Kategorie «Österreichische Archive (Bd. 3)» (419 Treffer)

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11.6.1200, Esslingen König Philipp bestätigt dem Kloster St. Luzius in Chur den Besitz der Kirche in Bendern, die Rüdeger (Ruodger) von Limpach an Kaiser Heinrich VI. übergegeben hatte, und gestattet seinen Ministerialen, in das Kloster einzutreten und es zu beschenken. LUB I, Bd. 3, Nr. 134.
6.5.1208, Lateran Papst Innozenz III. nimmt das Kloster St. Luzi zu Chur in apostolischen Schutz, befiehlt, dass die Lebensweise nach der Regel von St. Augustin darin fortdauernd beobachtet werde, bestätigt die Besitzungen und Rechte des Klosters, darunter die Marienkirche zu Bendern mit von ihr abhängiger Kapelle, einen Hof zu Triesen und einen Hof zu Eschen. LUB I, Bd. 3, Nr. 135 (Auszug)
14.2.1214, Augsburg König Friedrich II. bestätigt dem Kloster St. Luzi den Besitz der Kirche Bendern, die laut vorgelegter Urkunde seines Vaters Heinrich vom Ritter Rüdeger von Limpach dem Kaiser übergeben und von diesem dem Kloster geschenkt worden war. LUB I, Bd. 4, Nr. 2
15.07.1215 Bischof Arnold von Chur inkorporiert dem Kloster St. Luzi in Chur die Kirche von Bendern. LUB I, Bd. 3, Nr. 136.
September 1218, Ulm Graf Hugo I. von Montfort übergibt mit König Friedrich und mit Zustimmung seiner Gemahlin und seiner Söhne dem Hospital St. Johann jenseits des Meeres die Kirche in seiner Stadt Feldkirch mit Gütern ausserhalb der Stadt, dazu die Kapelle im Tal St. Mariä mit dem Walde gegen den Arlberg unter der Bedingung, dass der Orden den armen Passwanderern Feuer, Wasser und Unterkunft darbietet und für den Gottesdienst sorgt. LUB I, Bd. 3, Nr. 1.
19.6.1221, Lateran Papst Honorius III. bestätigt dem Kloster St. Luzi den Besitz der Kirche Bendern. LUB I, Bd. 4, Nr. 3.
Zwischen 25.12.1224 und 24.12.1225 Ein Schiedsgericht erlässt auf Veranlassung Bischof Rudolfs von Chur einen Spruch im Streit zwischen dem Kloster St. Luzi und dem Pfarrer Burchard von Bendern über die Teilung des dortigen Kleinzehnts und der Einkünfte aus dem Pfarrwidum. LUB I, Bd. 3, Nr. 137.
Nach 12.3.1228 Graf Hugo von Montfort, der Stammvater des Hauses Montfort, stirbt am 12. März. LUB I, Bd. 3, Nr. 72.
11.11.1228, Glurns Bischof Berthold von Chur schliesst mit Graf Albert von Tirol über verschiedene Streitigkeiten (Burg Montania, Hospital St. Medard, Palus, Steinsberg) einen Vergleich. LUB I, Bd. 3, Nr. 223.
19.5.1248, Lyon Papst Innozenz IV. verkündet dem Bischof Heinrich von Konstanz, dass er auf briefliche Bitten der Gräfin Glementa von Sargans und ihrer Blutsverwandten, der Grafen Hartmann des Älteren und Jüngeren von Kyburg sowie des Klosters zu Bregenz der Krankenhausstiftung dieses Klosters die Kirche zu Bregenz einverleibt habe. LUB I, Bd. 3, Nr. 2.
4.8.1249, August Papst Innozenz IV. gewährt dem Kloster Bregenz auf seine Klage, dass es durch die Anhänger Konrads, des Sohns des gewesenen Kaisers Friedrich II. mit Brand und Raub auf das schwerste heimgesucht sowie durch den apostolischen Stuhl und seine Legaten mit Versorgung von Klerikern belastet worden sei, auch auf die Fürbitte des Bischofs von Sitten und der Gräfin Clementa von Hohenberg, Schwester des jüngeren Grafen von Kyburg, Befreiung von Anweisungen kirchlicher Versorgungsgenüsse und Pfründen. LUB I, Bd. 3, Nr. 3.
4.8.1249, Lyon Papst Innozenz IV. teilt dem Abt von Pfäfers das auf Fürbitte des Bischofs von Sitten und der Gräfin Clementa von Hohenberg, Schwester des jüngeren Grafen von Kyburg gleichen Tags dem Kloster Bregenz gewährte Privileg mit, fordert ihn auf, ihm Nachdruck zu verschaffen und das Kloster Bregenz vor Belästigungen zu schützen, notfalls durch kirchliche Zensur. LUB I, Bd. 3, Nr. 4.
17.9.1249, Lyon Papst Innozenz IV. nimmt das Kloster Bregenz in seinen Schutz, trifft eine Reihe von Bestimmungen für das geistliche und weltliche Leben und verordnet, dass der aufgezählte Besitz dem Kloster erhalten bleibe, darunter auch Besitzungen oder Güter („quascumque possessiones, quaecumque bona“) oder Häuser, Böden und Gefälle („domos, terras, redditus“) zu Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 5.
5.10.1249, Lyon Papst Innozenz IV. wiederholt sein Schreiben vom 4. August 1249 an das Kloster Bregenz und spricht daher neuerlich von der Fürbitte der Gräfin Clementa, Gräfin von Hohenberg („Nobilis mulieris Clemente Comitisse de Hohemberg, Sororis Junioris Comitis de Kiburg“) für das Kloster. LUB I, Bd. 3, Nr. 6.
März 1260, bei der Stadt Bregenz Walter, Ritter und Marschall von Montfort, verzichtet in die Hände der Grafen Rudolf und Ulrich, Brüder von Montfort, und der Grafen Hugo und Hartmann, Brüder von Werdenberg, auf Lehengüter in der Bregenzer Gegend unter der Bedingung, dass sie dem Kloster Bregenz zu Eigen gegeben werden und schenkt dazu noch einen Zehnt im Hof Steig bei Bregenz. LUB I, Bd. 3, Nr. 7.
4.5.1267, Feldkirch Swigger Tumbo von Neuburg („Nuwenburch“) bestätigt die Güterschenkungen seiner Vorgänger, Eltern und Vorfahren an das Hospital St. Johann in Feldkirch und verzichtet auf alle seine Ansprüche, wobei Ritter Marquard der Jüngere von Schellenberg Zeugenschaft leistet. LUB I, Bd. 3, Nr. 8. (Auszug)
4.5.1274, Zürich Magister C. Cantor und Jo. Schaflinus, Kanoniker in Zürich entscheiden als Schiedsrichter zwischen den Johanniterhäusern in Bubikon und Feldkirch einerseits und den Gebrüdern Ulrich, Helmelin, Rudolf, Albert und Dietrich, Marschällen von Montfort („Uol. et Helmelinum et Rudolphum et Albertum et Dyetericum Marscalcos fratres carnales de Monteforti“) wegen Besitzungen und Leibeigenen, die einst dem Ritter Konrad von Martinez („Chunradi Militis bone memorie de Martinez“) gehört hatten. Die Marschälle sind gegen die Ansprüche der Brüder von Brunnenfeld („carnales fratres dictos de Brunnevelt“) in Schutz zu nehmen. LUB I, Bd. 3, Nr. 9.
26.11.1277, Meienried Anna, Tochter des verstorbenen Grafen Hartmann des Jüngern von Kiburg, und ihr Gemahl Eberhard, Graf von Habsburg, verkaufen wegen ihrer Schulden mit Einwilligung des Königs Rudolf den Söhnen desselben, Albert, Hartmann und Rudolf die Stadt Freiburg im Uechtland, das Erbe der Gräfin von ihrem Vater um 3040 Mark Silber. LUB I, Bd. 3, Nr. 224.
22.6.1280, Feldkirch, im Johanniterhaus Ritter Ulrich  von Sax verkauft dem Komtur und den Brüdern des Johanniterhauses Feldkirch um 10 Mark Silbers Adelheid, die Ehefrau von Heinrich, genannt Rizin, Bürger von Feldkirch und ihre Kinder, was vor allen anderen Herr Siegfried von Richenstein bezeugt. LUB I, Bd. 3, Nr. 10 (Auszug).
17.11.1281, Schloss Tirol Ulrich von Schellenberg, Wernher von Bürs, beide Ritter, und Wilhelm, Schreiber des Grafen Hugo von Werdenberg, bekennen, dass sie von dem Geld, das ihrem obgenannten Grafen von Graf Meinhard von Tirol und Graf Friedrich von Ortenburg als Mitgift in die Ehe mit der Tochter des Grafen von Ortenburg versprochen war, 600 Mark Silber Venediger Gewicht vom Grafen von Tirol, der sich verbürgt hat, erhalten haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 225.
19.5.1282, Ulm König Rudolf kauft für seine Kinder von Graf Mangold von Nellenburg Grafschaftsrechte und weiteren Besitz und verpflichtet sich, den Kaufpreis nach genau festgesetzten Zahlungsbedingungen zu erbringen. LUB I, Bd. 6, Nr. 81.
19.9.1282, Feldkirch Burkard von Richenstein bezeugt die Übergabe der Burg Maienfeld durch Ritter H. von Aspermunt an seinen Bruder Eglolf von Aspermunt gegen 100 Mark Silber, die durch die Johanniter von Feldkirch an die Armen verteilt werden sollen. LUB I, Bd. 3, Nr. 11. (Auszug)
15.10.1288, Biberach König Rudolf gewährt der Stadt Saulgau auf ihre Bitte dieselben Freiheiten wie sie Lindau hat, einen Wochenmarkt und drei Jahrmärkte. Dies bezeugen neben anderen Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans und Marquard von Schellenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 138 (Auszug)
4.2.1291, Konstanz König Rudolf erklärt, dem Graf Rudolf von Montfort an der Kaufsumme für das Gut vor der Bregenzer Klause noch 854 Mark Silbers schuldig zu sein und stellt ihm als Bürgen, die zum Einlager in Lindau oder Konstanz verpflichtet sind: den Grafen Rudolf von Werdenberg, die Herren Diethelm und Rudolf von Güttingen, H. von Trauchburg, Rudolf von Sulzberg, H. von Hattenberg, Berthold von Ebersberg, den Alten von Ramschwag, H. Walther und Kun sein Sohn, die zu dritt ein Bürge sind, Ulrich von Königsegg, Konrad von Hohentann, T., den Schenk von Beienburg, Hans von Bodman, F. von Riet, Ulrich von Montfort, Simon von Tannenfels, Rudolf von Hohenegg, Hans den Sürien, Rudolf den Behaim, Hartwig, H. den Vogt, Eberhart den Vogt von Sumerau, Wernher von Ems, den Truchsess von Diessenhofen, Hermann den Schenken, den Truchsess von Waldburg, Albert von Klingenberg, H. von Magenbuch, Hiltbrand von Molbranshusen (Molpertshaus), H. von Wildenberg, Eglolf von Aspermont, Swigger von Schellenberg, Ulrich und Marquard von Schellenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 226.
24.8.1292, Sirnach in der Kirche Bischof Rudolf von Konstanz schliesst für sich und als Vormund seines Neffen Graf Hartmann von Habsburg mit Herzog Albrecht von Österreich für sich und als Vormund seines Neffen Johann Frieden unter bestimmten Bedingungen. LUB I, Bd. 3, Nr. 227.
15.2.1297, Lindau Ritter Ulrich von Schellenberg und Ulrich, Sohn des seligen Göswin von Ems, bekennen, dass sie für den Schaden, den obgenannter Göswin dem Kloster Mehrerau angetan hat, 36 Pfund Pfenning Konstanzer Münze bezahlen sollen, und zwar in Raten zu 12 Pfund ab dem kommenden St. Martinstag. Sie weisen das Kloster an auf Göswins Hube zu Bizau und geben als Bürgen Heinrich von Nydegg, den Landrichter, Johann Franz und Rudolf Hefel von Dornbirn. Dies wurde vermittelt durch Heinrich von Nydegg, Wilhelm von Ems und Konrad den Ritter von Haldenberg in Hermann des Senders Haus. Es siegelt Ulrich von Schellenberg und auf Bitten der beiden Aussteller auch Heinrich von Nydegg. LUB I, Bd. 3, Nr. 228.
24.9.1297, Wien Erzbischof Konrad von Salzburg schliesst mit Herzog Albrecht von Österreich einen Vertrag, laut dem der Herzog auf Radstadt, die Vogtei des Klosters Admont, Güter oberhalb Mandling, die Salzgewinnung in Gosach (Gosau) und auf 264 Huben in Luttenberg sowie die halbe Maut zu Rottenmann gegen 3000 Mark Entschädigung verzichtet. LUB I, Bd. 3, Nr. 229.
24.9.1297, Wien Vertrag des Herzogs Albrecht von Österreich mit Erzbischof Konrad von Salzburg laut dem der Herzog auf bestimmte Güter gegen 3000 Mark Entschädigung verzichtet. Gegenbrief des Herzogs mit gleichem Datum. Es erscheinen dieselben Zeugen, darunter an der selben Stelle Marquard von Schellenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 230.
21.11.1298, Nürnberg König Albrecht belehnt seine Söhne Rudolf, Friedrich und Leopold samt deren Söhnen mit den Herzogtümern Österreich und Steier, mit Krain, der windischen Mark und Portenau, wobei unter den Zeugen nach den Erzbischöfen und Bischöfen als „Illustres“ Herzöge, Pfalzgrafen und Markgrafen, als „Spectabiles viri“ die Grafen Johann Burggraf von Nürnberg, Burkard von Hohenberg, Eberhard von Württemberg, Ludwig von Oeningen, Friedrich von Leiningen, Ulrich und Heinrich von Schelklingen, Hermann von Sulz, Georg und Konrad die Rauhgrafen, Friedrich von Ortenburg, Albert, Heinrich und Albert von Görz, Otto von Strassberg, Hermann von Homberg und Rudolf von Werdenberg („et Rudolfus de Werdemberch“ und viele „nobiles“ erscheinen. LUB I, Bd. 3, Nr. 231.
5.1.1299, Nürnberg Ludwig Graf von Oettingen erklärt, dass er auf Grund der ihm von König Rudolf laut der inserierten Urkunde am 1. Juni 1283 in Rheinfelden erteilten Ermächtigung zu Schiedsrichtern, die für Johann, den Sohn des verstorbenen Herzogs Rudolf, die Abfertigung festzulegen haben, an Stelle der verstorbenen Friedrich, Burggraf von Nürnberg, Albert, Graf von Hohenberg, und Heinrich, Graf von Fürstenberg nun die Grafen Burchard von Hohenberg, Eberhard von Württemberg und Otto von Strassberg erwählt habe. LUB I, Bd. 3, Nr. 232.
25.2.1299, Kloster Bregenz Ritter Gunthalm von Swarcenhoren und sein Sohn Johannes verkaufen dem Abt Johannes und dem Konvent des Klosters zu Bregenz zwei Güter im Dorf zu Rieden bei der Bregenz, die rechte Lehen sind von den Grafen von Montfort und von Werdenberg („diu unseriu rechtiu manlehen sint von unseren herrun den grauun von Muntforte vnde von Werdenberk“). LUB I, Bd. 3, Nr. 12.
Ende 13. Jh., um 1300 Die Marschälle von Montfort, Wappengenossen und Verwandte der Ritter von Triesen sowie die ebenfalls verwandten Ritter von Brunnenfeld stiften mehrere Jahrtage in der Martinskirche zu Ludesch. LUB I, Bd. 3, Nr. 73.
5.2.1300, Ulm König Albrecht erklärt, dass seine Söhne Friedrich und Leopold entsprechend dem zwischen ihm und König Philipp von Frankreich abgeschlossenen Vertrag mit Zustimmung seiner Gemahlin und der Kurfürsten von der Pfalz, von Sachsen und Brandenburg auf ihre Rechte an Österreich, Steiermark, Krain, an der windischen Mark und Portenau, am Elsass und Land Freiburg der Lausanner Diözese zu Gunsten ihres ältesten Bruders Rudolf, seiner Gemahlin, Blanka von Frankreich und beider Erben verzichtet haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 233.
7.7.1300, Mainz Gerhard, Erzbischof von Mainz, die Bischöfe Peter von Basel, Eberwin von Worms und Sifrid von Chur, die Grafen Ludwig von Öttingen, Burchard von Hohemberg, Eberhard von Katzenellenbogen, Georg der Raugraf und Rudolf von Werdenberg verkünden, dass der in ihrer Anwesenheit unter dem Vorsitz des Königs Albrecht zu Mainz tagende Gerichtshof dem Grafen Johann von Hennegau wegen Empörung die Grafschaften Holland und Seeland, ausserdem Friesland zu Gunsten des Königs aberkannt und über ihn die Acht verhängt hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 139.
4.7.1301, Vor der Burg Bensheim König Albrecht erklärt, dass er in Hinblick auf die treuen Dienste (“quod nos preclara fidei merita necnon gratuita obsequia”), welche Graf Rudolf von Werdenberg („ Rud. Comes de Werdemberch“), sein (= König Albrechts) Onkel, geleistet hat, ihm die Gnade getan habe, dass sein Dorf Langenau alle Freiheiten und Rechte geniessen solle wie die Reichsstadt Ulm. LUB I, Bd. 3, Nr. 234.
12.7.1301, Im Lager vor Bensheim Auf Bitten von Bischof Ulrich von Seckau bestätigt König Albrecht eine Schutzurkunde Herzog Friedrichs von Österreich vom 29. Dezember 1239 für die bischöfliche Kirche Seckau. LUB I, Bd. 3, Nr. 395.
27.3.1302, Baden (AG) König Albrecht bevollmächtigt in einem Briefe an Papst Bonifaz Vlll. als seine Gesandten den Propst Johann von Zürich, seinen Protonotar und Vizekanzler, Marquard von Schellenberg sowie Konrad, genannt Mönch von Basel, „die Ritter, unsere Räte und Vertrauten, zu deren Aufmerksamkeit, Geschick und erprobter Treue wir ein festes Zutrauen haben”. LUB I, Bd. 3, Nr. 235.
27.3.1302, Baden (AG) König Albrecht erklärt dem Papst Bonifaz VIII. seine Handlungsweise gegen den früheren König Adolf von Nassau und berichtet, dass er als Gesandten beim Papst zuerst den Bruder B. Albert des Zisterzienserklosters Heiligkreuz der Passauer Diözese und die edlen Ritter Eberhard von Walsee und Hermann, Marschall von Landenberg, dann die edlen Ritter Marquard von Schellenberg, Konrad von Leubenberg und Johannes von Sumerau, beim dritten Mal den Bruder Heinrich, genannt Manstoh, Komtur des Deutschordens für Österreich, den Bruder H., Komtur des Hauses St. Petronella der Johanniter, und den Ritter C. von Leubenberg, seinen Kämmerer, beim vierten Mal den geistlichen Herrn Albert von Heiligkreuz sowie die Edlen Eberhard von Walsee und Ulrich von Schellenberg, das fünfte Mal den Grafen Eberhard von Katzenellbogen und andere ansehnliche Herren geschickt habe. LUB I, Bd. 3, Nr. 236.
27.3.1302, Baden (AG) König Albrecht bevollmächtigt in einem Brief an Papst Bonifaz VIII. als seine Gesandten den Bischof Johannes von Toul, Propst Johann von Zürich, Protonotar und Vizekanzler, Bruder Wernher, Superior der Strassburger Predigermönche, die Edlen Marquard von Schellenberg und Konrad, genannt Mönch von Basel, „deren Eifer, Rechtlichkeit und Treue wir völlig vertrauen“. LUB I, Bd. 3, Nr. 237.
nach 24.6.1302 König Albrecht bedankt sich beim Kardinaldiakon Landolf von St. Angelo für die andauernde Förderung der Geschäfte seiner Gesandten an der römischen Kurie, die ihm sowohl von früher her als auch durch den Bericht der zurückgekehrten Gesandten, des Bischofs Johann von Toul, des Magisters Johannes, seines Vizekanzlers, und des Edlen Marquard von Schellenberg und ihrer Gefährten bekannt geworden ist und empfiehlt ihm den Propst Konrad von Werd und Ritter Konrad, genannt Mönch von Basel, als weitere Gesandten. LUB I, Bd. 3, Nr. 238.
1.8.1303, Dalaas Hugo von Werdenberg, Graf von Heiligenberg bekennt, dass er sich mit Gebhard von Starkenberg über einen Zwist, den sie um ein Streitross (dextrarius) hatten, freundschaftlich geeinigt hat, wobei neben anderen Heinrich von Schellenberg und Heinrich Trisener Zeugenschaft leisten. LUB I, Bd. 3, Nr. 140 (Auszug).
15.6.1308, Baden (AG) Den Verzicht Hartmanns des Meiers von Windegg auf alle Ansprüche an das Meieramt zu Glarus gegenüber Herzog Leopold und seinen Brüdern von Österreich bezeugen die Grafen Rudolf von Werdenberg, Heinrich von Griessenberg, Konrad von Bussnang und die Ritter Herman von Landenberg, Hartman von Baldegg, Konrad von Winterberg und Bilgri von Wagemberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 239.
11.11.1311, Wien Graf Rudolf von Werdenberg bestätigt, dass er an der Summe, die ihm Herzog Friedrich von Österreich schuldete, 300 Mark Silber Konstanzer Gewicht von den herzoglichen Amtleuten jetzt zu Martini erhalten hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 240.
17.11.1312, Feldkirch Heinrich, der Ammann von Feldkirch, und Heinrich von Rankweil (Rangwil), Bürger zu Feldkirch, erklären sich gegenüber Graf Rudolf von Werdenberg als Bürgen für R. den alten Ammann von Feldkirch und seine Erben auf zwei Jahre, dass sie den Hof zu Frastanz („Frastes“) dem Grafen um 80 Mark Silber Konstanzer Gewäges wieder verkaufen. LUB I, Bd. 3, Nr. 141.
