Hampe Hermann von, Edler, Dr. iur., fürstl. Hofkanzleibeamter

* 11.2.1837 in Wien, † 11.5.1922 in Klosterneuburg-Weidling (Niederösterreich). Studium der Rechtswissenschaften. 1868 Hof- und Gerichtsadvokat. 1867 Eintritt in den fürstlichen Dienst, ab 1892 Leiter der Hofkanzlei. 1896 fürstlicher Hofrat, 1899 kaiserliche Nobilitierung. Ritter des Leopold-Ordens und des Ordens der eisernen Krone.

Literatur: HLFL


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24.10.1880 Österreich-Ungarn unterstellt Fürst Johann II. der obersthofmarschallamtlichen Jurisdiktion und übernimmt im Ausland den diplomatischen Schutz der liechtensteinischen Staatsangehörigen LI LA RE 1919/6087 ad 0589
14.11.1900 Fürst Johann II. von Liechtenstein wünscht über österreichisch-ungarische Vermittlung eine Klarstellung von Berlin, wonach zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und Preussen bzw. dem Deutschen Reich sowie zwischen den Häusern Liechtenstein und Hohenzollern friedliche und freundschaftliche Beziehungen bestehen AT ÖStA, HHStA, Ministerium des Äussern, Administrative Registratur F2, Fremde Souveraine, Staaten, Karton 53, Liechtenstein (LI LA SgK 017)
29.11.1900 Der Staatssekretär im deutschen Auswärtigen Amt Oswald von Richthofen konstatiert, dass die Beziehungen zwischen Liechtenstein und Preussen "die besten und freundschaftlichsten seien" AT ÖStA, HHStA, Ministerium des Äussern, Administrative Registratur F2, Fremde Souveraine, Staaten, Karton 53, Liechtenstein (LI LA SgK 017)
08.01.1903 Fürst Johann II. bewilligt die Eheschliessung von Prinz Alois und Erzherzogin Elisabeth Amalie unter Verzicht auf die Erteilung des politischen Ehekonsenses durch die liechtensteinische Regierung LI LA SF 01/1903/02
05.03.1906 Hermann von Hampe, Leiter der Hofkanzlei, informiert Landesverweser Karl von In der Maur über den Abschluss der Verhandlungen zum Handelsvertrag zwischen Österreich-Ungarn und der Schweiz LI LA RE 1906/0442 ad 425
14.07.1907 Landesverweser Karl von In der Maur ersucht um Intervention der k.u.k. Gesandtschaft in Bern für die Konzessionierung einer Schmalspurbahn von Landquart über Ragaz zur liechtensteinischen Landesgrenze LI LA SF 02/1907/1266 ad 0327
13.11.1908 Das Liechtensteiner Volksblatt berichtet über den Empfang einer Delegation durch den Fürsten Johann II. anlässlich dessen 50. Regierungsjubiläums L.Vo. 13.11.1908, S.
19.04.1909 Das fürstliche Appellationsgericht stützt die Verurteilung von Xaver Beck aus Triesenberg wegen Wildfrevels und verbotenen Waffentragens LI LA J 007/S 028/111
02.06.1911 Liechtenstein besteht gegenüber Österreich auf dem Recht, eigene Briefmarken auszugeben LI LA SF 03/1911/17/1302 ad 65
26.06.1911 Landesverweser Karl von In der Maur informiert Fürst Johann II. über die Resultate der Verhandlungen mit Österreich über einen Postvertrag LI LA SF 03/1911/17/1403 ad 65
06.11.1911 Die zivilprozessualen Gesetzentwürfe werden im fürstlichen Appellationsgericht in Wien beraten LI LA RE 1911/2923 ad 1390
vor dem 11.12.1911 Albert Schädler erstattet dem Landtag einen vorläufigen Bericht zu den zivilprozessualen Gesetzentwürfen LI LA RE 1911/2923 ad 1390
vor dem 14.11.1912 Die "Siebnerkommission" empfiehlt dem Landtag die Annahme der zivilprozessualen Gesetzentwürfe mit einigen Änderungen LI LA RE 1912/0114
10.10.1913 Der Liechtensteinische landwirtschaftliche Verein ersucht die Regierung, beim Landtag eine Notstandsvorlage zur Linderung der drohenden Viehfutternot einzubringen L.Vo., Nr. 41, 10.10.1913; S. 1-2
