Kategorie «Immigration und Emigration» (74 Treffer)

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Verf. 1885, komp. 24.6.1896 Johann Baptist Büchel verfasst aus Anlass des Besuchs des Fürsten Johann II. das Gedicht "Der Liechtensteiner in der Fremde" ("An die Heimat"), das von Josef Gabriel Rheinberger vertont wird LI LA PA 5/212/5
1892 Ein nicht namentlich genannter Auswanderer gibt seiner Sehnsucht nach der Heimat in einem Gedicht Ausdruck L.Vo. 12.8.1892, S. 1.
19./20.2.1901 Der Fabrikarbeiter Paul Ehrenbauer in Schaan wird mit seiner Familie wegen Armut in seine Heimat abgeschoben LI LA RE 1901/335.
12.10.1906 Das Liechtensteiner Volkblatt warnt vor Zigeunern L.Vo. 12.10.1906, S. 1
15.03.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (1. Folge: In der Eisenbahn von Buchs bis Diedenhofen (heute Thionville, Elsass-Lothringen) L.Vo. 15.3.1907, S. 1 f.
22.03.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (2. Folge: Luxemburg und Abfahrt in Antwerpen) L.Vo. 22.3.1907, S. 1 f.
29.03.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (3. Folge: Ankunft in Amerika und Zurückweisung in Ellis Island) L.Vo. 29.3.1907, S. 1 f.
05.04.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika (4. Folge: Behandlung durch die Einwanderungsbehörde in Ellis Island) L.Vo. 5.4.1907, S. 1 f.
12.04.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahre 1906 (5. Folge: Ablehnung der Rekurse gegen die Rückführung) L.Vo. 12.4.1907, S. 1 f.
19.04.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (6. Folge: Internierung in Ellis Eiland und Deportation) L.Vo. 19.4.1907, S. 1 f.
26.04.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1806 (7. Folge: Rückkehr nach Antwerpen, Zwischenaufenthalt in Basel) L.Vo. 26.4.1907, S. 1 f.
03.05.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahre 1906 (8. Folge: Paris, Le Havre und wieder auf die See) L.Vo. 3.5.1907, S. 1 f.
10.05.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (9. Folge: Ankunft in Kanada) L.Vo. 10.5.1907, S. 1 f.
17.05.1907 Elias Wille schildert seine Auswanderung nach Amerika im Jahr 1906 (10. Folge: illegale Einreise von Kanada in die USA) L.Vo. 17.5.1907, S. 1 f.
24.07.1910 Wilhelm Büchel ersucht die Regierung um die Konzessionierung einer Generalagentur für Auswanderung in Schaan LI LA RE 1910/1361
10.12.1910 Der Landtag empfiehlt der Regierung die Rückbürgerung von Liechtensteinern zu ermöglichen, die aus beruflichen Gründen das liechtensteinische Bürgerrecht aufgeben mussten und diskutiert die Grundsätze für die Einbürgerung von Ausländern in Liechtenstein LI LA LTP 1910, S. 50 (1910.12.10).
17.03.1911 Das Liechtensteiner Volksblatt berichtet von einem Erlass der k.k. Bezirkshauptmannschaft in Feldkirch, in dem die Eltern davor gewarnt werden, ihre Kinder als Schwabenkinder ins Ausland zu schicken, und unterstützt diesen Appell auch für Liechtenstein L.Vo. 17.3.1911, S. 2.
23.08.1914 Ein provisorisches Komitee ruft zur Gründung eines Liechtensteiner Vereins in St. Gallen auf, um sich in der Not solidarisch beizustehen Werdenberger & Obertoggenburger 1914, Nr. 106.