18.12.1312, Burg Schmalegg Graf Rudolf von Werdenberg bestätigt, von Elisabeth, weiland römischer Königin, 900 Mark Silber erhalten zu haben und verzichtet für sich und seine Erben auf alle Ansprüche gegenüber ihr und den Herzogen von Österreich. LUB I, Bd. 3, Nr. 241.
28.11.1313, Sillian Herzog Friedrich von Österreich schliesst mit Heinrich, König in Böhmen und Herzog von Kärnten, gegen König Johann von Böhmen ein Bündnis, in das möglichst auch Graf Heinrich von Görz und Erzbischof Wichart von Salzburg aufgenommen werden sollen. Für das Bündnis verbürgen sich neben dem Herzog seine Leute Otte von Zelging, Heindenrich, Bürger von Görz, Eglolf von Schellenberg und Meister Heinrich Schuler, Pfarrer von Laa. LUB I, Bd. 3, Nr. 242.
9.9.1314, Vaduz Graf Rudolf von Werdenberg, genannt von Sargans, verkauft seine Güter im Banne Frastanz, genannt zu Mariex mit aller Zubehör um 80 Mark Silber an seinen Bruder Hugo von Werdenberg, den Johanniter und an die Brüder des Johanniterhauses zu Feldkirch, wobei unter den Zeugen die Ritter von Bach und Johann von Triesen sowie Jordan, der Ammann von Vaduz genannt sind. LUB I, Bd. 3, Nr. 13.
31.3.1315, Feldkirch Ritter Swigger Tumb von Neuburg, Ministeriale des Königs („ministerialis Regis“), schenkt dem Johanniterhause zu Feldkirch das Patronatsrecht der Kirche zu Tisis („Thisis“), das ihm und seinem Bruder Ritter Friedrich Tumb von Neuburg gehört, wobei unter den Zeugen Ritter Johann von Triesen erscheint. LUB I, Bd. 3, Nr. 14. Auszug
10.2.1316, Graz König Friedrich gebietet Eglolf von Schellenberg und seinen Leuten, die Burggrafen auf Starhemberg sind, die Vogtei der Güter des Klosters in Weikersdorf oder anderswo nicht an sich zu ziehen, da die Vogtei des Klosters Rein und aller seiner Güter in Österreich und der Steiermark ihm als wahrem Herrn nach besonderem Rechte gehöre. LUB I, Bd. 3, Nr. 397.
01.01.1318 Die Grafen Rudolf von Werdenberg, Wilhelm von Montfort, Hugo von Bregenz, Heinrich von Fürstenberg sowie Wilhelm von Enne fällen einen Schiedsspruch in der Erbteilung zwischen Graf Rudolf von Montfort, Dompropst zu Chur, und seinem Bruder Graf Ulrich einerseits und den drei Söhnen ihres Bruders, den Grafen Friedrich von Montfort, Hugo und dem unmündigen Rudolf. LUB I, Bd. 3, Nr. 243.
16.10.1318, Lindau Ritter Johann von Sigberg verkauft, in Not geraten, sein Gut zu Mühlebach bei Dornbirn mit allem, was vor und im Bregenzerwald dazu gehört, an Ritter Ulrich von Ems um 250 Mark. Er lässt die Urkunde von Graf Rudolf von Werdenberg, Marquard von Schellenberg und Ulrich von Sax, Ulrich und Burkart von Ramschwag, Brüder, Ludwig von Montfort, Ulrich von Nidegg, Ulrich von Funtenans (Fontnas, Gde. Wartau) und Ulrich von Aspermont als Garanten und Bürgen mitsiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 74.
5.12.1318, Judenburg König Friedrich und die österreichischen Herzöge Albrecht, Heinrich und Otto verpfänden dem Erzbischof Friedrich von Salzburg Burg und Markt Neumarkt bei Friesach, Burg und Markt Arnfels samt Gericht und Grundbesitz um 3000 Mark Silber und stellen zur Sicherheit als Bürgen Graf Hermann von Heunburg, Graf Ulrich von Pfannenberg, Otto von Liechtenstein, Ulrich von Walsee, Hertnid von Wildow, Pilgreim von Puchheim, Eglolf von Schellenberg, Ekkerlein aus dem Geol, Dietmar von Reifenstein und Nycla Kolb, die bei Nichteinhaltung zum Einlager je mit zwei Pferden in Friesach oder Pettau verpflichtet sind. LUB I, Bd. 3, Nr. 244.
20.12.1318, Feldkirch Heinrich, Ritter von Schellenberg verkauft an Rudolf, den alten Ammann zu Feldkirch um 40 Mark Silber Konstanzer Gewicht den Kirchensatz zu Mauren und stellt als Gewähren den Ritter Ulrich von Sax. LUB I, Bd. 3, Nr. 15.
5.2.1319, Feldkirch Ritter Marquard von Schellenberg bekundet sein Einverständnis, dass Walther der Han, Bürger zu Feldkirch, Swenden Gut zu Mauren von Ulrich, seinem alten Ammann zu Schellenberg, um 9 ½ Pfund Pfenning gekauft hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 142.
2.3.1319, Konstanz Die Grafen Rudolf von Montfort, Dompropst und Pfleger des Gotteshauses Chur, und Graf Ulrich sein Bruder teilen mit den Söhnen ihres Bruders Hugo, nämlich Friedrich von Montfort, Hugo und Rudolf ihre bisher gemeinsame, von Graf Rudolf ererbte Herrschaft samt Zubehör, ausser den Dienstleuten, Wildbännen und Mannlehen, die ungeteilt bleiben. LUB I, Bd. 3, Nr. 245.
17.4.1319, Baden Graf Rudolf von Werdenberg, Herr von Sargans, verpflichtet sich eidlich, König Friedrich gegen Herzog Ludwig von Bayern und seine Helfer „mit zwanzig Helmen“ zu dienen, solange der Krieg dauert, der zwischen den beiden ausgebrochen ist. Sollte König Friedrich sterben, dann ist der Dienst bis Kriegsende Herzog Leopold von Österreich und seinen Brüdern zu leisten. LUB I, Bd. 3, Nr. 246.
04.07.1319 Ritter Ulrich von Sax erklärt, dass ihm König Friedrich 100 Mark Silber bezahlt hat, die er ihm für seinen Dienst schuldig war. Er verpflichtet sich, den König um den Rest bis zu künftigem Martinitag nicht anzusprechen und ihm, wie versprochen, mit zwanzig Helmen zu dienen. Zeugen sind Ulrich von Walsee und Eglof von Schellenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 247.
06.12.1319 Gute (Guota), die Witwe nach Heinrich von Schellenberg gibt in offenem Landgericht zu Schwarzach durch die Hand des ihr zugewiesenen Vogtes, Ritters Burkart von Wolfurt, ihrem Tochtermann Burkart von Wiler den Weingarten zu Sattelberg, den Hof zu Satteins, die dazu gehörigen Leute und zwei Frauen samt Kindern. LUB I, Bd. 3, Nr. 75.
06.12.1319 Ritter Heinrich von Schellenberg verkauft - mit Willen seiner Geschwister Ulrich, Kirchenherr (Pfarrer) von Lindau, und Sigenun, Klosterfrau in Lindau - seinem Schwager Ritter Burkart von Wiler den Weingarten zu Sattelberg, den Hof zu Satteins, die dazugehörigen Leute und zwei Frauen samt Kindern. LUB I, Bd. 3, Nr. 76.
25.5.1320, Wasserburg Die Brüder Eglolf und Marquard von Schellenberg, Ritter, und Pantaleon von Schellenberg setzen dem Wernher von Neidegg und seinen Erben den Zehnt zu Kislegg um 40 Mark Silber Konstanzer Gewichtes, die sie ihm schuldig sind, zu einem Pfande. LUB I, Bd. 3, Nr. 143.
25.6.1320, Schaan am Fahr Graf Hugo von Werdenberg und seine Ehefrau Anne von Wildenberg erklären, dass sie die Burg Greifenstein, Bergün, Leute und Güter der Kirche Chur verpfändet und sich deshalb verpflichtet haben, auf einem der vier Landgerichte zu Schaan, Rankweil, Schwarzach oder Lindau die Übergabe bis längstens zwei Monate nach den nächsten Weihnachten zu vollziehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 248.
25.6.1320, Schaan, am Fahr Graf Hugo von Werdenberg und seine Ehefrau Anne von Wildenberg bekennen, dass Graf Ulrich von Montfort ihnen an Stelle des Bischofs von Chur für die 1150 Mark, um die sie diesem das Gut zu Greifen stein, Bergün, Leute und Güter verpfändet haben, dreissig Bürgen gesetzt hat. Sobald der Bischof von Chur oder sein Pfleger ebenso gute Bürgen gesetzt haben, soll die Haftung Graf Ulrichs und seiner Bürgen erloschen sein. LUB I, Bd. 3, Nr. 249.
12.08.1320 Das Domkapitel Chur schliesst mit den sechs Brüdern Planta einen Vertrag über die Sicherstellung der 400 churwelschen Mark, die ihm diese zur pfandweisen Erwerbung der Burg Greifenstein von Graf Hugo von Werdenberg geliehen haben. Man soll den Brüdern zwanzig „Gisel“(Geiseln, Bürgen) zwischen St. Luziensteing und dem Septimer setzen, dass sie bei Pfandlosung sofort bezahlt werden. Die Geiselschaft soll nach Gewohnheit in der Stadt Chur geleistet werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 250.
6.4.1321, Feldkirch „Bruder Hug von Werdenberg, Comentur dez husez dez zpitalez sant Johannez ze Veltkirch“ erhält von Rudolf Aman Crapphe, Herman Stüselint, Rudin von Fussach, Johannes dem Haiden, Henni dem Satteler, Claus von Gisingen und Hainz dem Widenower, sämtliche von Feldkirch, einen Revers über die Verleihung eines Ackers zu Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 16.
12.12.1321, Ravensburg Herzog Leopold von Österreich bezeugt, dass Graf Hugo von Montfort sich verpflichtet habe, alle seit dem Friedensschluss mit dem Herzog diesem, seinen Dienstleuten oder den Reichsstädten angetanen Schäden zu vergüten. Der Graf hat auch dem von Klingenberg das Eigentum, das er dessen Bürgern weggenommen, zu verbürgen; bevor er das nicht tut, hat er sich und mit ihm Heinrich von Schellenberg entweder in Konstanz, Überlingen oder Ravensburg einzufinden und dort zu bleiben, bis er sein Versprechen erfüllen wird. Tut er das nicht, dann soll Graf Hugo von Bregenz die Burg Montfort, die Hugo von Montfort gehört, dem Herzog als Faustpfand übergeben. LUB I, Bd. 3, Nr. 251.
15.12.1322 Graf Hugo von Bregenz verpflichtet sich gegenüber dem Herzog Leopold von Österreich, seinen Brüdern und Erben, dass er ihnen die verpfändete Burg Gutenberg gegen 600 Mark Silbers auszulösen gestattet. LUB I, Bd. 3, Nr. 252.
16.12.1322, Ulm Graf Hugo von Bregenz schwört dem Herzog Leopold von Österreich, ihm und seinen Brüdern im Kriege um das Königtum mit Herzog Ludwig von Bayern beizustehen, ausgenommen gegen seine Vettern Bischof Rudolf von Konstanz und Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans, es sei denn, dass sie mit den Herren von Österreich durch Mutwillen kriegen wollten. Dann soll er den beiden keine Hilfe gewähren. LUB I, Bd. 3, Nr. 253.
22.9.1323, Baden Herzog Leopold von Österreich bestellt zum Ausgleich seiner Streitigkeiten mit Graf Johann von Habsburg ein Schiedsgericht, das aus Heinrich von Griessenberg und Walther, Vogt zu Baden, als Vertreter des Herzogs sowie Ritter Burchart Wernher von Ramstein und Wernher von Kienberg als Vertreter des Grafen von Habsburg besteht. Als Unparteiische sollen Hugo von Werdenberg und Lütolt von Krenkingen fungieren. LUB I, Bd. 3, Nr. 254.
Zwischen 27.5.1328 und 21.5.1332 Bei der Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Graf Hugo von Montfort zu Tosters und Graf Rudolf von Montfort zu Altmontfort werden die Besitzungen, Einkünfte und Lasten, die an die Herrschaft Tosters kommen, verzeichnet. LUB I, Bd. 3, Nr. 145.
Zwischen 27.5.1328 und 21.5.1332 Bei der Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Graf Hugo von Montfort zu Tosters und Graf Rudolf von Montfort zu Altmontfort werden die Besitzungen, Einkünfte und Rechte, die an die Herrschaft Montfort kommen, verzeichnet. LUB I, Bd. 3, Nr. 256.
2.6.1328, Bregenz Graf Hartman von Werdenberg von Sargans erklärt für sich und seinen Bruder Graf Rudolf, dass Bischof Rudolf von Konstanz die 50 Mark Silber, die er ihnen schuldig ist für ihren künftigen Dienst, ihrem Vetter Graf Hugo von Bregenz an ihrer Statt bezahlen soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 144.
3.9.1328, Feldkirch Die Brüder Bischof Rudolf von Konstanz, und Ulrich, beide Grafen von Montfort, vergaben an den von ihnen gestifteten hl. Kreuzaltar in der St. Nikolauskirche zu Feldkirch einen Weingarten, „haist der selbe wingarten der Gampriner“, der bisher ihr Eigen gewesen ist, der liegt zwischen den beiden Wegen ihres Weingartens „ze Yllebrugge"(Illbrugg, später Heiligkreuz bei Feldkirch). LUB I, Bd. 3, Nr. 77.
22.07.1330 Die Brüder Tölzer, Pantaleon und Marquard von Schellenberg erklären, dass alle Urkunden, die sie von Österreich hatten, ungültig sein sollen, bis auf die von Herzog Otto über 300 Mark Silber. Sie versprechen diesem, solange der Krieg gegen den von Bayern dauert, mit sechs Helmen (jeder mit zwei) sowie mit allen ihren Festen zu dienen. LUB I, Bd. 3, Nr. 255.
23.9.1331, Lindau Guta, die Witwe nach Heinrich von Schellenberg, und ihr Sohn Ritter Heinrich von Schellenberg verkaufen dem Ritter Burkart von Wiler den Weingarten zu Sattelberg, Wernli von Sattelberg und seine Kinder, den Hof von Satteins, Heinrich von Satteins und seine Ehefrau Anna von Sattelberg samt Kindern. LUB I, Bd. 3, Nr. 78.
20.7.1333, Baden Die Landvögte der Herzoge von Österreich im Aargau, Thurgau, Elsass und Breisgau, alle Bürger in den Städten der Herzoge, das Niederamt Glarus und das Land Sundgau, dazu die Bürger in den Städten Basel, Konstanz, Zürich, St. Gallen, Bern und Solothurn sowie die Grafen Rudolf von Nidau, Heinrich von Fürstenberg und Eberhard von Kiburg schliessen einen Bund in allen Kriegen und Angriffen bis zum St. Martinstag in fünf Jahren innerhalb eines definierten Gebietes. LUB I, Bd. 3, Nr. 257.
05.01.1334 Nachdem Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans zu Lebzeiten das Patronatsrecht und den Kirchensatz der Kirche zu Nenzing dem Johanniterhause in Feldkirch schenkte, darüber aber keine Urkunde ausgefertigt wurde, so erneuern dessen Söhne Hartmann und Rudolf, Grafen von Werdenberg (“Hartmannus et Rudolfus, Comites de Werdenberg, filii et heredes legitimi quondam spectabilis viris (!) Rudolfi de Werdenberg, Comitis de Saneganz nuncupati“) in Gegenwart und mit Genehmigung des Bischofs Ulrich von Chur diese Schenkung. LUB I, Bd. 3, Nr. 17.
26.1.1334, Feldkirch Ritter Ulrich von Ems bekennt, dass er und seine Erben die aufgezählten Leute „ze dem Birboum“ (bei Höchst?), die sein Pfand waren von seinem Oheim Marquard von Schellenberg, um 10 Mark Silber Konstanzer Gewicht dem Graf Ulrich von Montfort aufgegeben habe, der darüber eine Urkunde hat von Marquard von Schellenberg (seinem Oheim). LUB I, Bd. 3, Nr. 258.
1335 Graf Hugo von Montfort-Tosters quittiert seinem Oheim Graf Ulrich von Montfort-Feldkirch den Empfang von 207 Mark Silber zur Einlösung der Güter zu Röthis und Satteins, die Pfand des Ritters Johann von Triesen waren. LUB I, Bd. 3, Nr. 146.
1335, Feldkirch Graf Ulrich von Montfort-Feldkirch verkauft der Witwe des Walther Han, Bürger von Feldkirch, verschiedene Besitzungen, darunter Güter und Einkünfte in Satteins, die er von Johann von Triesen gekauft hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 147.
15.8.1337, Chur Graf Albrecht von Werdenberg und die Brüder Hartmann und Rudolf von Werdenberg-Sargans versprechen der Gräfin Ursula von Vaz, der Gemahlin des Grafen Rudolf, Sicherheit für die von Rudolf auf Burg und Stadt Sargans angewiesene Morgengabe. LUB I, Bd. 3, Nr. 259.
1.11.1337, Brugg Graf Ulrich von Montfort, Herr zu Feldkirch, Graf Hugo und Graf Rudolf Gebrüder von Montfort sowie die Bürger von Feldkirch schliessen mit den Herzogen Albrecht und Otto von Österreich ein ewiges Bündnis. LUB I, Bd. 3, Nr. 260.
um 1340 Im Einkünfterodel des Klosters Mehrerau bei Bregenz erscheinen Abgaben von Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 18 (Auszug)
1.8.1342, Feldkirch Ulrich Walther von der alten Klingen, Eberhard von Bürglen, Heinrich von Rötenberg, Friedrich vom Riet und Eglolf von Rosenberg urteilen als Schiedsleute in den Streitigkeiten zwischen Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans-Vaduz, Graf Albrecht von Werdenberg und Graf Ulrich von Montfort-Feldkirch vor allem über Zölle und Zollpfändung, ferner unter anderem auch über Ansprüche des Jakob Fründ auf Güter zu Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 79.
9.6.1343, Feldkirch Rudolf von Ende, Eglolf der Alte von Rorschach und Ritter Eglolf der Oume entscheiden in Streitigkeiten zwischen Graf Ulrich von Montfort und seinen Bürgern von Feldkirch einerseits und Graf Hartmann von Werdenberg, genannt von Sargans andererseits wegen des Zolles zu Egen bei Klösterle am ArIberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 19.
1.8.1343, Feldkirch Graf Hartmann und Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans und Hartmann, der Maiger von Windegg vermitteln als Schiedsrichter die Beendigung der Fehde zwischen Ritter Ulrich von Ems und seinen Söhnen Göswin und Ruedi einerseits und Graf Ulrich von Montfort und seinem Brudersohn Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch andererseits. Mit Eglolf dem Oumen hat Graf Ulrich bereits eine Übereinkunft geschlossen. LUB I, Bd. 3, Nr. 80.
9.12.1343, Feldkirch Heinz, genannt der Sack, Kunz von Edispach und Jakob, Hartmans Sohn, sesshaft zu Rankweil, verkaufen dem „Bruder" Hugo von Werdenberg- Sargans, Komtur, und dem Hause St. Johann in Feldkirch mit Wissen der Grafen Hugo und Rudolf von Montfort um 30 Pfund ihre Zehntrechte auf dem Nanzengast, die von ihrem Schwiegervater Goswin, Ritter von Nenzingen herrühren. LUB I, Bd. 3, Nr. 20.
22.02.1345 Marquard der Altammann und Marquard der Lütkircher, Bürger von Memmingen, bekennen, dass sie die Vogtei zu Oberopfingen, ihr verbrieftes Pfand von Ulrich von Schellenberg, zurückstellen, da sie nun von diesem an Hans Lortz verkauft wurde. LUB I, Bd. 3, Nr. 261.
28.03.1346 Im Tiroler Kanzleibuch des Herzogs Ludwig des Brandenburgers, Graf von Tirol, erscheint eine Ausgabe Petermanns von Schenna für einen Grafen (Hartmann?)von Werdenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 262.
13.01.1347 Die Brüder Eberhard und Ulrich von Aspermont verzichten auf den Hof zu Schaan, den sie pfründeweise ihrem Vetter Ulrich von Aspermont bei seinem Eintritt in den Johanniterorden übergaben. Nach seinem Tode soll der Hof an die Johanniter zu Feldkirch fallen. LUB I, Bd. 3, Nr. 148.
30.07.1347 Cunz der Maiger von „Illebrugge“ (Heiligkreuz, Tisis) verkauft um 8 Pfund Konstanzer Münze den Brüdern Josen, Johannsen und Ulin den Hanen, Bürgern zu Feldkirch, zwei Teile an dem Halbteil des Holzes zu Spondellen (Tisis). Es siegeln die Gebrüder Tumb von Neuburg. LUB I, Bd. 3, Nr. 21.
07.12.1347 Die Untertanen zu Bürs verleihen den Wallisern Wilhelm Schwarz, seinem Bruder Martin, Wilhelm Salzgeber, Andreas dem Viner, Moritz Salzgeber, seinem Bruder Johann und seinem Bruder dem Fischer, Martin Alaman dem Geiger, des verstorbenen Peters Sohn, seinen Brüdern Johann und Peter sowie Johann und Lorenz Gantenbein das Tal "Vallawier" (Brand) innerhalb angegebener Marken gegen einen jährlichen Zins von 21 Viertel Schmalz und einem Schilling Pfennig an die Frühmesse zu Bürs. LUB I, Bd. 3, Nr. 22.
11.04.1348 Ritter Ulrich von Schellenberg erklärt, dass er dem Johann Lortz, Bürger von Memingen, die Vogtei Oberopfingen samt Leuten, Gütern und Besitz („Ehaftinen“) daselbst, was Besitz des Klosters Bregenz ist und darüber er Vogt war, samt dem, was er zu Kirchdorf und Bonlanden besitzt, um 250 Pfund Heller verkauft hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 263.
