die Besprechung mit Landtagsabgeordneten in der Verfassungsfrage LI LA SF 01/1921/125
24.08.1921 Der Landtag stimmt der neuen Verfassung einstimmig zu LI LA LTA 1921/S04/2
27.08.1921 Regierungschef Josef Ospelt informiert Landesvikar Johann Baptist Büchel über die Beschlüsse des Landtags zu den die Verfassungsrevision betreffenden Forderungen des Churer Bischofs Georg Schmid von Grüneck LI LA SF 01/1921/ad 141
19.10.1921 Der Landtag verabschiedet nach kontroverser Debatte das neue Jagdgesetz LI LA LTA 1921/S04/2
10.12.1921 Die Abgeordneten Gustav Schädler und Franz Xaver Gassner legen ihren Bericht "Briefmarkenskandal im Fürstentum Liechtenstein" vor, der auf Anregung der Veranstalter der Briefmarken-Demonstration vom 26.2.1921 gedruckt und mit einer Chronologie ergänzt wurde LI LA AFRh S 3/98
11.01.1922 Der Liechtensteinische Arbeiterverband und drei Politiker aus beiden Parteien richten Forderungen zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit an die Regierung LI LA RE 1922/0168 ad 0013
28.10.1922 Der Schützenverein Vaduz feiert sein 40jähriges Bestehen L.Vo., Nr. 86, 28.10.1922, S. 2
o.D. (zu 11.6.1923) Die Regierung rechtfertigt ihr Vorgehen bei der Aufhebung der Gesandtschaft in Wien LI LA RE 1923/ad 50
09.01.1926 Die Liechtensteiner Nachrichten verteidigen Dr. Wilhelm vor dem Vorwurf, nicht auf katholischem Boden zu politisieren L.N. 9.1.1926, S. 6.