12.11.1914 Der liechtensteinische Staatsangehörige Franz Paul Fischer ruft die liechtensteinische Regierung um Beistand an, weil die französischen Behörden seine Immobilien in Saigon kriegsbedingt sequestriert haben LI LA RE 1914/3046 ad 2131
19.11.1914 Landesverweser Leopold von Imhof betont im Falle des Liechtensteiners Franz Paul Fischer, dessen Liegenschaften in Saigon sequestriert wurden, die Souveränität und Neutralität des Fürstentums Liechtenstein LI LA RE 1914/3046 ad 2131
28.11.1914 Das k.k. Justizministerium beurlaubt den österreichischen Auskultanten Julius Thurnher auf unbestimmte Zeit zwecks richterlicher Betätigung am F.L. Landgericht in Vaduz LI LA SF 01/1914/095
29.05.1915 Landesverweser Leopold von Imhof lehnt eine diplomatische Intervention zugunsten des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der als österreichischer Offizier in russische Kriegsgefangenschaft geraten ist, als neutralitätspolitisch bedenklich ab LI LA SF 01/1915/20
02.06.1915 Nach Einschätzung der fürstlichen Hofkanzlei kommt eine diplomatische Intervention der USA zwecks Freilassung des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der sich als österreichischer Offizier in russischer Kriegsgefangenschaft befindet, nicht in Betracht LI LA SF 01/1915/21
15.06.1915 Der österreichische Staatsangehörige und stellvertretende F.L. Landrichter Julius Thurnher wird vom k.k. Ministerium für Landesverteidigung auf unbestimmte Zeit vom Landsturmdienst enthoben LI LA SF 01/1915/ad 24
24.06.1915 Leopold von Imhof, österreichischer Staatsangehöriger und liechtensteinischer Landesverweser, meldet sich als k.k. Landsturmpflichtiger zur Musterung an LI LA SF 01/1915/26
04.08.1915 130 liechtensteinische Arbeiter in Österreich, die mit Waffengewalt zur Arbeit im Kriegsgebiete gezwungen werden, wenden sich mit der Bitte an die liechtensteinische Regierung, sich dafür einzusetzen, dass sie heimkehren können LI LA RE 1915/2796 ad 2745
16.10.1915 Ein Arbeiter beklagt sich über das Festhalten von ca. 80 liechtensteinischen Arbeitern durch das österreichische Militär in Südtirol O.N. 16.10.1915, S. 2 f.
28.09.1916 Landesverweser Leopold von Imhof bittet Fürst Johann II. zu Gunsten von August Schädler, dem in Österreich wegen Majestätsbeleidigung die Todesstrafe droht, zu intervenieren LI LA SF 01/1916/46
01.10.1916 Kaiser Franz Joseph teilt Fürst Johann II. mit, dass August Schädler begnadigt wurde LI LA SF 01/1916/ad 48a
21.10.1916 Landesverweser Leopold von Imhof informiert den Fürsten über die Hintergründe des Falles August Schädler LI LA SF 01/1916/53
25.05.1917 Die liechtensteinische Regierung rechtfertigt die Rückversetzung des F.L. Landrichters Franz Josef Erne, der sich seit März 1915 in russischer Kriegsgefangenschaft befindet, in den österreichischen Justizdienst L.Vo., Nr. 21, 25.5.1917, S. 1-2
09.02.1918 Die Auslandliechtensteiner verlangen die Übernahme der diplomatischen Vertretung Liechtensteins im Ausland durch die Schweiz O.N., Nr. 6, 9.2.1918, S. 1
23.03.1918 Gustav Matt moniert nochmals, dass die Regierung die Schweiz ersuchen solle, den konsularischen Schutz der Liechtensteiner im Ausland zu übernehmen O.N. 23.3.1918, Nr. 8
16.05.1918 Landesverweser Leopold von Imhof und die Ortsvorstehung Vaduz können dem Ersuchen des Wiener Malers Franz Paschinger, in den Sommermonaten Aufenthalt in Liechtenstein zu nehmen, angesichts der angespannten Lebensmittelsituation nicht entsprechen LI LA RE 1918/2091 ad 1960
06.08.1918 Der tschechische Refraktär Karl Hladil ersucht die Gemeinde Vaduz um die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung LI LA RE 1918/3729
14.08.1918 Die k.u.k. Grenzkontrollstelle Feldkirch legt der liechtensteinischen Regierung nahe, dem tschechischen Refraktär Karl Hladil, der unter Spionageverdacht steht, keine Niederlassungsbewilligung für das Fürstentum zu erteilen LI LA RE 1918/3559
6./8.11.1918 Landweibel Walser meldet, dass bei Kriegsende ausweislose Fremde ins Land kommen. Diese sind nach Weisung der Regierung abzuschieben LI LA RE 1918/4843
08.11.1918 Landweibel Gebhard Walser informiert die Regierung über den unerlaubten Grenzübertritt von zum Teil bewaffneten Italienern bei Kriegsende LI LA RE 1918/4880 ad 4843
08.01.1919 Der Liechtensteiner Verein St. Gallen ersucht den Landtag um die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Auslandliechtensteiner (Eingabe) LI LA LTA 1918/L3
15.01.1919 Der Liechtensteiner Verein St. Gallen fordert die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Auslandliechtensteiner (Pressebericht) L.Vo., Nr. 4, 15.1.1919, S. 1f.