11.8.1348, Feldkirch Graf „Hartman von Werdenberg von Sangans” verzichtet gegen Erlag von 31 Florentinergulden im Streite mit dem Johanniterhause in Feldkirch auf alle Ansprüche an Kirche und Kirchensatz zu Nenzing, es sei von Clausen wegen von Gisingen des Ammanns selig, von Lehenschaft oder anderen Dingen. LUB I, Bd. 3, Nr. 23.
30.10.1348, Meran Herzog Ludwig der Bayer, Markgraf von Brandenburg, verpflichtet sich gegenüber den Grafen Rudolf von Montfort-Feldkirch und Hartmann von Werdenberg von Sargans zu Vaduz sowie ihren Erben zur Zahlung von 1‘000 Mark Silber oder 5‘000 Gulden für künftige Kriegsdienste. LUB I, Bd. 3, Nr. 264.
30.10.1348, Meran Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch und Graf Hartmann von Werdenberg von Sargans zu Vaduz verpflichten sich gegenüber Ludwig, Markgrafen von Brandenburg, Graf von Tirol zu Kriegsdienst, öffnen ihm ihre Schlösser und Festen und treten in seinen Schutz. LUB I, Bd. 3, Nr. 265.
4.11.1348, Meran Graf Hartmann von Werdenberg von Sargans, Graf Rudolf von Montfort, Christofel von Räzüns, Johann von Schlandersberg, Wilhelm von Enne und Ulrich von Schluderns verbürgen sich, dass Vogt Hertwig von Mätsch, der von Herzog Konrad von Teck, Hauptmann der Herrschaft Tirol, wegen des Markgrafen Ludwig gefangen genommen wurde, sich bis kommenden Dreikönigstag wieder in die Gefangenschaft auf den Stein (Südtirol) in die Feste, und, wenn diese verloren würde, anderswohin nach Erfordernis stellen werde, widrigenfalls er 1200 Mark Berner Busse zahlen müsse; sollte er sich nicht stellen, dann haben die Bürgen auf Mahnung persönlich in Innsbruck oder Meran, wie der Hauptmann will, zu haften, bis die Summe gezahlt ist. LUB I, Bd. 3, Nr. 149.
4.11.1348, Meran Vogt Ulrich, Vogt Hertwig und Vogt Ulrichs Sohn Ulrich von Matsch versprechen, mit dem Hauptmann von Tirol, Herzog Konrad von Teck, Frieden zu halten bis zum nächsten Dreikönigstag und ihn, falls er inzwischen gegen Vogt Johann von Matsch ziehen würde, um Matsch und Kurberg zu gewinnen, daran nicht zu hindern, noch Vogt Johann mit ihren Anteilen an den Festen behilflich zu sein. LUB I, Bd. 3, Nr. 150.
7.11.1348, St. Peter Priorin und Schwestern des Augustinerinnenklosters St. Peter bei Bludenz beschliessen ein Statut über die Rechte von ausgestretenen Schwestern. Als letzte des namentlich aufgeführten Konvents ist Katherina Triesnerin erwähnt. LUB I, Bd. 6, Nr. 104.
15.10.1349 Elsa Aldrianin, Ehefrau von Hänni dem Ammann von Feldkirch, stiftet bei den Herren und dem Konvent zu St. Johann in Feldkirch einen Jahrtag und übergibt dafür einen Scheffel Weizen aus des Mellen Hof zu Schaan. LUB I, Bd. 3, Nr. 151.
13.1.1351, Bozen Markgraf Ludwig von Brandenburg, Graf von Tirol, bekennt dem Potsch von Florenz 50 Mark Berner schuldig zu sein, da dieser „gen Lienhard vnserm Spiser vmb einen Hengst für xxxiii March der Graf Hartmann wart“, 16 1/2 Mark um ein Rösslein, das Burchard von Danchersweiler erhielt und für Mark Berner Zinsschuld des obigen Lienhard ausgegeben hat. Bis zur Bezahlung soll Potsch drei Fuder Wein jährlich aus einem Weingarten in Gries beziehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 266.
19.8.1351, Königsfelden Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch bestätigt dem Herzog Albrecht von Österreich den Empfang von 200 Mark Silber für die Übergabe der Feste Gutenberg, die Albrecht an Hermann von Landenberg von Greifensee verpfändet hatte und die Rudolf von Montfort wegen einer Feindseligkeit Hermanns eingenommen hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 267.
16.9.1351, Feldkirch Hugo von Landenberg, Beringars Sohn, seine Geschwister und ihr Schwager Syfrid der Tumb schliessen mit Graf Hugo von Montfort nach längeren Streitigkeiten einen Vergleich über die ihnen von diesem verpfändete Burg Jagdberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 268.
26.9.1351, Königsfelden Hermann von Montfort verzichtet gegenüber Herzog Albrecht von Österreich für sich und seine Erben auf alle Ansprüche auf die Feste Gutenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 269.
20.11.1352, Baden Graf Hartmann von Werdenberg von Sargans bestätigt Herzog Albrecht von Österreich den Empfang von 300 Gulden als Abschlagszahlung vom versprochenen Sold, Kosten- und Schadenersatz für seinen Dienst gegen die von Zürich, Glarus, Schwyz und alle ihre Helfer. LUB I, Bd. 3, Nr. 270.
20.11.1352, Baden Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans bestätigt Herzog Albrecht von Österreich den Empfang von 300 Gulden als Abschlagszahlung vom versprochenen Sold, Kosten- und Schadenersatz für seinen Dienst gegen die von Zürich, Glarus, Schwyz und alle ihre Helfer. LUB I, Bd. 3, Nr. 271.
24.11.1352 Heinz Walther, Sohn von Johann dem Ammann, Bürger zu Feldkirch, verkauft mit Hand des Stadtammanns Johann Litscher dem Egli Blekenzan, Bürger zu Feldkirch, um 20 Pfund Pfennig Konstanzer Münze zwei Saum Weinzins von seinem Weingarten am Ardetzenberg, zwischen seiner Brüder Weingarten gelegen, unter Vorbehalt der Ablösung. Sollte es einmal weniger Wein geben, dann soll jedes Viertel mit einem Schilling gutgemacht werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 152.
22.02.1353 Graf Hartmann von Sargans verzichtet auf Bitte des Nikolaus von Vilanders auf das Haus zu Meran in der alten Stadt gelegen, das ehemals Engelmar von Vilanders gehörte und ihm von seinem Herrn Markgraf Ludwig von Brandenburg verliehen wurde, zu Gunsten von Nikolaus von Vilanders und der Kinder Engelmars von Vilanders. Zeugen sind Eckart von Vilanders, Friedrich von Greiffenstein, Konrad der Branger, Heinrich von Aychach, Peter von Vilanders und andere Leute. LUB I, Bd. 3, Nr. 153 (Auszug).
15.7.1353, Lugnez Albert von Sax-Misox von Aviusca und Johann der Riche, Bürger von Feldkirch, treten auf Bitten des Grafen Rudolf von Montfort und Ulrich Walther von Belmont in das Schiedsgericht ein, das in der Streitsache wegen eines Bündnisses zwischen den beiden entscheiden soll. Als Obmann haben die beiden Graf Hartmann von Werdenberg von Sargans genommen. LUB I, Bd. 3, Nr. 154.
1.8.1354, Brugg Graf Rudolf von Werdenberg, Herr zu Sargans, quittiert dem Herzog Albrecht von Österreich alle bisherigen Geldschulden für Dienst, Sold, Kost, Verlust und Schaden. LUB I, Bd. 3, Nr. 272.
12.10.1354, Brugg Graf Rudolf von Sargans hat sich mit Herzog Albrecht von Österreich vereinbart, ihm durch sechs Monate vom kommenden 1. November bis 1. Mai mit zehn Mann mit Helmen sowie hundert Mann zu Fuss zu dienen und gibt sein Einverständnis zu den aufgeführten Zahlungsbedingungen. LUB I, Bd. 3, Nr. 273.
4.11.1354, Tosters Graf Hugo von Montfort tauscht mit Ulrich von der Lachen, „Grafen Hartmans seligen kind Amman“ den Leibeigenen Lorenzen des Wahtars Sohn von Satteins samt Kindern gegen Annen, Cuentzen des Schniders Tochter von Bludesch, Haintzen Wirtin von Düns jeweils mit „lib und gut, ligendem und varendem.“ LUB I, Bd. 3, Nr. 24.
21.5.1355, Lindau Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans als Vogt der Kinder seines Bruders Hartmann von Werdenberg von Sargans zu Vaduz und Graf Albrecht von Werdenberg-Heiligenberg teilen ihre Rechte in der Grafschaft Walgau. LUB I, Bd. 3, Nr. 81.
27.6.1355, München Schuldschein des Herzogs Albrecht von Österreich für den Grafen Rudolf von Werdenberg für geleistete und noch zu leistende Kriegsdienste über 410 Gulden. LUB I, Bd. 3, Nr. 274.
27.11.1355, Wien Herzog Albrecht von Österreich bekennt, dass er dem Friedrich von Walsee von Graz 1'100 Pfund Wiener Pfenninge und 200 Gulden schuldig ist, nämlich 1'000 Pfund geliehenes Geld, 100 Pfund Pfandlosung und 200 Gulden, die er Graf Rudolf von Sargans für ihn (Albrecht) geben hat. Für die Gesamtsumme setzt er Burg und Stadt Feistritz zum Pfand. LUB I, Bd. 3, Nr. 275.
29.1.1356, Feldkirch Ruedi, genannt der Ammann, Bürger zu Feldkirch, übergibt für seine Freilassung aus der Gefangenschaft und seine Begnadigung alle seine und seiner Ehefrau Katharina Leibeigenen dem Grafen Rudolf von Montfort, nämlich Jäck Smaldiken zu Bürs, Ueli Studer von Frastanz, Hänni von Vixe zu Schaan und Heinz Steinli zu Altenstadt mit allen ihren Genossen, ausserdem seinen Hof zu Beschling. LUB I, Bd. 3, Nr. 155.
1.5.1356, Feldkirch Die Brüder Hermann und Hans von Sulzberg bekennen, dass sie mit Rudolf von Sargans und mit den Kindern seines verstorbenen Bruders Hartmann über alle Forderungen, die sie an diese hatten, besonders wegen der Pfandschaft, die sie von ihnen im Walgau hatten, übereingekommen sind und nur mehr neunzig Pfund Pfennig Konstanzer Münze zu bekommen haben, laut einer Urkunde von Graf Rudolf von Sargans und den Kindern seines seligen Bruders. LUB I, Bd. 3, Nr. 82.
23.6.1356, Lindau Märk (Marquard) von Schellenberg siegelt als Vogt neben Ueli dem Burrer als Lehensherr des Johann Wetzzeler und seiner Familie von „Räterschen“ (Retterschen bei Nonnenbach) dessen Zinsbrief über 1 Malter Vesen an Johann Schertwegger aus dem Gute zu Räterschen. LUB I, Bd. 3, Nr. 25.
28.7.1357, Lindau Die Grafen Albrecht der Altere und Albrecht der Jüngere von Werdenberg, genannt von Heiligenberg, einigen sich mit Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch und seinen Söhnen Ulrich, Rudolf dem Dompropst zu Chur, Hugo und Berchtold, wonach in Zukunft alle Streitigkeiten friedlich ausgetragen werden sollen. Dieser Vertrag soll das Bündnis, das die Grafen von Montfort mit Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans eingegangen sind, nicht betreffen. LUB I, Bd. 3, Nr. 276.
22.2.1359, Wien Herzog Rudolf IV. von Österreich erklärt, dass er mit Hartmann dem Meier von Windegg, seinem Vogt zu Glarus, über alle Einkünfte seiner Pfleg im Oberen und Niederen Amt zu Glarus für das Jahr 1358 abgerechnet hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 277.
17.12.1359, Isny Die Gebrüder Andreas, Berchtold und Hans von Hohenegg verkaufen Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz, die Feste und Burg Hohenegg mit Zubehör um 3000 Pfund Konstanzer Münze. Als Gewähren geben sie dem Grafen folgende Ritter und Knecht: Otto, Truchsess von Waldburg, Konrad von Sulzberg, Pantlion und Marquard von Schellenberg, Oswald von Heimenhofen, Berlin von Ellenhofen, Burkard, Jos und Rudolf von Weiler, Heinrich Linsi, Johann Zwirgenberg, Ulrich den Diesser, Völk den Hohenegger, Berchtold Baiger, Heinrich Rienolt, Hans Hohenegger, Benz Lusser, Johann Schönau und Konrad Amman, genannt vom Stadel, die die Urkunde mitbesiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 278.
29.2.1360, Feldkirch Claus von Einholen und Viga seine Hausfrau verkaufen an Ulrich von der Lachen „Amman mins herren seligen kind Grafen Hartmans von Werdenberg von Sanegans. ... an derselben kind stat“ die Leibeigene Katharina Paulus, Wirtin in Egen in Klösterle. LUB I, Bd. 3, Nr. 26.
25.4.1360, Sargans auf der Burg Graf Rudolf von Werdenberg von Sargans verleiht an Graf Hartmanns "vnsers brüders säligen kinde stat“ als deren rechter Vogt dem Jäclin von Gultur(Galtür, Paznaun), Hansen von St. Viner und Martin Bürser die Balme zu Bürs, genannt Holnegge zu einem rechten Burglehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 27.
1363 Aus dem Urbar des Grafen Rudolf von Montfort-Feldkirch († 1375). Darin erwähnt in Liechtenstein: Mäls, Eschen, Vaduz, Eschnerberg, Gamprin, Nendeln, Schönbühl, Mauren, Schaan, Triesen, Bendern LUB I, Bd. 3, Nr. 157 (Auszug)
1363 Aus dem Zinsverzeichnis des Einziehers Graf Rudolfs von Montfort-Feldkirch, Hans Seser mit Orts- und Personennamen aus Liechtenstein. LUB I, Bd. 3, Nr. 158 (Auszug).
1363 Aus dem Zinsverzeichnis Zerhochs, des Einziehers Graf Rudolfs von Montfort-Feldkirch mit Orts- und Personennamen aus Liechtenstein. LUB I, Bd. 3, Nr. 159 (Auszug).
8.4.1363, Baden im Aargau Hugo Tumb von Neuburg verkauft für sich und als Vormund seiner Vettern den Herzogen von Österreich die Feste und Herrschaft Neuburg im Rheintal zu Churwalchen samt Leuten und Gütern, darunter auch Uli Gütler und seine Kinder in Balzers und ab dem Eschnerberg 5 Scheffel Weizen. LUB I, Bd. 3, Nr. 279. Auszug
3.6.1363, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort stiftet an den von ihm errichteten Altar in der St. Nikolauskirche zu Feldkirch einen Jahrtag und übergibt dem Kaplan des Altars, Heinrich von Ems dafür mehrere Zinse, darunter auch von Vaistlis Weingarten zu Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 156.
17.11.1363, Vaduz Ulrich der Ammann von der Lachen, der zu Vaduz zu Gericht sitzt, gibt im Rechtsstreit des Johann Zittrer und seiner Frau Adelheid gegen Kunz Sulzer und Kunz Vaduzer um ein Erblehen des Klosters Mehrerau einen vorläufigen Bescheid. LUB I, Bd. 3, Nr. 280.
17.1.1364, Lindau Marquart von Schellenberg, Ritter, Hans von Bodman Ritter, Ulrich von „Sagxs“ (Sax) und Heinrich von Schellenberg vermitteln in Streitigkeiten zwischen Rudolf und Eglolf von Ems einerseits und Ulrich von Ems andererseits in Betreff der Teilung des Nachlasses des Marquart von Ems. LUB I, Bd. 3, Nr. 28.
19.6.1366, Feldkirch Rüfli Kramer, Bürger zu Feldkirch, und seine Frau bekennen Ulrich dem Litscher, Stadtammann zu Feldkirch, 23 Pfund und 6 Schilling Konstanzer Münze für Wein schuldig zu sein, wobei sie Ulrich den Ammann von der Lachen und Johann Knöre, beide Bürger zu Feldkirch, als Bürgen einsetzen, die auch mitsiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 160.
5.12.1366, Feldkirch Die Leute von Nenzing, die Anteil haben an dem Holz „Nantzengast" (bei Tisis) in der Grafschaft von Rudolf und Heinrich von Werdenberg-Sargans, vertauschen mit Zustimmung der genannten Grafen und des Grafen Rudolf von Montfort-Feldkirch diesen Wald an das Johanniterhaus zu Feldkirch gegen den Kleinzehnt von Nenzing. LUB I, Bd. 3, Nr. 29.
24.12.1367, Feldkirch Ammann, Rat und Bürgerschaft von Feldkirch lassen sich die von Graf Rudolf von Montfort verliehenen oder bestätigten Freiheiten durch Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans zu Vaduz und durch Bürgermeister und Rat der Städte Zürich und Lindau beurkunden und besiegeln, darunter auch die Massnahmen zum Schutze dieser Freiheiten gegen eine Bedrohung durch die Erben von Grafen Rudolf, indem dann die Stadt nach einem vergeblichen Schiedsspruch durch Bürgermeister und Kleinen Rat von Zürich an das Heilige Römische Reich fallen soll. Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans bestätigt ausserdem, dass das alles mit seinem guten Willen, Gunst und Wissen geschehe. LUB I, Bd. 3, Nr. 163.
1368 Herzog Albrecht von Österreich verpfändet für 300 Mark Silber die Burg Gutenberg mit Zubehör und 30 Pfund Zürcher Pfennig Einkünfte von den bei Walenstadt an den See grenzenden Gebieten dem Hugo von Hohenlandenberg, der dieses Pfand von Hermann von Landenberg von Greifensee ausgelöst hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 161.
1368 Herzog Albrecht von Österreich bewilligt dem Hugo von Hohenlandenberg 200 Gulden an der Festung Gutenberg zu verbauen. LUB I, Bd. 3, Nr. 162.
30.7.1369, Am Fahr unter Werdenberg Graf Albrecht von Werdenberg der Alte und Graf Hugo sein Sohn schliessen für sich und die Söhne Graf Albrechts, Albrecht den Älteren, Albrecht den Jungen und Heinrich, sowie für alle ihre Leute einen Frieden mit Graf Rudolf von Montfort, seinem Sohn Rudolf und allen ihren Leuten bis zum Ende der auf St. Michelstag folgenden Nacht. Sie vereinbaren, dass Herzog Leopold von Österreich samt seinen Räten während des Friedens über ihre Streitigkeiten entscheiden solle. Diese Abmachungen geschehen am Fahr über den Rhein unter Werdenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 281.
04.03.1370 Heinrich von Schellenberg beurkundet dem Kloster Bregenz sein Versprechen, dass die Kinder Elsbeths, Küntigels Tochter von Durrach [Durach], Cuntzen Hagens Ehefrau von Lutrach [Lautrach, Kreis Memmingen], zu gleichen Teilen ihm und dem Kloster gehören sollen. LUB I, Bd. 3, Nr. 30.
05.12.1371 Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch tauscht mit seinem „lieben tochtersun Graf Hainrichen von Werdenberg von Sanegans“ nach gutem Rat seiner Amtleute Oswalden, Wernhers Sohn in Montafun gegen Annen Gotzschalks Tochter, Cuntzen Mädichs Weib, mit Diensten und Steuern, wobei Oswald seinen Vater erben soll, ohne Säumen Graf Rudolfs und seiner Amtleute. LUB I, Bd. 3, Nr. 31.
21.6.1373, Werdenberg Graf Hugo von Werdenberg verleiht auf Bitten von Ulrich von Richenstein einen Zehnt in Murris (Gemeinde Wartau) an dessen Bruder Philipp von Sevelen, der denselben von Ulrich gekauft hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 403.
Bald nach 1375 Ulrich Amman von der Lachen und seine Ehefrau Adelheid stiften zu einer Jahrzeit bei den Johannitern in Feldkirch einen Scheffel Weizen, die das Johanniterhaus von Hans Wagners Gut in den Studen zu geben hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 84.
1.4.1375, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch stiftet auf den Apostelaltar der Pfarrkirche in Feldkirch eine ewige Messe, vergabt dahin eine Reihe von Einkünften, so wie sie sein Vater Rudolf noch bei Lebzeiten bestimmt hatte, und setzt nach dessen Willen zu einem Kaplan dieser Pfründen den Priester Heinrich von Gambs Tegen im Walgau. Er bittet Heinrich von Werdenberg von Sargans, „vnseren Schwester Sohn“, sowie Ammann und Rat der Stadt Feldkirch mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 83.
23.4.1375, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, vermacht seinem Neffen Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans, Sohn des seligen Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans-Vaduz, Burg und Stadt Feldkirch sowie die Burg Neumontfort mit aller Zubehör für den Fall, dass er ohne Leibeserben hinscheiden würde. Sollte Rudolf aber genötigt werden, den obgenannten Besitz zu verkaufen, dann soll ihn dieses Vermächtnis nicht hindern. Das Vermächtnis soll, wenn Rudolf mit Krieg oder Streit zu tun bekäme, innert eines Jahres, sonst innerhalb sechs Monaten vor dem Landgericht vollzogen werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 282.
22.5.1375, Baden Graf Rudolf von Montfort verkauft Herzog Leopold III. von Österreich die Grafschaft Feldkirch und andere Güter im heutigen Vorarlberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 283.
24.1.1377, Zürich Ritter Eberhart Mülner, Schultheiss der Stadt Zürich, beurkundet vor Gericht, dass Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, vor ihm für den Fall seines kinderlosen Todes verfügt habe, dass Burg und Stadt Feldkirch, der Berg zu Rankweil, die Festen Altmontfort, Neumontfort und Fussach samt aller Zubehör Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans, seiner Schwester Sohn, und seinen Erben zufallen sollen, sofern er vor Graf Heinrich kinderlos sterben würde; sollten Graf Heinrich oder seine Erben kinderlos verscheiden, dann sollen die vorgenannten Besitzungen an die Kinder der Agnes von Montfort-Feldkirch (∞ Wolfhart I. von Brandis), die Schwester des vorgenannten Grafen Rudolf von Montfort, oder ihre ehelichen Erben übergehen. Fehlen diese, soll alles an die rechten Erben von Graf Rudolf von Montfort zurückfallen. LUB I, Bd. 3, Nr. 284.