21.11.1913 Landesverweser Karl von In der Maur erörtert mit den Ortsvorstehern Massnahmen zur Bekämpfung des drohenden Mangels an Viehfutter L.Vo., Nr. 47, 21.11.1913, S. 1
16.12.1913 Regierungssekretär Josef Ospelt informiert Hermann von Hampe, Leiter der Hofkanzlei, über den Tod und die Beisetzung von Landesverweser Karl von In der Maur LI LA SF 01/1913/077
12.02.1914 Regierungssekretär Josef Ospelt berichtet der fürstlichen Hofkanzlei über die laufende Notstandsaktion für die Landwirtschaft LI LA RE 1914/0446 ad 0075/0354
09.03.1914 Regierungssekretär Josef Ospelt erstattet der fürstlichen Hofkanzlei Bericht über die Ordensniederlassungen in Liechtenstein LI LA RE 1914/0711
02.04.1914 Die Hofkanzlei teilt dem Landesausschuss mit, dass Johann II. Leopold von Imhof zum neuen Landesverweser berufen hat LI LA LTA 1914/S20
14.09.1914 Das britische Aussenministerium erkundigt sich nach Liechtensteins Stellung im Krieg LI LA V 003/0040/1
17.09.1914 Hofkanzlei und Regierung schlagen dem Fürsten vor, auf eine Anfrage Grossbritanniens zu antworten, dass Liechtenstein im Krieg neutral bleiben werde LI LA V 003/0040/1
25.09.1914 Österreich teilt den Vereinigten Staaten mit, dass sich Liechtenstein im Krieg als neutral betrachte LI LA V 003/0040/1
28.11.1914 Das k.k. Justizministerium beurlaubt den österreichischen Auskultanten Julius Thurnher auf unbestimmte Zeit zwecks richterlicher Betätigung am F.L. Landgericht in Vaduz LI LA SF 01/1914/095
29.05.1915 Landesverweser Leopold von Imhof lehnt eine diplomatische Intervention zugunsten des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der als österreichischer Offizier in russische Kriegsgefangenschaft geraten ist, als neutralitätspolitisch bedenklich ab LI LA SF 01/1915/20
02.06.1915 Nach Einschätzung der fürstlichen Hofkanzlei kommt eine diplomatische Intervention der USA zwecks Freilassung des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der sich als österreichischer Offizier in russischer Kriegsgefangenschaft befindet, nicht in Betracht LI LA SF 01/1915/21
15.06.1915 Der österreichische Staatsangehörige und stellvertretende F.L. Landrichter Julius Thurnher wird vom k.k. Ministerium für Landesverteidigung auf unbestimmte Zeit vom Landsturmdienst enthoben LI LA SF 01/1915/ad 24
24.06.1915 Leopold von Imhof, österreichischer Staatsangehöriger und liechtensteinischer Landesverweser, meldet sich als k.k. Landsturmpflichtiger zur Musterung an LI LA SF 01/1915/26
06.11.1915 Hermann von Hampe, Leiter der Hofkanzlei, bittet Landesverweser Leopold von Imhof, das Verbot der Vieh- und Fleischausfuhr nach Österreich aufzuheben LI LA SF 13/1915/3851 ad 304
10.01.1916 Die fürstliche Hofkanzlei erachtet sich für das österreichische Auslieferungsersuchen betreffend den Deserteur Josef Sigismund Lorenzi als unzuständig LI LA RE 1916/207
19.01.1916 Landesverweser Leopold von Imhof ersucht das österreichische Finanzministerium um die Bewilligung von Holzausfuhren aus Liechtenstein in die Schweiz, um im Gegenzug die Lebensmittelversorgung des Fürstentums zu gewährleisten LI LA RE 1916/0274
23.01.1916 Landesverweser Imhof ersucht die fürstliche Hofkanzlei um Intervention beim österreichischen Finanzministerium zwecks Erleichterung der Holzausfuhr in die Schweiz LI LA RE 1916/0341 ad 0274
07.02.1916 Landesverweser Leopold von Imhof erhält von Schweizer Bundesräten mündliche Zusagen für die Lieferung von Weizen und anderen Lebensmitteln LI LA SF 13/1916/0567 ad 0031