07.05.1919 Ein Vaduzer beschwert sich, dass über die Einbürgerung von Prinz Eduard an einer Gemeindeversammlung ohne vorherige Information der Bürger abgestimmt wurde, und verlangt, dass die Adeligen in Liechtenstein keine Vorrechte haben dürfen O.N. 7.5.1919, S. 2
07.05.1919 Ein Vaduzer Gegner von Einbürgerungen meint, dass nur Bürger der betroffenen Gemeinde über Einbürgerungen abstimmen dürfen und warnt, dass Eingebürgerte der Gemeinde zur Last fallen könnten O.N. 7.5.1919, S. 2.
14.05.1919 Ein Vaduzer Bürger spricht sich für die Einbürgerung sämtlicher Mitglieder des Fürstenhauses aus, gleichzeitig möchte er das Gemeindegesetz so abändern, dass nur noch Gemeindebürger über die Einbürgerung von Ausländern abstimmen können L.Vo. 14.5.1919, S. 2.
26.06.1919 Die französischen Behörden weisen den liechtensteinischen Staatsangehörigen Max Mündle mit seiner Familie aus dem Elsass aus und sequestrieren dessen Liegenschaften LI LA RE 1919/2918 ad 1160
18.09.1919 Alt-Landesverweser Leopold von Imhof verteidigt die Gehaltsreduktion für den in russischer Kriegsgefangenschaft befindlichen F.L. Landrichter Franz Josef Erne LI LA V 003/1332
01.10.1919 Ein nicht genannter Politiker hält es souveränitätspolitisch für richtig, dass die Mitglieder des Fürstenhauses über eine authentische Interpretation des Gemeindegesetzes zu Landesbürgern erklärt werden und nicht über dessen Abänderung zu neuen Staatsbürgern werden L.Vo. 1.10.1919, S. 1.
o.D. (vor dem 11.10.1919) Gesetzentwurf zur Novellierung des Staatsbürgerschaftsgesetzes von 1864 LI LA LTA 1919/L01
29.10.1919 Ein Leserbriefschreiber spricht sich vehement gegen Einbürgungen und für die Schliessung der Grenzen aus, "damit draussen bleibt, was nicht liechtensteinisch denkt" L.Vo. 29.10.1919, S. 2.
01.12.1919 Der designierte liechtensteinische Generalkonsul für die Schweiz, Walter F. Probst, beklagt missbräuchliche Einbürgerungen in Liechtenstein, namentlich von Juden, Schiebern und Kriegsgewinnlern sowie von Deserteuren und Refraktären LI LA V 002/0050
12.02.1920 Fürst Johann II. lehnt die Sanktionierung des vom Landtag verabschiedeten Gesetzesbeschlusses zur Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechts von 1864 ab LI LA RE 1920/0768
22.05.1920 Die auf Wunsch des Fürsten Johann II. modifizierte Regierungsvorlage zur Novellierung des Staatsbürgerschaftsgesetzes von 1864 wird vom Landtag mit geringfügigen Änderungen einstimmig verabschiedet LI LA LTA 1920/S04
26.05.1920 Die Liechtensteiner in der Schweiz bilden eine Vereinigung und äussern sich kritisch zur Ernennung von Josef Peer zum neuen Landesverweser O.N. 26.5.1920, S. 1f.
01.09.1920 Kaspar Vogt und Lorenz Kindle als Vertreter der Auslandliechtensteiner werden von Fürst Johnn II. in einer Privataudienz empfangen und tragen ihm ihre Wünsche vor L.Vo. 1.9.1920, S. 2.
09.09.1920 Liechtensteiner Vereine in der Schweiz ersuchen Fürst Johann II. um die Errichtung einer liechtensteinischen Alters- und Invalidenkasse sowie um die Schaffung von Verdienstgelegenheiten im Lande Volksfreund Flawil 9.9.1920 (LI LA SgZs 1920).