21.8.1377, Hall Wilhelm von Lenz (Graubünden), Bürger zu Hall im Inntal, gibt seinem Neffen Hans von Unterwegen und seinem Oheim Peter von Unterwegen Vollmacht als Prokuratoren für die Erbschaft nach seinem Vetter Rudolf von Pürgüni, weiland Chorherrn von Chur. Zeugen: Heinrich Zuck, Albrecht Faustner, Heinrich der Neubirt, Konrad Freysinger und andere ehrbare Leute. LUB I, Bd. 3, Nr. 164
19.11.1377, Wien Graf Rudolf von Montfort verpflichtet sich gegenüber Herzog Leopold von Österreich, dass er um die 30.000 Gulden, die ihm der Herzog für seine Grafschaft und Herrschaft Feldkirch bezahlen wird, dieselbe von seinen Vettern, denen sie verpfändet ist, einlösen und von den Herzogen leibgedingsweise innehaben wolle. Dabei sollen die Burgen Jagdberg und Ramschwag, die Leute und Güter in Vallentschinen, Güter zu Galmist und vor Illbrugg, die Leute und Güter am Eschnerberg und was jenseits der Ill gelegen ist, ausgenommen sein - diese habe er Herzog Leopold nicht verkauft. LUB I, Bd. 3, Nr. 285.
13.12.1377, Kloster Stams Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, verleiht dem Abt und Konvent des Klosters Stams im Inntal Freiheit von Zoll und Weggeld in seinem ganzen Herrschaftsbereich. LUB I, Bd. 3, Nr. 404.
1378 Die Brüder Herzog Albrecht und Herzog Leopold von Österreich belehnen den Grafen Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz mit der Herrschaft Jagdberg, die vordem Eigentum gewesen war. LUB I, Bd. 3, Nr. 165.
6.1.1378, Feldkirch Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans zu Vaduz verleiht dem Abt und Konvent des Klosters Stams im Inntal Freiheit von Zoll und Weggeld in seinem ganzen Herrschaftsbereich. LUB I, Bd. 3, Nr. 405.
19.1.1378, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, schenkt für sein und seiner Vorderen Seelenheil zu einem ewigen Almosen dem Abt und Konvent zu St. Johann in Stams im Inntal sechs Saum Wein Feldkircher Mass aus seinem eigenen Weingarten. LUB I, Bd. 3, Nr. 406.
16.2.1378, Wien Tölzer von Schellenberg gelobt Herzog Leopold von Österreich, wenn seine Heirat mit Wolfurts Tochter zustandekommt, ihm mit allen Festen und Schlössern gegen jedermann zu dienen. LUB I, Bd. 3, Nr. 286.
8.6.1378, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch verkauft mit Zustimmung seines Neffen, des Grafen Heinrich von Werdenberg von Sargans zu Vaduz, der Stadt Feldkirch das Saminatal und den Wald vom Fall, der die Grenzmark bildet, bis heraus nach Amerlügen und zur Gallmister Mark beiderseits des Baches bis an die Ill um hundert Goldgulden unter der Bedingung, dass die Genossenschaft der Leute und die Pfarrgemeinde von Frastanz bei ihren hergebrachten Gewohnheiten und Almend-nutzungen bleiben. Er behält sich den Wildbann, die Vogeljagd und das Fischrecht vor. LUB I, Bd. 3, Nr. 85.
28.10.1378, Schaffhausen Herzog Leopold von Österreich erklärt, bei den Verhandlungen mit Graf Rudolf von Montfort über den Verkauf der Herrschaft Feldkirch sei zugunsten Heinrichs von Werdenberg von Sargans verabredet worden, dass keine Leute Heinrichs und seiner Erben, weder Eigen- noch Vogtleute, in der Stadt Feldkirch als Bürger aufgenommen werden sollen, ausser mit Graf Heinrichs und seiner Erben Willen. LUB I, Bd. 3, Nr. 287.
6.11.1378, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch gelobt seinem Schwestersohn Graf Heinrich von Sargans, dass in Zukunft niemals Leute Graf Heinrichs und seiner Erben, weder Eigenleute, Vogtleute oder Edelleute in Feldkirch als Bürger aufgenommen werden sollen, ausser mit Graf Heinrichs Willen. Auf Graf Rudolfs Veranlassung schliessen sich Ammann, Rat und Bürgerschaft von Feldkirch diesem Gelöbnis an. LUB I, Bd. 3, Nr. 32.
24.2.1379, Feldkirch „Bruder Hartman, Graf von Sangans hütt ze tag ... Comendur des huses ze Veltkirch sant Johans ordens“ entscheidet als erbetener Spruchrichter neben Graf Rudolf von Montfort, seinem „lieben Ohen“ zwischen den Untertanen von Nenzing an einem und denen von Beschling am anderen Teil wegen der Messe, die der Priester von Nenzing an der Kapelle zu Beschling jeden dritten Sonntag lesen soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 33.
9.1.1380, Dornbirn Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, beurkundet den Leuten des vorderen und hinteren Teils des Hinterbregenzerwaldes, der Veste Staufen [Oberstaufen], an der Langenegg zu Dornbirn und Knie, dass er sie frei und ledig gesprochen, nun seine Herrschaft an Herzog von Österreich verkauft und von diesem als Leibgeding empfangen habe, mit der Bedingung, dass sie bei ihren alten Freiheiten belassen bleiben. LUB I, Bd. 3, Nr. 34.
9.1.1380, Dornbirn Ammann und Landleute im Hinterbregenzerwald, im hintern und vordern Teil sowie die Leute zu Staufen, an der Langenegg, zu Dornbirn und zu Knie, die von Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch dem Herzog Leopold von Österreich überlassen und von Rudolf wieder auf Lebenszeit gegen Zins als Pfleger empfangen worden sind, schwören dem Herzog und dem Grafen Gehorsam unter der Bedingung, dass sie bei ihren alten Freiheiten belassen werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 288.
21.1.1381, Feldkirch Die Brüder Hartmann Graf von Werdenberg von Sargans, Komtur zu Wädenswil und des Johanniterhauses zu Feldkirch, verleiht Heini Müller von Meiningen eine Mühle und Güter zu Altenstadt. LUB I, Bd. 3, Nr. 166.
31.10. oder 1.11.1381, Feldkirch Amman, Rat und Bürger von Feldkirch und die Grafen Johann und Heinrich von Werdenberg-Sargans als Mitschuldner verkaufen an Ulrich von Ems jährlich 45 Pfund aus dem Ungeld von Feldkirch um 500 Pfund. Sie stellen für die Erfüllung Bürgen, behalten sich und den Bürgen den Rückkauf vor und verpflichten sich, letztere schadlos zu halten. LUB I, Bd. 6, Nr. 113.
1382 Drei Briefe von Marquard von Schellenberg an Herzog Leopold wegen Bischof Johann Ribi in Gurk (Kärnten). LUB I, Bd. 3, Nr. 289.
19.3.1382, Feldkirch Goswin Bäsinger und Burkart Ammann, Bürger zu Feldkirch verkaufen dem Johanniterhause daselbst durch dessen Komtur, Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans ihren Kirchensatz zu Mauren am Eschnerberg mit Weingarten, Zehnt und Rechten um 550 Goldgulden. LUB I, Bd. 3, Nr. 35.
20.12.1382, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch, bekennt, dass er dem Hans Benz von Arbon, Bürger zu Feldkirch, für ein Ross und verschiedene Dienste 82 Pfund Konstanzer Münze schuldig geworden ist und verpfändet diesem dafür den Zehnt von Tosters, den der Zoller Jakob einhebt, unter Vorbehalt des Wiedereinlösungsrechtes. LUB I, Bd. 3, Nr. 167.
Vor 1383 Rudolf Bächli und Ursula Rainoltin von Feldkirch überlassen dem Leutpriester von Feldkirch Weizenzinse vom Poperser Acker bei Eschen. LUB I, Bd. 3, Nr. 86.
Kurz vor 1383 Elsi, Henni Ammans Hausfrau, überlässt dem Leutpriester zu St. Nikolaus in Feldkirch einen Weizenzins von Peter Mellen's Hof zu Schaan. LUB I, Bd. 3, Nr. 87.
Kurz vor 1383 Ulrich, der Ammann von der Lachen, überlässt für eine Jahrzeit dem Leutpriester zu St. Nikolaus in Feldkirch einen Zins von des Nollen Hof zu Eschen, dessen Inhaber Henni Noll einen weiteren Weizenzins von einem Acker zu Dorn und von einer Wiese unter des Nollen Baumgarten, ehemals Besitz des Ammanns, zu leisten hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 88.
28.11.1383 Herr Ulrich der „Trisner“, Pfarrer von Nüziders kauft mit 29 Leuten, vornehmlich aus Nüziders, darunter Martin Bürser und Ulin von Malär, die Alpe Formarin [Alp im Klostertal]. LUB I, Bd. 3, Nr. 36.
Vor 1384 Sinti (Senti) „Zimberman“ überlässt dem Leutpriester zu St. Nikolaus in Feldkirch 1 Pfund Pfennig von „Hellenbartz“ Weingarten, den jetzt die Gümlin innehat. LUB I, Bd. 3, Nr. 89.
Vor 1384 Ulrich (Uoli) Zoller stiftet für sich und seine Ehefrau eine Jahrzeit und übergibt dafür dem Leutpriester zu St. Nikolau s in Feldkirch fünf Schilling von einem kleinen Hof in Schaanwald. LUB I, Bd. 3, Nr. 90.
Vor 1384 Klaus von Überrhein (Überrin) stiftet für eine Jahrzeit dem Leutpriester von Feldkirch einen Schilling Zins von einer Wiese in Schaanwald. LUB I, Bd. 3, Nr. 91.
Kurz vor 1384 Agnes (Nesa Volrerin), Bärtilis Hausfrau, stiftet für ein Seelenamt dem Leutpriester von Feldkirch fünf Schilling von einem Gut auf Müsnen in Eschen. LUB I, Bd. 3, Nr. 92.
Kurz vor 1384 Älli von Schaan stiftet fünf Schilling für einen Seelengottesdienst dem Leutpriester zu Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 93.
28.1.1385, Feldkirch Gottfried von Ems, Bürger von Feldkirch, stiftet für sich und seine Frau Margarethe von Richenstein sowie für seinen Sohn „Gylien“ selig von Ems eine Jahrzeit und vergabt dafür dem Leutpriester von Feldkirch 31 Schilling von seinem Garten in Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 94.
3.4.1385, Feldkirch Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch erklärt, dass er seine Herrschaft Feldkirch mit aller Zubehör an Herzog Leopold von Österreich verkauft hat und befiehlt den Bürgern sowie der Stadt zu Feldkirch, allen seinen Burgherren, Burggrafen und Landleuten der Herrschaft, dem Herzog neuerlich zu huldigen. Er verfügt, dass nach seinem Tod niemand, auch keiner seiner Erben, den Herzog im Besitz der Herrschaft Feldkirch anfechten soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 290.
8.4.1385, Feldkirch Goswin Bäsinger, Bürger zu Feldkirch, stiftet zwei Jahrzeiten und gibt dafür dem Leutpriester von Feldkirch fünf Schilling Zins vom Hof zu Litschans (Litschis, Altenstadt) und drei Scheffel Weizenzins Feldkircher Mass von seinem Hof zu Eschen, genannt Witenhof, sowie fünf Viertel Weizenzins von des Gampriners Acker. LUB I, Bd. 3, Nr. 95.
1386 Heinrich von Schellenberg erscheint im Wappenbuch der in der Schlacht bei Sempach gefallenen Herren, Ritter und Knechte. LUB I, Bd. 3, Nr. 291.
1386 Heinrich von Schellenberg erscheint im Verzeichnis der in der Schlacht bei Sempach Gefallenen. LUB I, Bd. 3, Nr. 292.
30.11.1386, Chur Der Generalvikar des Bischofs von Chur erlaubt auf Bitten der Grafen Rudolf von Montfort und Heinrich von Werdenberg („Heinricum Comitem de Werdenberg“) mit Zustimmung des Patrons und Rektors die Abtrennung der beiden Kapellen Dalaas und Klösterle von der Mutterkirche Nüziders. LUB I, Bd. 3, Nr. 37.
22.05.1387 Johann von Sant Viner, Landammann von Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans im Walgau, verkauft Heinz Aernin von Rungels (Rungels, Gde. Göfis) einen Zehnt auf Übersaxen (Bezirk Feldkirch), Lehen des Grafen Rudolf von Montfort-Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 38.
23.6.1387, Feldkirch Hans von Sant Viner, weiland Ammann im Walgau und Hans Bürser verkaufen um 20 Pfund Konstanzer Münze Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans ihre Eigenleute Tönin von Mutt und Aellinun, dessen Frau, Hansen Tochter von Rufrü mit Kindern und Eigentum. LUB I, Bd. 3, Nr. 39.
12.3.1388, Schaffhausen Freiherr Johann von Lupfen zu Strassburg verzichtet vor dem Rat zu Schaffhausen auf sein gesamtes Erbe zugunsten seines Vetters, Freiherr Johann von Lupfen, Landgraf zu Stühlingen. LUB I, Bd. 3, Nr. 407.
12.05.1388 Agnes, Ulrich Riglers sel. Hausfrau, weiland Hansen von der Lachen sel. Tochter und ihre Kinder verkaufen mit „willen gunst vnd verhengnust dez Edeln hocherbornen Gnädigen herren Graff Hainrichs von Werdenberg von Sangans“ sowie ihres Vogtes Ulrich von Malär an Heinrich Stöcklin von Feldkirch um 75 Pfund ihre Mühle zu Ludesch samt Äckern, die Lehen sind von Graf Heinrich. LUB I, Bd. 3, Nr. 40.
28.9.1388, Feldkirch Goswin Bäsinger, Bürger zu Feldkirch, stiftet zwei Jahrzeiten für Rudolf den alten Amman und seine Familie, ferner für Ruedi Amman, dessen Sohn und Familie und übergibt deshalb dem Pfarrer von Feldkirch verschiedene Zinse, darunter auch vom Marxer von Eschen. LUB I, Bd. 3, Nr. 96.
10.10.1388 Propst Ulrich und der Konvent des Gotteshauses St. Luzi in Chur verleihen dem Erhart Vischer, seiner Ehefrau und ihren Leiberben das Gut "Brait" in Bendern. LUB I, Bd. 3, Nr. 97.
24.6.1389, Feldkirch Filipp von Brunnenvelt [Brunnenfeld] und Peter Siglaer, Ammann im Walgaw „anstatt dez Edeln wolgebornen min gnädigen herren Grauf Hainrichs von Werdenberg von sant gans“ [Sargans], teilen Leibeigene, nämlich die drei Söhne Jäkli Kärglis mit Leib und Gut. LUB I, Bd. 3, Nr. 41.
06.09.1389 Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch, der dem Bruder Marquard von Brichsen und seinen Nachfolgern im Einsiedlerleben ein Haus zu Rankweil, im Wald Valduna ob dem Weiher im Ausmass von 55 x 46 Klafter, geschenkt hat, besucht den Bau Marquards zusammen mit seinem Schwestersohn Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans. Auf Bitten um Zuwendung des anstossenden Grundes vermehrt er zustimmend die Stiftung, befreit dieselbe von allen Zinsen, Zehnten, Diensten und der weltlichen Gerichtsbarkeit und gestattet die Holznutzung im umliegenden Walde. Sollten keine Brüder für die Gründung gefunden werden, dann mag sie mit denselben Rechten geistlichen Schwestern zugewendet werden. Die Schenkung bestätigt und besiegelt auch Heinrich von Werdenberg neben seinem „Mutterbruder“. LUB I, Bd. 3, Nr. 293.
24.11.1389, Feldkirch Hans von St. Viner, weiland Ammann im Walgau, verkauft Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans seine Eigenleute, Markwart ab Rungal, Ulin an Brül und Rudolfen Müllers Kinder mit Leib und Gut, mit Steuern, Zinsen und Fällen um 80 Pfund Konstanzer Währung. LUB I, Bd. 3, Nr. 42.
Vor 10.6.1390 Ulrich Senti (Vlrich Sinti) spendet an die Pfarre St. Nikolaus in Feldkirch ein Viertel Wein als Zins von seinem Weingarten, den jetzt der Hofschreiber innehat. LUB I, Bd. 3, Nr. 98.
Kurz vor 10.6.1390 Adelheid von Göfis, Kunzen Ruggs Ehefrau, überlässt für eine Jahrzeit dem Leutpriester zu St. Nikolaus in Feldkirch Weizenzinse von Gütern zu Ruggell am Buchenstein im Benderer Gebiet und anderswo zu Ruggell. LUB I, Bd. 3, Nr. 99.
3.12.1390, Feldkirch Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans, Herr zu Vaduz, beurkundet die Übernahme des fahrenden Gutes und der Geldschulden seines verstorbenen Oheims, des Grafen Rudolf von Montfort, besonders gegenüber den Feldkircher Bürgern und den Dienern und Amtleuten desselben, die österreichisch geworden sind. Er verspricht, die Feldkircher Bürger und die Leute auf dem Lande, die zu ihnen gehören, gegen jedermanns Ansprüche zu schützen, auch wenn es der eigene Bruder oder die Schwester wäre. Das sollen auch seine drei Brüder, den von Graf Albrecht von Werdenberg gefangen gehaltenen Bischof Hartmann von Chur sowie Wolf und Ulrich Thüring von Brandis durch eigene Urkunde bestätigen. LUB I, Bd. 3, Nr. 100.
11.02.1391 Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans zu Vaduz verpfändet mit Zustimmung seines Bruders Bischof Hartmann von Chur dem Ulrich Thüring von Brandis, seinem Stiefbruder, für von diesem geliehene 1600 Goldgulden seine Feste Blumenegg im Walgau samt Leuten und Gütern mit Benennung der Grenzen des dazugehörigen Gebietes. LUB I, Bd. 3, Nr. 294.
25.7.1391, Wien Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, Herr zu Vaduz, erhält von Albrecht, Wilhelm und Leopold, Herzogen von Österreich als Entschädigung für das Erbe Graf Rudolfs von Montfort-Feldkirch die Burg und Herrschaft Jagdberg und verschiedene andere Güter, darunter zu Galmist, am Eschnerberg, jenseits der Ill hinter Tosters und oberhalb von Schaanwald, alles auf Lebenszeit, wobei nähere Bedingungen festgesetzt sind und auch über das Geleit von Feldkirch nach Vaduz bestimmt wird. LUB I, Bd. 3, Nr. 295.
18.8.1391, Feldkirch Graf Albrecht von Werdenberg-Bludenz und seine nach einzelnen Gerichtsgemeinden gegliederten Leute, darunter die zu Schellenberg gehörigen am Eschnerberg, samt den zur Verteidigung des Landes verpflichteten Burgkommandanten schliessen mit den ebenso gegliederten Leuten der Herrschaft Feldkirch samt Burgkommandanten einen Bund zur gegenseitigen Waffenhilfe für Frieden und Einheit des Landes auf 40 Jahre. Sollte der Nachfolger Graf Albrechts nicht in den Bund eintreten, dann soll ihm kein Gehorsam mehr geleistet werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 43.
24.8.1391, Feldkirch Ueli Visner der Metzger, Clara Raingerin, seine Ehefrau, seine Kinder und die Brüder seiner Ehefrau verzichten für 25 Pfund gegenüber dem Leutpriester Friedrich Sattler von Feldkirch auf ihre ererbten Ansprüche auf die neun Bettlein Rebwachs, die hinter dem Weingarten der Herrschaft Österreich, genannt Illbrugger, liegen und zu dem Weingärten gehören, „den man nempt den Gampriner“, der einst von Bischof Rudolf von Konstanz und Graf Ulrich an den Tagmessaltar zu St. Nikolaus in Feldkirch gestiftet worden war. LUB I, Bd. 3, Nr. 101.
1392-1397 Ulrich Amman von der Lachen stiftet eine Jahrzeit und übergibt deshalb dem Leutpriester zu Feldkirch sechs Schilling Zins von seinem Garten vor dem St. Nikolaustor in Feldkirch, den Hanman Goltschmit von Graf Heinrich von Werdenberg gekauft hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 104.
Zwischen 1392 und 1408 Anna, die Witwe des Schmiedes Eberli, stiftet mit einem Zins von fünf Schilling von ihrem Krautgarten vor der Stadt Feldkirch einen Jahrtag bei St. Nikolaus in Feldkirch, dass man Heinrich von Gams, „des Dekans”, ihrer und ihres Mannes gedenke. LUB I, Bd. 3, Nr. 118.
Zwischen 1392 und 1408 Frik Visner überlässt für eine Jahrzeit dem Leutpriester von Feldkirch eine Wiese in Bendern. LUB I, Bd. 3, Nr. 119.
20.3.1392, Feldkirch Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, Herr zu Vaduz verspricht auf nächsten Georgentag (23. April) nach der Stadt Baden im Aargau zu kommen, wo bewiesen werden soll, ob er sich wirklich verpflichtet hat, der Herrschaft von Österreich einen von allen seinen Brüdern - Bischof Hartmann, Wolf und Ulrich Thüring von Brandis - besiegelten Brief über die Abmachungen um die Herrschaft Jagdberg auszuwirken. LUB I, Bd. 3, Nr. 296.
Zwischen 20.3.1392 und 23.1.1397 Brief von Bischof Hartmann von Chur, Junker Wolfhart und Ulrich Thüring von Brandis, dass sie die Vereinbarungen („tegding“), die mit Graf Heinrich von Werdenberg-Vaduz getroffen haben, stets halten wolllen. LUB I, Bd. 3, Nr. 318.