16.02.1916 Die französische Regierung betrachtet Liechtenstein hinsichtlich des Handelsverkehrs als feindliches Territorium LI LA SF 13/1916/0961 ad 0031
04.03.1916 Landesverweser Imhof drückt die Erwartung aus, dass Frankreich trotz Skepsis in Bezug auf die liechtensteinische Neutralität der Lebensmittelversorgung aus der Schweiz keine Hindernisse in den Weg lege LI LA V 003/0040/3
28.09.1916 Landesverweser Leopold von Imhof bittet Fürst Johann II. zu Gunsten von August Schädler, dem in Österreich wegen Majestätsbeleidigung die Todesstrafe droht, zu intervenieren LI LA SF 01/1916/46
01.10.1916 Kaiser Franz Joseph teilt Fürst Johann II. mit, dass August Schädler begnadigt wurde LI LA SF 01/1916/ad 48a
25.05.1917 Die liechtensteinische Regierung rechtfertigt die Rückversetzung des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der sich seit März 1915 in russischer Kriegsgefangenschaft befindet, in den österreichischen Justizdienst L.Vo., Nr. 21, 25.5.1917, S. 1-2
20.08.1917 Die liechtensteinische Regierung sichert die Rückstellung von flüchtigen Internierten an die Schweiz zu LI LA RE 1917/3394
28.02.1918 Landesverweser Leopold von Imhof erkundigt sich über die diplomatische Vertretung Liechtensteins im Ausland und lehnt eine dauernde Vertretung durch die Schweiz ab LI LA V 003/0044
19.04.1918 Der Schweizer Bundesrat interveniert bei der k.u.k. Gesandtschaft wegen der Rückstellung des in der Schweiz hospitalisierten Deutschen Wilhelm Russ aus Liechtenstein LI LA RE 1918/1959 ad 0392
13.05.1918 Landesverweser Imhof informiert die fürstliche Hofkanzlei, dass sich der vormals in der Schweiz hospitalisierte Deutsche Wilhelm Russ der Rückstellung durch Flucht entzogen hat LI LA RE 1918/2093 ad 0392
19.11.1918 Martin Ritter versucht, von Fürst Johann II. die Anerkennung des Vollzugsausschusses zu erlangen LI LA SF 01/1918/50
06.03.1919 Prinz Eduard erteilt Emil Beck Instruktionen für die angestrebte Teilnahme Liechtensteins an der Pariser Friedenskonferenz, insbesondere hinsichtlich der Sequestration fürstlicher Besitzungen in der Tschechoslowakei LI LA V 002/0170/05
26.04.1919 Die fürstliche Hofkanzlei ersucht die Regierung um die Ausarbeitung von Einreise- bzw. Aufenthaltsbeschränkungen für Liechtenstein LI LA RE 1919/2161
26.04.1919 Die Hofkanzlei ersucht die Regierung, Prinz Eduard, den designierten Liechtensteiner Gesandten in Wien, und seine Familie in das liechtensteinische Staatsbürgerrecht aufzunehmen LI LA SF 01/1919/017
26.04.1919 Die Hofkanzlei fragt an, ob die österreichische Regierung mit der Errichtung einer liechtensteinischen Gesandtschaft in Wien einverstanden ist LI LA SF 01/1919/ad 17
07.06.1919 Prinz Eduard spricht sich gegenüber Fürst Johann II. gegen die Ernennung eines Anhängers der Volkspartei zum fürstlichen Abgeordneten sowie gegen die Reduzierung der vom Fürsten zu ernennenden Landtagsabgeordneten aus (Fragment 1) LI LA V 003/0843
28.08.1919 Das Gemeindegesetz von 1864 wird vom Landtag hinsichtlich der Staatsbürgerschaft der fürstlichen Agnaten authentisch ausgelegt LI LA LTA 1919/S04
18.09.1919 Alt-Landesverweser Leopold von Imhof verteidigt die Gehaltsreduktion für den in russischer Kriegsgefangenschaft befindlichen F.L. Landrichter Franz Josef Erne LI LA V 003/1332
21.09.1919 Prinz Eduard schlägt dem Fürsten vor, dass der liechtensteinische Gesandte in Wien als Leiter der Aussenpolitik sowie als Schaltstelle zwischen dem Fürsten und der Regierung in Vaduz fungieren soll LI LA V 003/1167