13.11.1920 Landesverweser Josef Peer spricht sich entschieden gegen die Einbürgerung des Wiener Industriellen Salomon Manfred Singer aus und warnt vor der Durchdringung Liechtensteins durch die jüdische Rasse LI LA SF 01/1920/160
16.03.1921 Das Liechtensteiner Volksblatt warnt vor der Auswanderung L.Vo. 16.3.1921, S. 2
07.09.1921 Der österreichische Industrielle Salomon Manfred Singer stellt vor dem Hintergrund seines Einbürgerungsgesuches für Liechtenstein die Entrichtung einer pauschalierten jährlichen Einkommenssteuer von einer Million Kronen in Aussicht LI LA RE 1921/4094 ad 0876
24.02.1923 Ein nicht namentlich genannter Schreiber meint, dass die Liechtensteiner zur Auswanderung gezwungen seien und schlägt die Schaffung eines Auswanderungsvereins vor L.Vo. 24.2.1923, S. 1.
03.03.1923 Das Liechtensteiner Volksblatt weist auf die schlechten Erfahrungen von ausgewanderten Schweizern hin und warnt vor der Auswanderung nach Amerika L.Vo. 3.3.1923, S. 2.
10.03.1923 Die Regierung ruft alle Liechtensteiner auf, das Auftauchen fremder Vagabunden und Bettler sofort dem nächsten Polizeiposten zu melden und erinnert daran, dass die Beherbergung Fremder ohne Bewilligung durch den Ortsvorsteher streng bestraft wird L.Vo., Nr. 19, 10.3.1923, S. 4; O.N., Nr. 19, 10.3.1923, S. 4
28.03.1923 Ein Landesbürger spricht sich für die Einbürgerung von vermögenden Ausländern aus, wobei die Einbürgerungstaxen für Infrastrukturprojekte verwendet werden sollen O.N. 28.3.1923, S. 2.
28.03.1923 Kurt Weiss, der Mörder des Vaduzer Alt-Bürgermeisters Franz Josef Weiss, wird in Deutschland verhaftet und abgeurteilt O.N. 28.3.1923, S. 2.
25.04.1923 Franz und Guntram Fehr, Söhne von Wilhelm Fehr in Schaanwald, wandern nach Amerika aus O.N. 25.4.1923, S. 3.
23.06.1923 Eine Gruppe von acht jungen Amerika-Auswanderern wird in Mauren feierlich verabschiedet L.Vo. 23.6.1923, S. 2.
01.09.1923 Acht Liechtensteiner aus verschiedenen Gemeinden wandern in die USA bzw. nach Kanada und aus L.Vo. 1.9.1923, S. 2
24.11.1923 Ein nicht genannter Leser ruft die Leistungen der Eingebürgerten für die Gemeinden und die Allgemeinheit in Erinnerung L.Vo. 24.11.1923, S. 6.
12.01.1924 Ein Einsender verlangt in den Oberrheinischen Nachrichten ein Gesetz zum Schutz des einheimischen Arbeitsmarktes vor ausländischer Konkurrenz O.N. 12.1.1924, S. 1.
16.01.1924 Ein Einsender (wohl aus den Reihen der Volkspartei) beklagt sich, dass die Liechtensteinische Landesbank ihrer Verpflichtung zur bevorzugten Anstellung von Liechtensteinern nicht nachkomme O.N. 16.1.1924, S. 1.
26.01.1924 Ein Liechtensteiner in der Schweiz begrüsst die Schaffung einer Wirtschaftskammer und hofft, dass dank ihrer Tätigkeit bald Auslandliechtensteiner in der Heimat Arbeit finden O.N. 26.1.1924, S. 2.
15.07.1925 Die Volkszählung von 1921 ergibt, dass ein Drittel aller Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen im Ausland lebt, die Hälfte davon in der Schweiz Berner Nachrichten Thun 15.7.1925 (LI LA SgZs 1925)
22.01.1926 Die Neue Bündner Zeitung berichtet über die Praxis bei den Finanzeinbürgerunge in Liechtenstein Neue Bündner Zeitung 22.1.1926 (LI LA SgZs 1926).
3.6.1926/7.6.1926 Johann II. von Liechtenstein genehmigt den Antrag der Regierung auf Einbürgerung von Baron Emilio Sternberg de Armella mit Familie LI LA V 4/1926/4
02.06.1927 In Triesenberg werden drei Amerika-Auswanderer von der Gemeindevertretung und der Harmoniemusik feierlich verabschiedet L.N., Nr. 47, 2.6.1927, S. 1
28.12.1927 Das Liechtensteiner Volksblatt weist darauf hin, dass Liechtensteiner vor allem im Baugewerbe beträchtlichen Erfolg im Ausland hatten und Anerkennung fanden L.Vo. 28.12.1927, S. 6.