23.3.1392, Feldkirch Landvogt Reinhart von Wehingen tut kund, dass er auf Befehl von Herzog Leopold von Österreich wegen der Misshelligkeiten und Zerwürfnisse seiner Herrschaft mit Bischof Hartmann von Chur und mit anderen Grafen in Churrätien (darunter sicher Graf Heinrich von Werdenberg zu Vaduz) einen Heerzug nach Feldkirch führte, dort 14 Tage lang lagerte und mit dem Bischof sowie den Grafen verhandelte. Er bestätigt, dass ihm Hans Stöckli, Amtmann zu Feldkirch, für seinen Unterhalt 96 Pfund Haller und 2 Schilling, 26 Viertel Schmalz, 7 ½ Viertel Salz, 47 Inlanken, 43 Scheffel Weizen, 62 Scheffel Kern, 50 Saum Wein, 28 Malter Haber, 3 Pfund 1 Schilling und eine Tonne Heringe geliefert hat und erklärt, dass diese Lieferung dem genannten Amtmann an seiner Rechnung über die Herrschaftsnutzungen zu Feldkirch abgezogen werden soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 168.
4.6.1392, Baden im Aargau Reinhart von Wehingen, österreichischer Landvogt, weist Hans Stöklin, Ammann zu Feldkirch, an, Heinz von Sigberg hundert Pfund Haller zu bezahlen, weil er sich in den Sachen seiner Herrschaft und von Graf Heinrich von Werdenberg, Herr zu Vaduz, treu verhalten habe (v.a. Verhandlungen betreffend Jagdberg) und quittiert ihm diese Summe. LUB I, Bd. 3, Nr. 169.
24.6.1392, Chur Bischof Hartmann von Chur, das Domkapitel, die Stadt und die Gotteshausleute von Chur schliessen mit Albrecht, Wilhelm, Leopold und ihren Brüdern, Herzogen von Österreich einen ewigen Bündnis- und Dienstvertrag, wobei sie sich mit ihrem ganzen Besitz zur militärischen Hilfe im Bereich ihres Bistums und diesseits des Arlberges bis zum Walensee und Bodensee verpflichten. LUB I, Bd. 3, Nr. 297.
13.7.1392, Salzburg Herzog Albrecht von Österreich schreibt Papst Bonifaz IX., er habe mit grosser Mühe zustande gebracht, dass Bischof Hartmann aus der Familie der Grafen von Werdenberg, der vom Gegenpapst aufgezwungen, die Churer Kirche bisher in seiner Gewalt hatte, tags zuvor in Gegenwart des Erzbischofs von Salzburg, der Bischöfe von Freising und Gurk und des Propstes Anton von Wien, Albrechts Sekretär (seines Gegenbischofs) und vieler anderer Herren und Edlen gelobte, sich samt dem Klerus der Churer Kirche ihm, dem rechtmässigen Papst, zu unterwerfen. Der Herzog bittet, ihn und seine Anhänger in Gnaden aufzunehmen. Da Propst Anton bereitwillig auf die Churer Kirche verzichtet hat, empfiehlt der Herzog, ihn zum Dank bei kommenden Beförderungen zu berücksichtigen. LUB I, Bd. 3, Nr. 298.
22.7.1392, Salzburg Die Herzöge Albrecht, Wilhelm und Leopold von Österreich schliessen mit Bischof Hartmann, dem Domkapitel, der Stadt, den Dienst- und Gotteshausleuten von Chur ein Bündnis zum Schutze der Untertanen im Bistum und den angrenzenden österreichischen Ländern. LUB I, Bd. 3, Nr. 299.
06.09.1392 Bischof Hartmann von Chur erklärt, dass wegen der Streitigkeit zwischen ihm und seinem Gotteshaus einerseits und seinem Oheim Vogt Ulrich von Matsch andererseits vereinbart worden sei, dass sein lieber Oheim Heinrich von Rottenburg, Hofmeister zu Tirol und Hauptmann an der Etsch, den Obmann eines Schiedsgerichtes benennen soll; dieser hat bereits Graf Hugo von Montfort, Herr zu Bregenz, nominiert. LUB I, Bd. 3, Nr. 170.
4.11.1392, Baden im Aargau Reinhart von Wehingen, Landvogt der Herrschaft von Österreich, weist Hans Stöklin, Ammann zu Feldkirch, an, aus den dortigen Herrschaftseinkünften dem Klaus Bock siebzehn Pfund Konstanzer zu bezahlen, die er für Graf Hans von Sargans ausgelegt, als dieser zu Verhandlungen zwischen Graf Heinrich von Vaduz und ihm wegen seiner Herrschaft ritt. Die Summe soll an Stöklis Amtsrechnung abgezogen werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 171.
12.11.1392, Pettneu Bischof Hartmann zu Chur erklärt, er habe sich wegen der Streitigkeiten mit seinem Oheim Vogt Ulrich von Matsch, Graf zu Kirchberg, urkundlich (und mit aufgedrückten Siegeln bestätigt) auf ein Schiedsgericht geeinigt: Es sollen die gegenseitigen Ansprüche bis Sonntag den 27. April aufrecht erhalten bleiben. Hauptmann Heinrich von Rottenburg, Sigmund von Starkenberg und Hans von Schlandersberg sollen die strittigen Leute und Klöster bis dahin im Namen Österreichs innehaben und schirmen. Dagegen soll die durch eine andere Urkunde erfolgte Vereinbarung über einen Rechtstag zu Pettneu auf den 10. November 1392 rechtlich keine Bedeutung haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 172.
1393 In der Rechnung des österreichischen Amtmanns Hans Stöckli zu Feldkirch erscheinen Einkünfte von Graf Heinrich von Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 177 (Auszug)
17.01.1393 Bischof Hartmann von Chur vermittelt im Streit zwischen Prior Ulrich und dem Konvent der Karthäuser in Schnals einerseits und ihrem Vikar Augustinus in Naturns anderseits über dessen Pfründe nach einem früheren Spruch des Abtes Wiso von Marienberg, apostolischer Kommissar. LUB I, Bd. 3, Nr. 173.
8.3.1393, St. Veit Vogt Ulrich von Matsch, Graf zu Kirchberg erklärt, dass er wegen der Streitigkeiten zwischen ihm und Bischof Hartmann von Chur die Entscheidung Herzog Albrecht und seinen Vettern, den Herzögen Wilhelm und Leopold überlassen hat. Er verspricht an Eides statt für sich und seinen Sohn, den Spruch Herzog Leopolds und seiner Räte, insbesondere Heinrichs von Rotenburg, Hauptmann an der Etsch, und anderer Landleute anzuerkennen. Er siegelt zusammen mit seinen Dienstleuten Walther von Stadion und Konrad von Herweshofen. LUB I, Bd. 3, Nr. 300.
09.03.1393 Bischof Hartmann von Chur bestimmt im Streit über die Einkünfte der Kirche Naturns zwischen Prior und Konvent zu Schnals einerseits und ihrem Vikar Augustinus der Pfarre Naturns anderseits als Obmann eines Schiedsgerichtes den Abt Albert von Marienberg, der nun zusammen mit je zwei Vertretern beider Parteien einen Ausgleich findet. LUB I, Bd. 3, Nr. 174.
7.4.1393, Feldkirch Herzog Leopold von Österreich bestätigt auf Bitten der Priorin und des Konventes der Klosterfrauen die Rechte und Freiheiten des neuen Stiftes im Wald Valduna im Rankweiler Kirchspiel, genannt die Guldin Müli, die ihnen Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Feldkirch selig und jetzt Graf Heinrich von Werdenberg, Herr zu Vaduz, gegeben hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 301.
10.4.1393, Feldkirch Herzog Leopold von Österreich erklärt, dass seine Oheime Graf Hugo von Montfort, Herr zu Bregenz, Graf Heinrich von Werdenberg, Herr zu Vaduz, Graf Albrecht von Werdenberg zu Bludenz und Graf Diethelm von Toggenburg mit anderen Bürgen auf seine Bitte 2'000 Gulden von Ulrich von Ems, Vogt zu Feldkirch, entlehnt haben, damit er von Graf Hans von Werdenberg, Herr zu Sargans, die Festen Nidberg und Mels (Bez. Sargans) lösen konnte. Er verspricht für sich, Herzog Albrecht und seine Vettern, die genannten Bürgen vom nächsten Georgentag an innerhalb eines Jahres schadlos zu halten. LUB I, Bd. 3, Nr. 302.
11.4.1393, Feldkirch Bischof Hartmann von Chur und Vogt Ulrich von Matsch, Graf zu Kirchberg, erklären, dass sie ihre Streitigkeiten dem Herzog Leopold zur Entscheidung überlassen haben. Sie versprechen seinen Spruch zu befolgen. Heinrich von Rottenburg, Hofmeister auf Tirol, Hauptmann an der Etsch soll gegenseitige Übergriffe verhindern. Beide Teile sollen ihre Kundschaften vor sieben Tiroler Edelleuten, nämlich Sigmund von Starkenberg, Hans dem Schlandersberger, Hans dem Trautsun von Matrei, Hans dem Ydungspeuger, Burggraf auf Tirol, Peter von Spaur, Christoph dem Fuchs und Niklaus dem Vintler ablegen, worauf dann Herzog Leopold, wenn er von Burgund kommt, beide nach Feldkirch, Winterthur oder Schaffhausen vorladen und die Entscheidung fällen kann. LUB I, Bd. 3, Nr. 303.
11.4.1393, Feldkirch Herzog Leopold entscheidet einen Streit zwischen Eberhard dem Sachser dem Älteren und seinen Neffen Wilhelm und Eberhard den Sachsern. LUB I, Bd. 3, Nr. 304.
11.04.1393 Herzog Leopold von Österreich, Graf zu Tirol als Selbstschuldner und auf seine Bitte als Mitschuldner Bischof Hartmann von Chur, Graf Heinrich von Montfort, Herr zu Tettnang, Graf Hugo von Montfort, Herr zu Bregenz, Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, Herr zu Vaduz, Graf Albrecht der Ältere von Werdenberg, Herr zu Bludenz, und Graf Friedrich von Toggenburg bekennen, dass sie Ulrich dem Älteren von Ems, Vogt zu Feldkirch, 2300 Gulden, Dukaten und Unger, sowie 250 Pfund Konstanzer Pfennige schulden. Sie setzen dafür als Bürgen Johann Stöcklin, Amtmann, Klaus Bock, Goswin Basinger, Walter Han, Heinrich Stöcklin und Johann Littscher, Bürger zu Feldkirch, wobei Herzog Leopold die Mitschuldner völlig entschädigen soll. Die Bedingungen der Rückzahlung werden ausführlich dargelegt. LUB I, Bd. 3, Nr. 175.
4.7.1393, Feldkirch Bruder Ulrich von Tettingen, Komtur des Johanniterhauses Tobel und Feldkirch, sichert den Leuten von Sonntag auf ihr Gesuch an den Bischof Hartmann von Chur zu, dass der Pfarrer von Thüringen bei ihnen einen Helfer haben soll, dessen Leistungen und Einkünfte „mit verhengnuss willen vnd gunst“ des Bischofs Hartmans von Werdenberg bestimmt werden. Es siegelt Graf Hartmann, Bischof von Chur, der Komtur und Hans Stöcklin von Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 44.
31.10.1393, Freiburg i.B. Herzog Leopold von Österreich schliesst für sich und seine Brüder und Vettern Wilhelm und Albrecht, Herzöge von Österreich, mit seinen Ländern Thurgau, Aargau, Schwaben, mit der Herrschaft zu Feldkirch und zu Churwalchen ein Bündnis mit der Stadt Konstanz auf sieben Jahre. LUB I, Bd. 3, Nr. 305.
15.11.1393, Ensisheim Herzog Leopold von Österreich schliesst mit der Stadt Basel ein Bündnis auf zehn Jahre. LUB I, Bd. 3, Nr. 306.
4.12.1393, Winterthur Herzog Leopold von Österreich nimmt die Brüder Heinrich, Eberhart und Jörg von Andlau, die wegen einer unberechtigten, angeblich vom Vater des Herzogs, Leopold, herrührenden Schuldforderung ihn an Land und Leuten angriffen hatten, sich aber wieder unterworfen haben, in Gnaden auf. LUB I, Bd. 3, Nr. 307.
13.12.1393, Wien Die Herzöge Albrecht, Wilhelm und Leopold von Österreich schliessen ein Bündnis mit Konrad, dem Erzbischof von Mainz. LUB I, Bd. 3, Nr. 308.
13.12.1393, Wien Die Herzöge Albrecht, Wilhelm und Leopold schliessen mit den bayrischen Herzögen Ruprecht dem Älteren und Ruprecht dem Jüngeren ein Bündnis. LUB I, Bd. 3, Nr. 309.
16.12.1393, Zürich Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Stadt Zürich, die mit Marquard (Märken) von Schellenberg und seiner Ehefrau von Wolfurt sowie seinen Freunden und Helfern in Fehde liegen, schliessen mit ihnen durch Vermittlung des Bürgermeisters und Rates von Konstanz einen Waffenstillstand bis zum zwölften Tage nach Weihnachten des Jahres. LUB I, Bd. 3, Nr. 176.
05.01.1394 Der Bürgermeister, die Räte und Bürger der Stadt Zürich geloben den Waffenstillstand zu halten, welchen ihre Eidgenossen, der Bürgermeister und Rat von Konstanz in der Fehde Zürichs mit Marquard (Marken) von Schellenberg und seiner Frau von Wolfurt sowie deren Helfern und Dienern bis nächsten Maria Lichtmess zwischen beiden Parteien vermittelt haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 178.
19.1.1394, Ensisheim Herzog Leopold von Österreich schliesst für sich, seine Brüder und seinen Vetter Albrecht mit Burkhart, dem erwählten Bischof des Bistums zu Strassburg ein Bündnis auf 8 Jahre, das sich auf die Länder beider Teile diesseits des Arlbergs erstrecken soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 310.
19.1.1394, Ensisheim Bischof Burchard von Strassburg schliesst mit Herzog Leopold ein Bündnis auf acht Jahre, das sich auf die Länder beider Teile diesseits des Arlbergs erstrecken soll. Der Bischof bedingt sich aus, dass dieses Bündnis nicht gegen den Heiligen Stuhl, das hl. Römische Reich, die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier, die Pfalzgrafen Ruprecht den Älteren und Jüngeren, Graf Eberhard von Württemberg, Graf Johann zu Salm, Graf Heinrich zu Saarwerde, die Brüder des Bischofs, Stiftsdekan Volmar von Lützelstein und Graf Heinrich von Lützelstein, Johann und Ludwig, Herren zu Lichtenberg, Johann und Hügelman, Herren zu Finstingen, die Stadt Strassburg und auch nicht gegen alle, „die der obgenannte unser Herr in seinem Bundesbrief gegen uns ausnimmt“ (also auch Bischof Hart mann von Chur), gerichtet sein soll. LUB I, Bd. 3, Nr. 311.
14.2.1394, Schaffhausen Ruedger Im Turn der Ältere, Sohn von Wilhelms Im Turn selig, und der Rat der Stadt Schaffhausen bekunden, dass vor Ruedger (der an Stelle des Ritters Heinrich von Randegg, Vogt zu Schaffhausen, zu Gericht sass) Johann von Honburg, Sohn von Konrad selig, der Katherina von Wolffurt, der Ehefrau von Marquard von Schellenberg, seine halbe Mühle zu Buch und acht Pfund alter Heller Konstanzer Währung aus seinen Vogteirechten zu Horn überliess gegen deren Rechte am Hof zu Baldisheim, den ihm Katharina von Wolfurt selig, ihre Mutter, gegeben hatte. Falls er keine ehelichen Erben hinterlassen würde, dann sollte nämlich der Hof an sie, Katharina von Schellenberg, und an ihre Schwester Clara von Honburg, die Witwe Ritter Heinrichs sel. von Randegg (Vater des Obgenannten) und an seine Mutter und ihre Erben kommen, die früher zu seinen Gunsten auf diesen Hof verzichtet hatten; nun aber sollen in diesem Fall die halbe Mühle und die acht Pfund an Katharina von Schellenberg übergehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 179.
30.03.1394 Jos Mayger von Altstätten verleiht den Knechten Bernhart, Hans und Philipp, den Söhnen des sel. Philipp von Sevelen, den Zehnt zu Murris, den Bernhard von Sevelen von Graf Heinrich von Werdenberg selig als rechtes Lehenbekommen hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 414.
25.4.1394, Feldkirch Die Brüder Hartmann, Bischof von Chur und Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, Herr zu Vaduz einerseits und Graf Albrecht von Werdenberg der Ältere, Herr zu Bludenz, andererseits vereinbaren sich über die Aufstellung von Ammännern am Eschnerberg, die dortige Gerichtsbarkeit, über die Fischrechte in der Esche, die Taferne, den Zoll am Eschnerberg und über Geleite im Walgau und Montafon, über herkommene Leute, die Leute des verstorbenen Grafen Rudolf in Bludenz sowie über das Ausschlagen der Weiden. LUB I, Bd. 3, Nr. 45.
5.5.1394, Ensisheim Die Herzöge Albrecht, Wilhelm und Leopold von Österreich schliessen für sich und im Namen ihrer Brüder Ernst und Friedrich zusammen mit ihren Ländern und deren Bewohnern im Elsass, Breisgau, Sundgau , Aargau, auf dem Schwarzwald, zu Burgund, Freiburg im Uechtland, im Thurgau, zu Churwalchen und Schwaben wegen Unsicherheit der Strassen einen Bündnisvertrag in 30 Punkten auf neun Jahre mit Graf Eberhard von Württemberg, solang er im Dienst Österreichs steht, sowie mit den Reichsstädten Ulm, Rottweil, Nördlingen, Memmingen, Hall, Gmünd, Biberach, Kempten, Kaufbeuren, Pfullendorf, Isny, Aalen, Leutkirch und Bopfingen samt ihren Bewohnern zur gegenseitigen Hilfe. LUB I, Bd. 3, Nr. 312.
27.7.1394, Breisach Herzog Leopold von Österreich vermittelt in den Streitigkeiten zwischen Wilhelm von Dyest, vom hl. Stuhl erwählter Bischof zum Bistum Strassburg samt dem Meister, dem Rat und der Bürgerschaft zu Strassburg einerseits und Graf Burkhart von Lützelstein, Dompropst zu Strassburg. LUB I, Bd. 3, Nr. 313.
18.9.1394, Bremgarten Herzog Leopold von Österreich bekennt, Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans, Herr zu Vaduz, und dessen Leibeserben 4'000 Gulden wegen der Herrschaft Feldkirch schuldig zu sein, worauf Heinrich die darüber ausgestellte Urkunde des verstorbenen Herzogs Leopold (Vater) herausgab. LUB I, Bd. 3, Nr. 314.
15.10.1394 In der Alpordnung beider Alpen Formarin erscheinen als Anteilberechtigte „Eberhartz Trisners“ Hofstatt zu Nüzider, sowie „Henni Trisners“ Hofstatt zu Montmosan. LUB I, Bd. 3, Nr. 46.
16.11.-24.12.1394 Beschwerdeschrift des Vogtes Ulrich von Matsch, Graf zu Kirchberg, gegen Bischof Hartmann von Chur und seine Leute, darunter die Äbtissin zu Münster, der Abt von St. Marienberg, der Probst von Fürstenburg, die Gemeinde Ramosch (Remüs), die Schuoler von Vicosoprano und ungenannte Engadiner, wegen schwerer Übergriffe im Vintschgau, Münstertal und Engadin. LUB I, Bd. 3, Nr. 180.
26.5.1395, Feldkirch Herzog Leopold von Österreich verleiht Hans Kapfer, Oswald Weinzürn, Burkhard Ebenhoch, Hennin Iselin, Hans Künzler dem Alten, Hans Bechler dem Alten, Hans Ogstenfried, Ulin Betzler, Hans Mell, den Brüdern Hans und Kunz Waibel seinen oberen, 20 Betten umfassenden Baum- und Weingarten an dem Blasenberg, der jetzt noch ein herzogliches Leibgeding des Grafen Heinrich von Montfort, Herr zu Vaduz, ist gegen ein Drittel des Weins. Wenn der Graf stirbt, sollen sie und ihre Erben den Weingarten nutzen. LUB I, Bd. 3, Nr. 102.
26.5.1395, Feldkirch Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, Herr zu Vaduz, bekennt, dass er den Weingarten und Berg Blasenberg zu Feldkirch vor der hohen Illbruck, «vnnser Recht leibgeding» von der Herrschaft Österreich, welcher — besonders die Oberhalde, die einst den Hanen gehört hatte — reblos, baulos und verdorben war, nun nach Rat der österreichischen Amtleute an die ehrbaren Knechte Hanns Kapfer, den Schneider, Burck Ebenhorsch, Oswald Weinzierl, Ueli Bätzler, Hanns Augenstinfried, Henni YseIli, Heinz Bächler, Heinz Mell, den Brüdern Heinz und Kunz Waibel und Hans Cüntzler samt dem Torggel und Einfang zu Erblehen verliehen hat. Dafür sollen die Genannten zu Lebzeiten Graf Heinrichs ihm und dann der Herrschaft von Österreich jährlich von diesem Weingarten den dritten Teil des Weinertrages liefern. Es siegelt Graf Heinrich. LUB I, Bd. 3, Nr. 181.
29.6.1395, Feldkirch Bischof Hartmann von Chur, sein Bruder Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, Hans von Werdenberg, Dompropst zu Chur, Rudolf, Hans der Jüngere, Hugo und Heinrich, alle Grafen zu Werdenberg-Sargans sowie Abt Burkard von Pfäfers schliessen mit Herzog Leopold von Österreich ein Bündnis gegen Graf Albrecht den Jüngeren von Werdenberg-Heiligenberg und die Brüder Rudolf und Hugo, Grafen von Werdenberg-Rheineck. LUB I, Bd. 3, Nr. 315.
03.07.1395 Hans Kapfer der Schneider, Bürger zu Feldkirch, verkauft mit Hand des Johann Stöckli, Amtmann und Hubmeister der Herrschaft Österreich in der Herrschaft Feldkirch diesseits des Arlbergs und anderwo, um 15 1/2 Pfund Pfennig an Ulrich Traul und seine Frau, Bürger zu Feldkirch, einen Weingarten am Blasenberg, Erblehen der Herrschaft Österreich, ledig, ausser dass dem Grafen Heinrich von Vaduz auf Lebzeiten zweijährlich ungefähr ein Drittel des Weins, der darin wächst, geliefert werden muss, nach dem Tod des Grafen der gnädigen Herrschaft von Österreich. LUB I, Bd. 3, Nr. 103. Auszug.
17.12.1395, Feldkirch Graf Albrecht von Werdenberg der Ältere, Herr zu Bludenz, verzichtet nach Rat seiner Amtleute zu Gunsten von Graf Hartmann, Bischof von Chur, und Graf Heinrich von Werdenberg von Sargans, „baiden gebrüder”, die nach ehrbarer Leute Rat zum Übereinkommen bereit sind, auf alle Ansprüche an folgenden Leuten, zu Bludenz und anderswo, an Leib, Gut und Nachkommenschaft: Hans Krissisen, Herrn Hansen von Brunnenfeld Kellerin, Els Sütterin, Vogelsangin, Henni Krölli, Henni Wild und Kim. LUB I, Bd. 3, Nr. 47.
13.1.1396, Schloss Tirol Herzog Leopold von Österreich befiehlt dem Vogt zu Ehrenberg, die in seiner Pflege gesessenen Leute des Klosters zu Füssen anzuhalten, dem Abt zu Füssen in gleichem Masse zu zinsen, wie man dem Graf Heinrich von Montfort, dem von Schellenberg, dem von Freiberg und dem von Heimenhofen zinse. LUB I, Bd. 3, Nr. 182.
29.05.1396 Tölzer von Schellenberg gelobt die Feste und Pflege Ehrenberg (bei Reutte, Tirol) mit Leuten und Zubehör, die ihm Herzog Leopold von Österreich samt der althergebrachten Burghut verlieh, treulich zu versorgen und, wenn er dazu aufgefordert würde, sie sofort wieder abzutreten. Das Gleiche sollen auch jene tun, die an seiner Stelle die Feste besetzen, wenn er selbst nicht dort sein könnte. Es siegeln neben ihm seine lieben Freunde Siegmund von Starkenberg und Albrecht von Wehingen. LUB I, Bd. 3, Nr. 183.
20.7.1396, Innsbruck Hans von Egelse, genannt Viggenstain, verzichtet wegen der von Herzog Leopold selig genossenen Gnaden zu Gunsten von Herzog Leopold, seinen Brüdern und Vettern auf die Feste St. Petersberg, das Pfand der Feste Laudegg, das verpfändete Gericht zu Imst sowie auf etliche Geldbriefe von Bischof Hartmann von Chur, auf alle Briefe von denen von Matsch, auf einen der Starkenberger und auf alle Habe, ausser auf die Verpfändung des Korbs und zu Firmiaun, worauf er seine Hausfrau verwiesen hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 316.
30.7.1396, Rheineck Vogt Ulrich von Matsch der Ältere, seine Söhne und Enkel geloben, nachdem ihnen Herzog Leopold von Österreich die Festen Tarasp und Reichenberg übergeben hat, mit denselben der Herrschaft Österreich zu dienen und dem Gotteshaus zu Chur und dem Bischof Hartmann und den seinen keinen Schaden zu tun. LUB I, Bd. 3, Nr. 317.
15.9.1396, Schaffhausen Engelhart, Herr zu Weinsberg, Landvogt der Herrschaft von Österreich, entscheidet als Schiedsrichter einen Streit zwischen Marquard (Marken) von Schellenberg, seiner Ehefrau Katherina von Wolffurt sowie dem Bürgermeister, dem Rat und den Bürgern zu Konstanz einerseits und Götz von Hünenberg dem Älteren sowie dem Bürgermeister, Rat und den Bürgern der Stadt Zürich andererseits betreffend die Gefangenschaft des von Hünenberg, die Totschläge und Güter, die Frau Katharina von Wolfurt von ihrem seligen Mann, Ritter Türing von Hallwil erbte, nämlich in den Ämtern Maschwanden und Horgen und um den Zürichsee, die Pfand von Österreich sind und nun an Götz von Hünenberg fallen, ferner die entsprechende Auslieferung der Briefe sowie eine von Marquard noch zu erwirkende Bestätigung dieses Vertrages durch Herzog Leopold. LUB I, Bd. 3, Nr. 184.
16.9.1396, Zürich Bürgermeister, Rat und Bürger der Stadt Zürich geben bekannt, dass sie lange Zeit Krieg und Misshelligkeiten gehabt hatten mit Marquard (Marken) von Schellenberg und mit dessen Ehefrau Katherina von Wolfurt; nun aber hat Engelhart von Winsperg, Landvogt des Herzogs Leopold, einen Vergleich herbeigeführt, den sie einhalten wollen. LUB I, Bd. 3, Nr. 185.
Zwischen 1397 und 1416 Brief von Bischof Hartmann zu Chur betr. die Ansprüche an die Herren von Österreich betr. Jagdberg und die Feste Ramschwag, ausgenommen etliche Waliser. LUB I, Bd. 3, Nr. 393.
04.08.1397 Gebhart Ehinger, Stadtammann zu Konstanz, vidimiert dem im Namen von Katherina von Schellenberg, geborene von Wolffurt, gesessen zu Gaienhofen, vor ihm erscheinenden Heinrich Wieland die Urkunde von 15. September 1396. LUB I, Bd. 3, Nr. 186.
06.10.1397 Hans von Schellenberg begehrt die Feste Haldenberg mit Leuten und Gut von Abt Kuno von St. Gallen zu Ritter Konrad von Prassberg Hand zu empfangen. LUB I, Bd. 3, Nr. 187.
05.12.1397 Wilhelm von Richenstein von Triesen und seine Ehefrau Ursula, Heinzen Underwegers Tochter, die von ihrem Erblehengut auf Masescha in Triesenberg, das die Kinder von Hans Tschuttels des Schlegels selig, eines Wallisers, innehaben, drei Pfund Pfennig Konstanzer Münze jährlichen Zins beziehen, verkaufen dem Grossahansen, einem Walliser, von Triesenberg von diesem Zins ein Pfund Pfennig um fünfzehn Pfund. Es siegelt neben Wilhelm von Richenstein auch Johann Vaistli von Vaduz. LUB I, Bd. 3, Nr. 105.
1398 Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, besiegelt eine Zinsverschreibung des Heinrich Morgentag und seiner Ehefrau Adelheid Stainmännin von einem Scheffel Schmalzgeld, liegend auf Gütern zu Braz (Klostertal) für 32 Pfund Pfennig Landwährung an Eglin Mezger, Bürger zu Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 109.
1398 Bischof Hartmann von Chur übergibt Hans Benz Schwarzhans sein Eigentumsrecht am Grosszehnt zu Tosters, der diesem von Graf Rudolf von Montfort verpfändet worden war. LUB I, Bd. 3, Nr. 189.
19.1.1398, Feldkirch Die Brüder Ueli und Heinrich Steffan, Ruedi Steffans selige Söhne von Altenstadt, bestätigen, dass ihr Vater einen Zins an die Johanniter zu Feldkirch auf bestimmte Güter zu Altenstadt übernommen hat, die nach Ausweis einer mit dem Siegel des seligen Grafen Heinrich von Sargans bekräftigten Urkunde Lehen des Ritters Ulrich von Ems sind, ihm jetzt verpfändet und in Zukunft zinspflichtig sind. Da sie kein eigenes Siegel besitzen und Bischof Hartmann von Chur gehören, bitten sie Heinrich von Santvinar, seinen Ammann im Walgau, für sie zu siegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 106.
3.4.1398, Chur Bischof Hartmann von Chur verfügt wegen der geringen Einkünfte der Pfründe des Liebfrauenaltars im Chor der Pfarrkirche Feldkirch die Vereinigung dieser Pfründe mit der Pfarrkirche St. Korneli in Tosters, deren Patronatsrecht ihm nach vollem Erbrecht zustehe, doch soll dabei die Sakramentspendung oder eine andere kirchliche Befugnis keinen Schaden leiden. LUB I, Bd. 3, Nr. 107.
23.4.1398, Engen Clementia von Hewen, Gräfin von Toggenburg, und ihre Söhne Peter und Wolfram, Herren von Hewen, verkaufen Baertillin, Vogt von Schwartzenbach, für 120 Pfund Haller Pfennige ihre namentlich aufgeführten Eigen- und Vogtleute in der Baar. LUB I, Bd. 3, Nr. 188.
08.05.1398 Albrecht Huser , genannt Insigler, Stadtschreiber zu Feldkirch, Anna Möchlin, seine Ehefrau und deren Mutter stiften einen Jahrtag und übergeben hiefür dem Leutpriester Friedrich Sattler zu St. Nikolaus in Feldkirch einen Zins von einem Pfund zwei Schilling Pfennig, den sie von Kunz im Holz, sesshaft bei der Neuen Schellenberg und seiner Ehefrau Agnes gekauft haben, aus deren freiem Gut samt dem Seelein bei der Neuen Schellenberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 108.
19.06.1398 Eberhard Stagel, Schultheiss von Zürich, bezeugt, dass Bischof Hartmann zu Chur, Graf von Werdenberg, seinen Büdern, den Freiherren Junkern Wolfhart Ulrich Thüring von Brandis aus Freundschaft und wegen der Ansprüche aus dem mütterlichen Erbe die Feste Blumenegg mit Zubehör ausser der Vogtei in Vallentschina vor ihm im öffentlichen Gericht übergeben habe. LUB I, Bd. 3, Nr. 319.
6.7.1398, Feldkirch Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg, der seinen (Halb-)Brüdern Wolfhart und Ulrich Thüring von Brandis und ihren Erben die Feste Blumenegg mit Leuten und Gütern übergeben hatte, hat diesen Besitz nach Ausweis der beiderseits gegebenen Briefe auf Lebenszeit wieder zurückerhalten und verspricht seinen Brüdern und deren Erben jährlich auf St. Hilarientag 100 Pfund Pfennig Konstanzer Münze Zins zu geben. LUB I, Bd. 3, Nr. 320.
Zwischen 1399 und 1402,Feldkirch Das Feldkircher Stadtrecht bestimmt, was als heimischer Wein zu gelten habe und zieht dabei auch eine Grenze am Eschnerberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 113.
12.1.1399, Ensisheim Bischof Hartmann von Chur erklärt, dass ihn Herzog Leopold auf sein Anbieten als Rat in seinen Dienst aufgenommen hat und zwar gegen jährliche 400 Pfund Haller von der Steuer des Bregenzerwaldes auf Lichtmess, worüber ihm der Herzog eine Anweisung an den dortigen Amtmann übergab. Er gelobt dem Herzog treue Dienste gegen jedermann; sind hiefür Kriegsvolk und Dienstmannen notwendig, dann soll der Dienst entgolten werden wie bei anderen, die solchen Dienst tun, doch mit Vorbehalt der laut Bündnisbrief übernommenen Pflichten. LUB I, Bd. 3, Nr. 321.
26.02.1399 Hartmann von Werdenberg, Bischof von Chur verleiht Hansen Byschof, Peter Hasler, Wallisern aus Überlutz (Buchboden im Grossen Walsertal), Elsa Graberin, Walliserin von Auenfeld (abgegangene Siedlung bei Schröcken, Hinterbregenzerwald), Martin Byschofs des Wallisers Kindern den Wald und das Gut, die Rüti ausserhalb Überlutz, gelegen in Buchboden, gegen 7 Pfund Ehrschatz und 1 Wertkäse als Zins. LUB I, Bd. 3, Nr. 48.
12.1.1400, Feldkirch Klaus vom Stadel, Bürger zu Feldkirch stiftet für sich, seine verstorbene Ehefrau Elisabeth Köchin, seinen Schwiegervater Heinz Koch und dessen Frau Margaretha einen Jahrtag und verordnet hiezu dem Leutpriester von St. Nikolaus in Feldkirch einen Zins von einem Pfund zwei Schilling von Haus und Hofstatt an Zifelsgassen, zwischen Jakob Hanen und Hans Ogstifrietz Gütern zu Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 112.
20.1.1400, Werdenberg Graf Rudolf von Werdenberg verleiht dem Knecht Bernhard von Sevelen, dem Sohn des sel. Philipp von Sevelen, den Zehnt zu Murris, den schon Philipp und Bernhard von Rudolfs Vorfahren als Lehen erhalten hatten. LUB I, Bd. 3, Nr. 415.
05.02.1400 Ulin von Malär zu Nüziders verkauft an Heinrich von Sant Viner, Landammann im Walgau, Rechte am Gut Platzens in Tschalengen, welches der Landammann von Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz sel. laut eines Briefes erkauft hat, um 2 Pfund. LUB I, Bd. 3, Nr. 49.
Um 1400 Heinz Bysy und seine Ehefrau Ursula stiften einen Jahrtag bei den Johannitern in Feldkirch und stiften dafür einen Zins von einem Scheffel Weizen von des Helwers Acker. LUB I, Bd. 3, Nr. 111.
30.9.1400, Ensisheim Konrad von Randegg, von Herzog Leopold in Dienst genommen, verspricht ihm, seinen Brüdern und Erben getreulich mit einem guten wohlerzeugten Spiess ein ganzes Jahr lang für hundert rheinische Gulden gegen jedermann zu dienen, ausgenommen Bischof Hartmann von Chur und sein Gotteshaus. LUB I, Bd. 3, Nr. 190.
Um 1400 Adelheid, die Gattin Ulrich Ammans von der Lachen, stiftet eine Jahrzeit und übergibt dafür dem Leutpriester von Ludesch sieben Schilling Zins von ihrem Weingarten und sechs Viertel Korn von einem Acker „in Quadran“ (Flurname in Ludesch) und vier Käse von der Wiese „zu der lachen, genant Gurtifals“. LUB I, Bd. 3, Nr. 110.
29.7.1401, Innsbruck Graf Rudolf von Werdenberg gelobt für sich und seine Brüder Hugo und Heinrich den Spruch des Herzogs Leopold zur Beilegung ihrer Streitigkeiten mit ihm und seinen Bundesgenossen anzunehmen. LUB I, Bd. 3, Nr. 322.
7.10.1401, Bozen König Ruprecht belehnt Bischof Hartmann von Chur der ihm als geistlicher Reichsfürst gehuldigt hat, auf dessen Bitte mit den Regalien, wie sie seine Vorgänger innegehabt haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 323.
7.10.1401, Bozen König Ruprecht verkündet allen Obrigkeiten und Einwohnern Italiens, die dem Reiche angehören, besonders der Lombardei, dass er in vollem Vertrauen auf die Umsicht des Bischofs Hartmann von Chur diesem die Vollmacht gegeben habe, dass er gegen die Rebellen und Ungehorsamen und besonders gegen Johann Galeazzo, genannt Graf der Tugenden, den Feind des Reiches den Reichskrieg eröffnen, die kaiserliche Fahne erheben, ihre Länder, Städte, Schlösser und Festungen erobern und die Abtrünnigen wieder unterwerfen solle. LUB I, Bd. 3, Nr. 324.
9.10.1401, Bozen Registereintrag, wonach Bischof Hartmann von Chur die Grafschaft Vaduz erhalten hat, die von seinem Vater an ihn gefallen ist LUB I, Bd. 3, Nr. 325.
18.12.1401 Dreizehn Genannte und alle Nachbarn insgesamt oberhalb des Soltzbaches bei der oberen Kirche im Lechtal bekennen, dass Bischof Burkard von Augsburg die obere von der unteren Kirche geschieden und zu einer eigenen Pfarre gemacht hat. Sie versprechen, die hiezu vom Bischof gegebene Urkunde zu befolgen. Gegen Zuwiderhandelnde soll Tölzer von Schellenberg, Pfleger auf Erenberg, oder wer in Zukunft da Pfleger wird, vorgehen. Dieser siegelt neben Hermann Thomar und Hans Annshalm zu Füssen. LUB I, Bd. 3, Nr. 191.
5.1.1402, Innsbruck Herzog Leopold von Österreich bestätigt die Abtrennung der Bauernschaft der Oberen Kirche im Lechtal von der alten Pfarrkirche durch Bischof Burkhart von Augsburg mit Zustimmung des Abtes zu Füssen als Lehensherr der Kirche. Er empfiehlt Tölzer von Schellenberg, dem Vogt zu Eremberg, oder seinem jeweiligen Nachfolger das Kloster Füssen in seinen Rechten gegenüber der Bauernschaft zu schützen. LUB I, Bd. 3, Nr. 192.
9.11.1402, Nürnberg König Ruprecht verpfändet Marquard (Merck) von Schellenberg, Ritter, von Kisslegg, für treue Dienste, die er „uns und unsern Vorfahren“ oft getan hat, die Kellhöfe vor der Reichsstadt Lindau um 200 rheinische Gulden. LUB I, Bd. 3, Nr. 193.
9.11.1402, Nürnberg König Ruprecht bestätigt Marquard (Merk) von Schellenberg, Tölzer und Marquard (Mercke) von Schellenberg, seinen (=Marquards) Vettern, alle genannt von Kisslegg, wegen ihrer oftmaligen treuen Dienste für ihn und seine Vorgänger die von diesen stammenden Urkunden über ihre Pfandschaft der Mühle zu Leutkirch, ausgenommen die Urkunde, mit der ihnen König Wenzel die Pfandsumme erhöht hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 326.
30.11.1402, Bludenz Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, und Graf Albrecht von Werdenberg der Ältere, Herr zu Bludenz, vereinbaren sich über die Rechte der Grafschaft Hartmanns im Walgau und seiner Grafschaft zu Vaduz am Eschnerberg betr. Gerichtsbarkeit, Zölle, Tafernen, Fischrechte, Einwanderer und Weideordnung. LUB I, Bd. 3, Nr. 114.
1403 Aus dem österreichischen Urbar der Herrschaft Feldkirch. LUB I, Bd. 3, Nr. 195.
11.07.1403 Die Reichsstädte, die zum Bund um den See und im Allgäu gehören, entscheiden in einem Streit um ein Jagdrecht zwischen Abt Friedrich von Kempten und seinem Vogt Johann Truchsess von Waldburg als Kläger und Heinrich von Schellenberg als Beklagtem. LUB I, Bd. 3, Nr. 327.
1.10.1403, Burg Fürstenburg (bei Mals) Bischof Hartmann von Chur quittiert in Gegenwart von Ulrich, Scolasticus der Churer Kirche, der Kanoniker Antonius Lentfrid und Rudolf Bellatzon, des damaligen bischöflichen Richters Albert Mesner von Schluderns und des Johann Karolus von Taufers den Empfang von 222 Gulden von Johannes Pinus von Parma und den Brüdern Ambrosius und Bartholomäus de Ritzanibus, alle drei Apotheker und Bürger von Meran, als Teilzahlung einer Schuld von 2000 Gulden. LUB I, Bd. 3, Nr. 194.
17.10.1403, Heidelberg König Ruprecht entscheidet in einem Streit zwischen dem Abt von Kempten und Heinrich von Schellenberg wegen eines Wildbanns. LUB I, Bd. 3, Nr. 328.
18.06.1404 Hänni von Bästlingen (Beschling, Gde. Nenzing), Bürger von Feldkirch, verkauft Katharina, Tochter von Wälti selig von Bästlingen, seine Rechte an der Wiese Fladnär auf Latz in Penzing, die einwärts an „Schwygger Vaistlis“ Güter stösst. LUB I, Bd. 3, Nr. 115.
23.6.1404, Burg Blumenegg Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans, Propst der Churer Kirche, gibt dem Johannes Mäkorn, Leutpriester zu Bürs, Erlaubnis, sein Eigentum nach ortsüblicher Gewohnheit zu übergeben. LUB I, Bd. 3, Nr. 50.
13.8.1404, Feldkirch Herzog Friedrich von Österreich erklärt, dass Heinrich StöckIi von Bischof Hartmann von Chur einen Geldschuldbrief innehat, der auf 1300 Pfund Haller lautet. Er verspricht dem Bischof, diesen Brief bis zu kommender Weihnacht für ihn einzulösen. LUB I, Bd. 3, Nr. 329.
22.8.1404, Schaffhausen Herzog Friedrich von Österreich entscheidet in einem Streit wegen eines Knechtes zwischen seinem Oheim Graf Friedrich von Toggenburg und Ulrich Thüring von Brandis, dem der erstere in einer Fehde gegen den Bischof von Konstanz beigestanden ist. LUB I, Bd. 3, Nr. 51.
5.9.1404, Heidelberg König Ruprecht verleiht Kunz von Schellenberg wegen seiner treuen Dienste das Recht, in seiner Stadt Hüfingen („Hofingen“) Stock und Galgen zu haben und über Hals und Haupt zu richten. LUB I, Bd. 3, Nr. 330.
02.11.1404 Herzog Friedrich von Österreich erlaubt Johann Graf von Lupfen, die Herrschaft Hewen und die Feste Engen an Kaspar von Klingenberg, Rudolf von Wolfurt, Konrad von Schellenberg, Rudolf von Friedingen und die von Engen zu versetzen. LUB I, Bd. 3, Nr. 416.
17.11.1404, Feldkirch Graf Hugo von Werdenberg-Sargans und die Brüder Rudolf und Egli von Rorschach schwören Herzog Friedrich von Österreich und dem Ritter Burkart von Rabenstein, herzoglicher Kammermeister, Urfehde. Dieser hatte ihren gnädigen Herrn Bischof Hartmann von Chur zu Handen des Herzogs Friedrich im selben Gefängnis gefangen gehalten, wo auch sie gefangen gehalten wurden. Sie schwören weiter, Bischof Hartmann und seinen Helfern weder Rat noch Hilfe zu gewähren. LUB I, Bd. 3, Nr. 196.
1405 Das Rechnungsbuch von Heinrich von Rottenburg erwähnt die Volkserhebung in den Tälern des Bischofs Hartmann. LUB I, Bd. 3, Nr. 199 (Auszug).
1405 Regest zu einem Brief, wonach Marquart von Schellenenberg Herzog Friedrich von Österreich im Appenzellerkrieg die Feste Kisslegg eingeantwortet hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 342 (a).
1405 Marquart von Schellenberg verkauft und übergibt Herzog Friedrich von Österreich den Anteil von Tölzer von Schellenberg an der Feste Kisselegg. LUB I, Bd. 3, Nr. 342 (b).
01.01.1405 Herzog Friedrich von Österreich bekennt, dass Hermann Wieli („Wyely“) die Feste Schwarzach von Diepolt von Eichelberg als Pfand an sich gebracht hat und zwar für alte Schuldforderungen an Herzog Rudolf von Österreich. LUB I, Bd. 3, Nr. 343.
06.01.1405 Das Domkapitel, die Stadt und die Dienstleute des Gotteshauses Chur bitten Herzog Friedrich von Österreich im Hinblick auf das Bündnis mit Österreich und ihre Kämpfe mit dem von Matsch, Rudolf von Werdenberg und den Appenzellern, die dem Gotteshaus grosses Unrecht antaten, um Hilfe durch den Hauptmann an der Etsch, den Landvogt in Schwaben, den Vogt und die Stadt zu Feldkirch und zu Sargans. LUB I, Bd. 3, Nr. 331.
14.02.1405 Die Brüder Hans, Ruedi und Hug die Häberling von Ruggell, Klaus Schugding, genannt Hofmeister, und Ruedi Holl ab dem Eschnerberg erhalten das Feldkircher Bürgerrecht. LUB I, Bd. 3, Nr. 116.
26.2.1405, Schaffhausen Ulrich von Brandis verspricht Herzog Friedrich von Österreich, dass er wegen der Gefangennahme seines Bruders Bischof Hartmann von Chur keine Feindseligkeiten gegen den Herzog beginne, ausser er sage ihm 14 Tage vorher mit Boten oder Brief ab (Urfehde). LUB I, Bd. 3, Nr. 197.
24.3.1405, Zürich Der Notar Jodokus, genannt Ris von Zürich, Kleriker der Diözese Konstanz, erklärt, dass Peter, genannt Müller von Zürich, nach seiner Behauptung Anwalt oder Bote der Freiherren Wolfhart und Ulrich Thüring von Brandis, eine Urkunde vom 19. Juni 1398 betreffend die Erbschaftsvereinbarung zwischen Bischof Hartmann und den Brüdern von Brandis vorwies und von ihm ein wortgetreues Transsumpt verlangte, das er ihm ausstellte. LUB I, Bd. 3, Nr. 332.
1.8.1405, Schaffhausen Bischof Hartmann von Chur bezeugt, dass ihn der Herzog Friedrich von Österreich gefangen gehalten und auf Bitten des Domkapitels, der Stadt und der Gotteshausleute von Chur sowie von Verwandten freigelassen habe. Er habe dem Herzog für sich und alle die Seinen Urfehde geschworen. Die Verwandten und Gefolgsleute des Bischofs, die die Herrschaft von Österreich oder ihre Gefolgsleute festhielten, sollten unverzüglich zurückgegeben weden. LUB I, Bd. 3, Nr. 333.
1.8.1405, Schaffhausen Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz, schliesst mit Herzog Friedrich von Österreich Frieden im Krieg, den sie bisher wegen Bischof Hartmann von Chur hatten. LUB I, Bd. 3, Nr. 334.
5.8.1405, Chur Der Dekan, das Domkapitel, Ammann, Rat und Bürger der Stadt Chur, die Dienstmannen Dietegen von Marmels, Ital von Marmels, Jakob von Castelmur, Peter und Heinrich von Underwegen, Tusch und Friedrich von Juvalt, Burkart von Schauenstein, Gaudenz und Ital Planta sowie die zum Gotteshaus gehörigen Täler Oberhalbstein, Bergell, Engadin, Domleschg, Bergün, Afers, Münstertal und Vintschgau geloben als Bürgen dem Herzog Friedrich von Österreich, der den Bischof Hartmann von Chur aus der Gefangenschaft entliess, dass der Bischof die beschworene Urfehde und die mit Österreich bestehenden Bündnisse zu beobachten versprochen habe. Sie schwören auf Befehl des Bischofs bei den Bündnissen mit Österreich zu bleiben, auch wenn der Bischof davon abgehen wollte und ihn dann nicht mehr als Herrn und Bischof anzuerkennen. LUB I, Bd. 3, Nr. 335.
5.8.1405, Chur Die Grafen Hans, Hugo und Heinrich von Werdenberg, Herren zu Sargans, die Brüder Wolfram und Ulrich von Brandis, Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz, Graf Heinrich von Montfort, Herr zu Tettnang, seine Söhne Rudolf und Wilhelm, Freiherr Ulrich von Klingen, Frik Tumb, Burkart Schenk von Kasteln, gesessen zu Mammertshofen („Menbrechtshofen“) erklären, Herzog Friedrich von Österreich habe Bischof Hartmann von Chur gefangen gehalten und ihn jetzt gegen Urfehde und Bekräftigung des Bündnisses mit Österreich frei gelassen. Auf Bitten des Bischofs haben sie dem Herzog geschworen, falls der Bischof die Urfehde und das Bündnis nicht halten werde, weder ihm noch seinen Leuten Hilfe zu leisten. Sie verbürgen sich hiefür mit persönlicher Geiselschaft entweder in Schaffhausen, Winterthur oder Radolfzell einzustehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 336.
1.9.1405, Bregenz Die Grafen Hugo und Wilhelm von Montfort, Herren zu Bregenz, schliessen einen Burgfriedensvertrag. Sie bitten Tözer von Schellenberg und Konrad von Laubenberg mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 337.
1.9.1405, Chur Bischof Hartmann zu Chur, Graf von Werdenberg von Sargans, der seinen Brüdern Wolhart und Ulrich von Brandis und ihren Erben die Feste Blumenegg im Walgau samt Zubehör, Leuten und Gütern überlassen hatte, diese dann von den beiden wieder auf Lebenszeit gegen einen Zins von 100 Pfund Konstanzer Münze übernommen hatte, überlässt nun alle Rechte und Ansprüche daran seinem Bruder Wolfhart, wie er es laut Urkunde den Brüdern Brandis vormals zu Zürich vor offenem Gericht übergeben hatte. LUB I, Bd. 3, Nr. 338.
1.9.1405, Chur Freiherr Wolfhart von Brandis erklärt, dass Bischof Hartmann von Chur ihm die Feste Blumenegg im Walgau mit Leuten und Gütern übergeben habe, wie er sie von ihm auf Lebenszeit geliehen bekommen hatte. Er gelobt für sich und seine Erben an Eides statt, wenn er Blumenegg auf was immer für eine Art an sich brächte, Hartmann den Nutzen von Weingärten, Steuern und anderem, was zu Blumenegg gehört, auf Lebenszeit überlassen wolle, doch so, dass auch er seiner Mühe und den Kosten entsprechend Anteil habe. Sollte er aber statt in Blumenegg anderswo Leute und Güter erzwingen oder durch freundliche Vereinbarung erhalten, dann wolle er dem Bischof davon auf Lebenszeit soviel Nutzen zukommen lassen, als er gewöhnlich von Blumenegg bezogen hat, ebenfalls gegen Entschädigung für Mühe und Kosten. LUB I, Bd. 3, Nr. 339.
29.09.1405 Graf Wilhelm von Montfort-Bregenz verspricht den Leuten im Bregenzerwald, sie bei ihren Rechten, Freiheiten und bisherigen Steuern zu belassen. Er bittet Tölzer von Schellenberg und Wolf von Kallenberg um Mitbesiegelung. LUB I, Bd. 6, Nr. 117.
09.10.1405 Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz, bekennt, dass ihm sein Oheim Graf Hugo von Montfort, Herr zu Bregenz, seinen Teil der Feste, Burg und Stadt Bregenz samt dem Sulzberg, der „Suberischen“ (Bolgenach, Vorderwald), dem Hof zu Rieden und der Steuer zum Stadel (Gericht Simmerberg im Allgäu) unter bestimmten Bedingungen zur Verwaltung übergeben hat. Er bittet Graf Heinrich von Montfort-Tettnang, Graf Rudolf seinen Sohn und Tölzer von Schellenberg, Heinrich Vogt vom Lüpoltz, Heinrich Humpis, Bürger zu Ravensburg und Aenderlin Werchmaister, Bürger zu Wangen mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 198.
16.10.1405, Feldkirch Die Eidgenossen des Bundes ob dem See, darunter die Eschnerberger, schliessen mit Graf Hugo von Montfort, Herr zu Bregenz, einen Frieden über die Feste Neuburg (bei Koblach am Rhein) auf ein Jahr. Für die Eschnerberger siegelt Frick Tölsch, Landammann zu Rankweil. LUB I, Bd. 3, Nr. 52.
16.10.1405, Chur Das Domkapitel, die Stadt und die Gotteshausleute von Chur ersuchen Herzog Friedrich neuerlich um die Rückgabe der Schlösser, des väterlichen und mütterlichen Erbes von Bischof Hartmann sowie des Besitzes der Kirche Chur, die der Herzog seit der Gefangenschaft des Bischofs weggenommen habe oder dessen Schädigung er durch die Herren von Matsch zuliess. Sie seien vom Landvogt des Herzogs und von jenem des Grafen von Toggenburg aufgefordert worden, ihnen gegen die Appenzeller zu helfen, wozu sie auch bereit wären, wenn dem Bischof von Chur Genüge getan und das Gotteshaus entschädigt werde. LUB I, Bd. 3, Nr. 340.
11.11.1405, Thüringen Freiherr Wolfhart von Brandis der Ältere entscheidet in Streitigkeiten zwischen Ludesch und Raggal wegen Weide, Marken und Gemeinderechten. LUB I, Bd. 3, Nr. 53.
07.12.1405 Bischof Hartmann von Chur, die Stadt und die Gotteshausleute von Chur schliessen mit den Eidgenossen des Bundes ob dem Bodensee einen Nichtangriffsvertrag auf zehn Jahre, wobei der Bischof einen von diesem Bund zwischen ihm und seinen Leuten im Walgau gefällten Schiedsspruch anerkennt. LUB I, Bd. 3, Nr. 341.
16.3.1406, Konstanz Graf Hugo und Graf Wilhelm von Montfort, Herren zu Bregenz, Tölzer von Schellenberg sowie Rat und Bürger der Stadt Bregenz stellen dem Nikolaus Schultheiss, Stadtschreiber von Konstanz, einen Schuldbrief über 500 Gulden aus, den die Grafen, Tölzer von Schellenberg, der Ammann und mehrere Bürger von Bregenz siegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 117.
17.3.1406, Konstanz Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz schliesst ein Kriegsbündnis mit den Brüdern Herzog Leopold und Herzog Friedrich von Österreich gegen die Appenzeller und ihre Verbündeten. LUB I, Bd. 3, Nr. 344.
18.3.1406, Konstanz Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregenz gelobt Herzog Leopold von Österreich, dass Dornbirn, das ihm für seine Dienste gegen die Appenzeller und ihre Bundesgenossen auf Lebenszeit übertragen wurde, nach seinem Tod samt dem Bregenzerwald wieder an Österreich zurückfallen soll. Die Urkunde wird mit seinem Siegel und dem von Tölzer von Schellenberg beglaubigt. LUB I, Bd. 3, Nr. 345.
6.6.1406, Konstanz Herzog Friedrich von Österreich verpflichtet sich, Heinrich von Ulm, Bürger zu Konstanz, ein Darlehen von 1332 Pfund Pfennig Konstanzer Münze bis nächsten St. Jakobtag zurückzuzahlen. Dafür verbürgen sich sein Hofmeister Burkard von Mansberg, Rudolf von Horlingen, Hermann Rynach, Heinrich von Schellenberg, Johann von Bonstetten, Johann von Liebegg, Hermann Gessler, einer von Homburg, einer von Hettlingen und Hermann von Landenberg. Bei Nichtzahlung soll die Geiselschaft durch zwei Mannen Herzog Friedrichs mit vier Pferden und durch die Bürgen mit je einem Pferd in Konstanz geleistet werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 346.
9.7.1406, Remüs Bischof Hartmann von Chur schliesst für sich und seine Gotteshausleute mit Herzog Leopold von Österreich einen Waffenstillstand bis nächsten Martinitag; beide Seiten sollen ihre Räte auf nächsten Laurenzentag (10. August) mit Vollmacht nach Meran senden, um einen Ausgleich zu versuchen. LUB I, Bd. 3, Nr. 347.
12.7.1406, Schaffhausen Herzog Friedrich von Österreich mahnt Dechant, Kapitel und Chorherren des Doms zu Chur, Ammann, Rat und Bürgerschaft der Stadt Chur sowie alle Churer Gotteshausleute in Stadt und Land, unter Hinweis auf ihre Bürgschaft für Bischof Hartmann von Chur und auf das erneuerte Bündnis zwischen ihnen und Österreich, dabei zu bleiben, da der Bischof von Chur seinen Versprechen nicht nachkomme und gegen ihn und seine Leute wirke. Hans von Bonstetten, Friedrichs Rat und Diener, werde mit ihnen verhandeln und habe alle Vollmacht. LUB I, Bd. 3, Nr. 200.
13.7.1406, Schaffhausen Herzog Friedrich von Österreich mahnt einen Ungenannten, der sich für Bischof Hartmann von Chur wegen dessen Urfehde verbürgte, als Geisel nach Schaffhausen zu kommen, da der Bischof entgegen seinem Brief und Eid gegen seinen Bruder und ihn wirke. LUB I, Bd. 3, Nr. 201.
24.09.1406 Hans Horgasser von Ach, Freilandrichter in Hegau und Madach, beurkundet anstatt des Grafen Eberhard von Nellenburg zu Radolfszell, dass die Jungfrau Ursula (Vrsell) von Schellenberg, Tochter von Marquard von Schellenberg, die auf Gerichtsbeschluss Junker Tölzer von Schellenberg, den Bruder ihres Vaters, als Vogt erhalten hat, vor ihm ihr elterliches Erbe dem Junker Türing von Halwil und dem Junker Konrad von Schellenberg, ihren Brüdern, in die Hand des letzteren übergeben hat, da ihre Mutter Katherina von Schellenberg, die Frau des genannten Junker Marquard von Schellenberg, ihr tausend Gulden geben wolle. Sollten die beiden Brüder ohne Erben sterben, dann sollen Ursulas Rechte am mütterlichen Erbe wieder in Kräften sein. LUB I, Bd. 3, Nr. 202.
30.10.1406, Chur Bischof Hartmann von Chur erklärt, dass er es nach dem Rat seiner Freunde und des Gotteshauses dem Bischof Georg von Trient überlässt, die versprochene Wiedergutmachung von Seite der Herrschaft von Österreich, als er aus ihrer Gefangenschaft entlassen wurde, seine Ansprüche wegen des Schadens durch die Gefangenschaft, sowie den Schaden, den die Churer Gotteshausleute während seiner Gefangenschaft von denen von Matsch erlitten, nach Anhören beider Teile festzustellen. LUB I, Bd. 3, Nr. 348.
7.11.1406, Chur Bischof Hartmann, das Domkapitel, die Stadt und die Gotteshausleute von Chur erneuern nach Schlichtung von Streitigkeiten den alten Bund mit der Herrschaft von Österreich, wie er mit den Herzogen Albrecht, Wilhelm und Leopold bestand und nachher mit Herzog Friedrich verbrieft wurde. LUB I, Bd. 3, Nr. 349.
7.11.1406, Meran Heinrich von Rottenburg, Hofmeister auf Tirol, Hauptmann an der Etsch, zehn weitere namentlich genannte Herren und alle Ritter und Knechte, Bürger und Städte im Land der Grafschaft Tirol an der Etsch und im Inntal tun kund, dass Herzog Leopold den Bischof Georg von Trient und Heinrich von Rottenburg beauftragt hat, die Streitigkeiten zwischen der Herrschaft Österreich und dem Land der Grafschaft Tirol einerseits und dem Bischof Hartmann von Chur sowie seinem Bistum andererseits zu schlichten. Sie erklären, dass Bischof Hartmann sich deshalb allein an Bischof Georg gewendet und dieser mit ihrem Einverständnis einen Spruch getan hat; sie geloben diesen Spruch unbedingt zu befolgen. LUB I, Bd. 3, Nr. 350.
8.11.1406, Meran Bischof Georg von Trient entscheidet im Streit zwischen Herzog Leopold von Österreich und Bischof Hartmann von Chur wegen der von Herzog Friedrich nach der Gefangenschaft dem Bischof versprochenen Wiedergutmachung, wegen der Schäden, die seither eingetreten sind und wegen der Schäden, die die Gotteshausleute durch die von Matsch oder andere aus dem Lande an der Etsch erlitten und überdies wegen der Schäden, die die österreichischen Herrschaftsleute durch Churer Gotteshausleute im Engadin, zu Nauders und anderswo im Land an der Etsch erlitten. LUB I, Bd. 3, Nr. 351. Auszug.
1.12.1406, Schloss Fürstenburg Der kaiserliche Notar Jakob de Sarnetz, sesshaft in Glurns, vidimiert eine von Albert von Schluderns, derzeit Amtmann von Bischof Hartmann, vorgelegte Urkunde vom 7. November 1416 in Anwesenheit der Edlen Friedrich genannt Tumb, derzeit Burgherr auf Fürstenburg, Johann, Sohn von weiland Heinrich von Erenshaim , Konrad Nigropixidum von Würzburg, Johann genannt Nauderser aus dem Walgau, Ulrich von Martschils von Stallen und Johann genannt Naiger von Thoregine, Diener von Friedrich Tumb. LUB I, Bd. 3, Nr. 352.
20.12.1406 Cuntz Klingenberg, sesshaft zu dem Torkel zu Thüringen (im Walgau), dem Graf Hartmann von Werdenberg von Sargans, Bischof von Chur, um 30 Pfund sein Gut auf Muntyolen (Montiolen am Thüringerberg, Bez. Bludenz) versetzt hat, bestätigt die Wiedereinlösung dieses Gutes. LUB I, Bd. 3, Nr. 54.
7.3.1407, Wien Herzog Leopold von Österreich gelobt nach dem Schiedsspruch des Bischofs Jörg von Trient im Streit zwischen ihm und Bischof Hartmann von Chur, dass diesem auf Lebenszeit vom Zoll des Herzogs am Lueg jährlich tausend Gulden entrichtet werden sollen, für die Leute und Güter im Walgau, die der Bischof während seiner Gefangenschaft verloren hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 353. Auszug
7.3.1407, Wien Herzog Leopold von Österreich verschreibt seinem Münzmeister Friedrich für die zweitausend Gulden, die ihm dieser geliehen hat, um nach dem Spruch von Bischof Georg von Trient Bischof Hartmann von Chur auf künftigen Georgitag bezahlen zu können, den Zoll an der Tell, bis Friedrich diese Summe wieder eingenommen hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 354.
11.02.1408 Bischof Hartmann von Chur schwört Graf Friedrich von Toggenburg, ihm wegen der verbrieften Geldschuld, die er von der Herrschaft von Österreich zu fordern hat, die Feste Fürstenberg an der Etsch offen zu halten und ihm gegenüber der Herrschaft Österreich solange mit Leib und Gut und den Seinen behilflich zu sein, bis er bezahlt ist. LUB I, Bd. 3, Nr. 203.
21.3.1408, Konstanz König Ruprecht belehnt Heinrich von Schellenberg mit der Kirche, dem Kirchensatz und der Widem (zinspflichtiges Gut) zu Leu, die Lehen vom Reiche sind. LUB I, Bd. 3, Nr. 355.
25.3.1408, Konstanz Herzog Friedrich von Österreich erklärt, dass es zu Unruhen gekommen sei, die von den Appenzellern und ihren Eidgenossen wider Recht und aus lauter Mutwillen gefördet worden seien. Die Leute hätten sich unterstanden, den Adel zu vertreiben und seien ihren eigenen Herren gegenüber ungehorsam gewesen. Daher verbindet er sich zur Gegenwehr mit der adeligen Gesellschaft St. Georgen Schilds in Schwaben. Auch Graf Albrecht von Werdenberg, Herr zu Bludenz, dem Land und Leute weggenommen worden sind, soll darin aufgenommen sein. LUB I, Bd. 3, Nr. 356.
24.4.1408, Feldkirch Bertelin und Contz Staiger, Gebrüder; ]äck Funster, Elsa und Greta Staiger und Jos Probst, genannt Tüller, verkaufen dem Heinz Bischof von Nofels einige Wiesen auf Bangs, am Hasenbach in der „Clain Laffsyn“, an die Viehweide, an das Prücht und unten an die Spiers stossend. LUB I, Bd. 3, Nr. 120.
10.5.1408, Herrenberg Herzog Friedrich von Österreich und Bischof Hartmann Bischof von Chur geloben den zwischen ihnen durch Graf Eberhard von Württemberg erlassenen Schiedsspruch einzuhalten. LUB I, Bd. 3, Nr. 357. Auszug
18.5.1408, Chur Bischof Hartmann zu Chur bewilligt Herzog Friedrich von Österreich, dass er in der Grafschaft Tirol und in seinem Land und Gebiet diesseits des Arlbergs im Bistum Chur eine einmalige Steuer von den Geistlichen erheben kann, ausgenommen sind die Klöster und Kirchen, die von Chur zu Lehen gehen, besonders das Gotteshaus Münster. LUB I, Bd. 3, Nr. 358.
25.5.1408, Feldkirch Margaretha Mörlin, Johann Stöcklins weiland Ammann zu Feldkirch Witwe, Bürgerin zu Feldkirch, stiftet eine Jahrzeit für ihren Schwiegervater Hans Ritter, genannt Stöcklin, und ihre Schwiegermutter Lucia Bökkin und übergibt dafür dem Leutpriester zu Feldkirch einen Weizen- und Hühnerzins von einer Hofstatt zu Altenstadt und einen Käsezins von Dünserberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 121.
25.5.1408, Feldkirch Margaretha Mörlin, Johann Stöcklins weiland Ammann zu Feldkirch Witwe, Bürgerin zu Feldkirch, stiftet eine Jahrzeit für ihr Seelenheil, das ihres Mannes, ihres Vaters Sytzen Mörlis selig und ihrer Mutter Agathe Mörlin selig und übergibt dafür dem Leutpriester zu Feldkirch einen Weizen- und Geldzins von dem Gut zu Rinberg auf Übersaxen (bei Rankweil), Erblehen- in der Hand von Walsern. LUB I, Bd. 3, Nr. 122.
31.5.1408, Chur Bischof Hartmann von Chur bestätigt den Empfang der ersten tausend Gulden in Salz von den insgesamt 3‘000 Gulden, die Herzog Friedrich von Österreich gemäss Schiedsspruch von Graf Eberhards von Württemberg dem Bischof zu zahlen hat. Auf Martini und Georgi sind abermals je 1‘000 Gulden zu bezahlen, dann soll der Bischof die Verschreibungsurkunde ausliefern. LUB I, Bd. 3, Nr. 359.
18.07.1408 Das Rechnungsbuch von Heinrich von Rottenburg erwähnt die Vertreibung des Bischofs Hartmann von Chur. LUB I, Bd. 3, Nr. 204 (Auszug)
13.8.1408, Feldkirch Hans Bischof von Nofels verkauft mit „willen vnd hand“ von Klaus Aff von Bendern, Landammann am Eschnerberg, seinem Bruder Heinz Bischof seinen Teil und alle Rechte an mehreren Grundstücken, nämlich am Langmad, Tälpismad, am Holz, am Berg, sämtliche zu Nofels gelegen, sowie an allen anderen Gütern zu Nofels, die sein Vater selig ihm hinterlassen hat um 50 Pfund Konstanzer Münze. Es siegelt der obgenannte Ammann Klaus Aff. LUB I, Bd. 3, Nr. 123.
6.9.1408, Kempten Heinrich von Ellerbach der Lange, Burkard von Schellenberg, „gesezzen“ (Richter) zu Sulzberg, und Bärtlin von Schwangau verbürgen sich für genannte Kaufleute von Ulm, Kempten, Biberach und Ravensburg, welche bei der Fehde des Markgrafen von Niederbaden, dem diese Städte verbunden sind, mit Herzog Friedrich von Österreich von letzterem in Gefangenschaft gehalten und jetzt bis kommenden Maria Lichtmesstag auf freien Fuss gestellt werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 205.
26.10.1408, Remüs Bischof Hartmann von Chur bestätigt den Empfang der zweiten tausend Gulden in Salz von insgesamt 3000 Gulden, die Herzog Friedrich von Österreich gemäss Schiedsspruch von Graf Eberhard von Württemberg dem Bischof zu zahlen hat. Mit der letzten Zahlung an St. Georgstag soll der Bischof die V er Schreibungsurkunde ausliefern. LUB I, Bd. 3, Nr. 360.
24.11.1408 Margaretha Mörlin, die Witwe von Johannes Stöcklin, weiland Ammann zu Feldkirch, stiftet von ihren Reben auf dem Ardetzenberg zehn Viertel Wein jährlichen Zinses an das Armeleutehaus der hl. Maria Magdalena in Levis (ehemals Altenstadt, heute Feldkirch). LUB I, Bd. 3, Nr. 124.
02.01.1409 Die Grafen Hugo und Wilhelm von Montfort teilen die Stadt Bregenz, treffen zur Abgrenzung ihrer Rechte eine Reihe von Bestimmungen und ersuchen folgende Herren die Urkunde darüber mitzusiegeln: Graf Rudolf und Wilhelm von Montfort, Herren zu Tettnang und zu der Schär, Hans Truchsess von Waldburg, Tölzer von Schellenberg, Albrecht von Königsegg und Markwart (Märk) von Schellenberg, genannt Ruchti sowie Heinrich, Vogt von Leupolz. LUB I, Bd. 3, Nr. 125.
3.2.1409, Bregenz Graf Hugo und Graf Ulrich sein Sohn, beide von Montfort, Herren zu Bregenz erteilen den Bürgern zu Bregenz in Anerkennung ihrer tapferen Haltung gegen die Appenzeller verschiedene Vorrechte. Die Grafen bitten Töltzer von Schellenberg und Heinrich von Laubenberg, die Urkunde mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 126.
23.4.1409, Chur Bischof Hartmann von Chur erklärt, dass ihm Herzog Friedrich die Schuld von 3'000 Gulden an drei durch Graf Eberhard von Württemberg festgesetzten Terminen, auf Pfingsten, St. Martinstag und St. Georgstag bezahlt hat und zwar jedes Mal mit Salz. LUB I, Bd. 3, Nr. 361.
24.05.1409 Osanna von Starkenberg, Witwe Sigmunds, erklärt, dass sie für ihren älteren Sohn Ulrich und seinen Bruder Wilhelm von Bischoff Hartmann von Chur alle Lehen ihres verstorbenen Mannes und seiner Vordern vom Gotteshaus Chur empfangen habe, nämlich einen Weinhof Mörlingen (Merningen), genannt der Rabushof, samt einem dazugehörigen Zehnt und einem Weinzehnt zu Laaz (Laatsch, Oberwintschgau), von dem man in jedem Schaltjahr dem Bischof und Gotteshaus Chur 30 Mutt Korn in die Feste Fürstenburg zu zinsen hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 206.
26.12.1409, Bregenz Graf Hugo und Graf Wilhelm von Montfort, Herren zu Bregenz, geben ihren Bürgern zu Bregenz in Anerkennung ihrer Wehrhaftigkeit gegen die Appenzeller und ihre Eidgenossen ein Steuerprivileg und bitten Tölzer von Schellenberg und Wolf von Kallenberg neben ihnen zu siegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 127.
26.12.1409, Bregenz Die Grafen Hugo und Wilhelm von Montfort erteilen den Bürgern von Bregenz einen Freiheitsbrief und bitten Tölzer (Töllentzer) von Schellenberg und Wolf von Kallenberg neben ihnen zu siegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 55.
16.3.1410, Feldkirch Hänni Fetzi von Bludesch und Osanna seine Ehefrau, Kunz Fetzi sein Bruder und Ursula Pfistrin, seine Ehefrau, verkaufen dem Heinz Kreps, Bürger zu Feldkirch „mit hannd, willen vnnd gunst“ Heinzmanns Siglären von Ludesch, derzeit Amtmann von Bischof Hartmann, Grafen von Werdenberg im Walgau, einen Zins von einem Pfund Pfennig Konstanter Münze von Gütern in Bludesch, darunter von einer Wiese Pradasagg, anstossend auswärts an „Vadotzen“ güter“. LUB I, Bd. 3, Nr. 128.
18.03.1410 Die Geschwister Mülegg verkaufen an die Witwe Hartmanns von Schönau ihren Weingarten zu Lauterach, Lehen der Herrschaft Bregenz, und bitten Tölzer von Schellenberg, derzeit Vogt zu Bregenz des Grafen Hugo von Montfort, den Brief mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 56.
24.03.1410 Christan von Awin und Meniga seine Trau zu Braz verkaufen einen Martinizins von ihrem Gut zu Braz. Den Brief siegeln Heinrich Saglär, derzeit Landammann im Walgau „in vnsers Herren von Curs taile“ [Bischof Hartmann von Werdenberg] und Herdegen von Rudberg, Vogt zu Bludenz. LUB I, Bd. 3, Nr. 57.
28.03.1410 Martin Mülegg und seine Schwester Anna verkaufen Elisabeth von Luchs, Hartmanns von Schönau Witwe, den Weingarten und Einfang zu Lauterach, ein rechtes freies Lehen von der Herrschaft zu Bregenz. LUB I, Bd. 3, Nr. 362.
6.4.1410, Churburg Vogt Ulrich von Matsch der Ältere, Graf zu Kirchberg, schreibt an Ekhart von Vilanders, den Marschall Herzog Friedrichs von Österreich, und an dessen Bruder Georg, es sei bekannt, dass wegen der Streitigkeiten, die zwischen Bischof Hartmann von Chur und dem Kapitel und Gotteshaus von Chur einerseits und seinem Vetter und ihm andererseits bestanden, Friede bis zum kommenden Georgentag bestehe, den Herzog Friedrich um ein Jahr verlängert habe. Da aber Diethegan von Marmels, Pfleger auf Fürstenburg, eine Einwendung gemacht habe, dass der Friede nicht länger bestehen könne und weil Ulrich und seine Vettern in allen bisherigen Vereinbarungen nie zu ihrem väterlichen Erbe kommen konnten und der Bischof, das Kapitel und das Gotteshaus zu Chur ihm sein väterliches Erbe mit Gewalt genommen hatten, so mahnt er sie gemäss dem Bundesbrief, sich am kommenden Georgentag bei ihm einzufinden und ihm zu helfen, das geraubte väterliche Erbe wieder zu gewinnen. LUB I, Bd. 3, Nr. 207.
15.06.1410 Mehrere Bregenzer Bürger treten gegenüber Nikolaus Schultheiss, Stadtschreiber zu Konstanz, für das mit Urkunde vom 16. März 1406 von Graf Hugo und Wilhelm von Montfort, Tölzer von Schellenberg sowie Ammann, Rat und Bürgerschaft zu Bregenz empfangene Darlehen als neue Bürgen für Verstorbene ein. LUB I, Bd. 3, Nr. 129.
25.8.1410, Burg Sonnenberg Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg von Sargans, bestätigt auf Bitten des Hensli AIaman und seines Sohnes für sich und die ganze Gemeinde im Bürsertal die Schenkung der beiden an die eben erbaute Kapelle im Bürsertal. LUB I, Bd. 3, Nr. 58.
6.10.1410, Burg Sonnenberg Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg, trifft auf Klage etlicher Nachbarn von Schlins, dass die St. Magnuskapelle schlecht verwaltet werde, Anordnungen für die Kirchenpfleger und verleiht angegebene Güter dieser Kapelle. LUB I, Bd. 3, Nr. 59.
29.10.1410, Feste Sonnenberg Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, vergabt an das Kloster Valduna einen Scheffel Schmalz von seinem Wald in Valentschinen (St. Gerold, Gross-Walsertal) jenseits der Lutz, 14 Wertkäse von Fundannen Brüel in Bludesch und 12 Wertkäse von einem Brüel zu Ludesch, wovon 6 Käse in das Kloster, die anderen aber in die Veste Sonnenberg gehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 60.
7.12.1410, Chur Hans von Unterwegen, sesshaft im Schanfigg, Hans sein Sohn, Andres Ganof und Hans, der Knecht des genannten Hans von Unterwegen, einerseits und Andres, Walther Schmits sel. Sohn, Bürger zu Chur, andererseits erklären, dass zwischen ihnen Feindschaft geherrscht habe und leider Walther Smit und Tuff von Funtana umgebracht worden seien. Auch sei es zwischen Andres Ganof und Henslin von Unterwegen dem Jüngeren sowie Andres Smit auf der Freiung zu Chur zu einem Auflauf gekommen. Nun haben sie die Sache in die Hand von Bischof Hartmann von Chur gegeben, der ein Schiedsgericht bilden soll. Sie schwören dem Bischof Genugtuung zu leisten, falls ein gerichtlich zu ahndendes Vergehen vorliege. Als Bürgen geben die von Unterwegen und Ganof ihre Freunde Hans Seloss, genannt Vitztum, und Luzi Boy. LUB I, Bd. 3, Nr. 208.
13.12.1410 Frau Ursel von Rosenhart zu Mollenberg (bei Lindau), Konrad Harzers Witwe, teilt mit dem Abt von Mehrerau die Kinder von beiderseitigen Leibeigenen. Sie bittet Tölzer von Schellenberg, „minen lieben öhem“, mitzusiegeln. LUB I, Bd. 3, Nr. 61.
23.2.1411, Chur Bischof Hartmann von Chur verleiht dem bescheidenen Knecht Gerhart Walch und seinen Erben eine Mühle im Kirchspiel Klösterle und eine Walke am Wasser Alfenz. Er setzt fest, dass niemand anderer an diesen Bächen eine Mühle, Säge, Stampf oder Walke bauen oder die Bäche ob der Mühle und Walke anderswohin leiten solle. Als Zins soll Walch ihm oder seinem Amtmann im Walgau jährlich auf St. Martinstag auf seine Feste Sonnenberg zwei gute Wertkäse Walgauer Gewicht liefern. LUB I, Bd. 3, Nr. 209.
27.2.1411, Chur Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, verleiht Cuntzen von Bürs, sesshaft zu Nenzing, gegen einen auf Martini auf die Feste Sonnenberg zu entrichtenden Zins von 1 Scheffel Korn Walgauer Mass eine Mühle zu Nenzing, am Wasser, genannt „die Mänga“ (Meng) zu Erblehen. LUB I, Bd. 3, Nr. 62.
22.3.1411, Feldkirch Hänni Mündli von Frastanz und seine Frau Margaretha Rigelin verkaufen mit Hand Uelis Ammanns, des Amtmanns Graf Wilhelms von Montfort-Tettnang, seinem Bruder Jos Mündli mehrere Güter am Eschnerberg. LUB I, Bd. 3, Nr. 130.
23.6.1411, Feldkirch Margaretha von Brunnenfeld, genannt von Malär und Claus Schriber, Bürger von Ilanz, ihr Schwiegervater, verkaufen mit Hand des Stadtammanns Litscher und seines Sohnes dem Kloster Valduna Grundstücke in Rankweil. LUB I, Bd. 3, Nr. 63.
09.08.1411 Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, verbietet nach Beratung mit seinen „fründ, Amptlüt vnd vnser lüten gemainlichen“, dass die Walliser in der Grafschaft Walgau von seinen eigenen Leuten daselbst Güter kaufen und gestattet dies nur im Falle grosser Not der Verkäufer. Die verkauften Güter sollen von den Wallisern wie bisher versteuert werden. LUB I, Bd. 3, Nr. 64.
23.8.1411, Sonnenberg Die Nachbarn von Bürs geben sich mit Rat, Willen und Gunst ihres gnädigen Herrn Bischof Hartmann von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, eine Weideordnung für Pferde auf Acker- oder Wiesland, die der Bischof besiegelt. LUB I, Bd. 3, Nr. 65.
28.09.1411 Konrad Episcopus Sigenensis, Vikar von Bischof Hartmann von Chur, weiht die Filialkapelle der Pfarrkirche zu Rankweil in Laterns. LUB I, Bd. 3, Nr. 66.
28.9.1411, Pressburg (Pozonii) König Sigismund verkündet allen Untertanen, dass die Venezianer seit langem und immer noch als offene Feinde gegen das Römische Reich sowie gegen seine Königreiche Ungarn, Dalmatien und Kroatien vorgehen und er deshalb seinen Diener Heinrich von Schellenberg beauftragt habe, die Venezianer überall festzunehmen und ihren Besitz im Namen des Königs zu beschlagnahmen. Er gebietet, Heinrich und die Seinen dabei zu unterstützen. LUB I, Bd. 3, Nr. 363.
1412 Bischof Hartmann zu Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, verfügt über die Erbschaft seiner Burgen Sonnenberg und Blumenegg mit Zubehör zu Gunsten seines Bruders, dessen Sohnes, seiner Vettern sowie seiner beiden Schwestern nach Rat seiner Blutsverwandten, damit nach seinem Tod keine Streit aufkomme. LUB I, Bd. 3, Nr. 375.
6.5.1412, Diosgyör (Dyosigür) König Sigismund berichtet Stephan, Ernst und Wilhelm, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogen in Bayern, sowie Heinrich und Johann Meinhard, Grafen von Görz und Tirol über die Gewalttaten des Herzogs Friedrich von Tirol und fordert sie zum Kampf gegen Friedrich auf. LUB I, Bd. 3, Nr. 364.
11.7.1412, Feldkirch Bischof Hartmann von Chur, Domkapitel, Bürger und Landleute der Stadt und des Bistums Chur sowie Vogt Ulrich der Ältere und der Jüngere, Vogt Wilhelm und Vogt Ulrich der Jüngste, alle von Matsch erklären, dass sie sich wegen ihrer Streitigkeiten und Kämpfe auf Herzog Friedrich von Österreich und seine Räte als Schiedsrichter vereinbart haben. LUB I, Bd. 3, Nr. 365.
25.8.1412, Chur Bischof Hartmann von Chur verleiht dem Blasius de la Porta von Chum (Como), Bürger zu Chur, zu einem Erblehen sein Haus zu Chur samt Zubehör, das vormals Meister Utzen gewesen, um einen Zins von drei churwelschen Mark zu je acht Pfund Maylesch für die Jahrzeit, die sein Vorgänger Bischof Johannes gestiftet hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 210.
Zwischen 1. und 27.9.1412 Herzog Friedrich präsentiert dem Bischof Hartmann von Chur für die durch den Tod Heinrich Burkhards von Rabenstein erledigte Pfarre Tirol (Bezirk Meran) Ulrich Putsch, Pfarrer von Tisens. LUB I, Bd. 3, Nr. 211.
6.9.1412, Chur Bischof Hartmann von Chur, die Stadt und die Gotteshausleute zu Chur schreiben Herzog Friedrich von Österreich, der Friede, den der Herzog zwischen ihnen und dem von Matsch auf Martini vereinbart und durch die Abmachung von Feldkirch verlängert habe, sei von den von Matsch durch schwere Angriffe auf Leute und Güter des Gotteshauses gebrochen worden. LUB I, Bd. 3, Nr. 366.
27.9.1412, Chur Bischof Hartmann von Chur investiert den von Herzog Friedrich präsentierten Ulrich Putsch, Pfarrer von Tisens mit der Pfarre Tirol (Bezirk Meran). LUB I, Bd. 3, Nr. 212.
10.10.1412, Chur Bischof Hartmann zu Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, schliesst mit Graf Albrecht von Werdenberg zu Bludenz ein Bündnis. LUB I, Bd. 3, Nr. 367.
17.10.1412, Chur Bischof Hartmann zu Chur, Graf von Werdenberg-Sargans, fordert von Graf Albrecht von Werdenberg, Herr zu Bludenz Hilfe, gemeinsame Herstellung und Verteidigung des Landgrabens bei Guggais. LUB I, Bd. 3, Nr. 368.
17.10.1412, Chur Bischof Hartmann zu Chur berichtet Herzog Friedrich von Österreich, dass die von Matsch auch auf die letzte Mahnung des Herzogs dem Gotteshaus Chur keine Wiedergutmachung geleistet haben und ersucht ihn auf Grund der Bundesbriefe um Beistand. LUB I, Bd. 3, Nr. 369.
31.10.1412, Bludenz Graf Albrecht von Werdenberg der Ältere, Herr zu Bludenz verkauft seinem Tochtermann Graf Wilhelm von Montfort, Herrn zu Tettnang die zwei Festen und Burgställe Alt - und Neuschellenberg mit aller Zubehör um 3846 Gulden und 4 Schilling Heller. LUB I, Bd. 3, Nr. 67.
07.11.1412 Graf Rudolf von Werdenberg erklärt Graf Friedrich von Toggenburg brieflich, dass er bei Bischof Hartmann von Chur kein Bündnis gegen Österreich angeregt habe und bestätigt ihm, dass auch er, Friedrich ihm nicht zu werben empfohlen habe; die Sache sei von Hartmann selbst ausgegangen. LUB I, Bd. 3, Nr. 370.
15.11.1412, Chur Bischof Hartmann zu Chur und die Stadt Chur berichten Herzog Friedrich von Österreich, dass sich die von Matsch nicht an den vereinbarten Friesen halten und fordern den Herzog auf einzuschreiten. LUB I, Bd. 3, Nr. 371.
17.11.1412 Die Freiherren Brun, Hans-, Heinrich und Ulrich von Räzüns schreiben an Graf Friedrich von Toggenburg, dass sie bei Bischof Hartmann kein Bündnis gegen Österreich angeregt haben. Die Sache sei vielmehr von Bischof Hartmann von Chur und seinen Räten ausgegangen: Die von Räzüns hätten ihn (Friedrich von Toggenburg) werben sollen. LUB I, Bd. 3, Nr. 372.
13.12.1412 Ritter Eglolf von Schellenberg, Heinrich Truchsess von Diessenhofen und Ulrich von Heimenhofen, derzeit Vormünder und Pfleger der Kinder von Heinrich von Schellenberg sel., verkaufen an Stelle dieser Kinder Jörg App von Oberopfingen um 30 Pfund Haller seine Ehefrau Greta Bürin, Hansen des Büres von Suntheim Tochter. LUB I, Bd. 3, Nr. 374.
17.12.1412 Graf Hugo von Werdenberg erklärt den Freiherren Brun, Hans, Heinrich und Ulrich von Rhäzüns, wenn Bischof Hartmann von Chur behaupte, sie und alle churwelschen Herren hätten bei ihm (Hartmann) ein Bündnis gegen Österreich angeregt, so könne er das nicht bestätigen; vielmehr hätte er, Hugo die Rhäzünser werben sollen. LUB I, Bd. 3, Nr. 373.
13.1.1413, Rhäzüns Heinrich von Rhäzüns schreibt an Graf Friedrich von Toggenburg, „man“ (gemeint ist Bischof Hartmann von Chur) werbe bei ihnen für ein Bündnis gegen Österreich. Sollte etwas gegen Friedrich oder den von Matsch gehen, werde er es Friedrich wissen lassen, ebenso, was am Sonntag zu Fürstenau vom Gotteshaus Chur ihnen vorgelegt werde. LUB I, Bd. 3, Nr. 376.
14.04.1413 Bischof Ulrich von Brixen, Landvogt Burkhard von Mannsberg, Kammermeister Ulrich von Weispriach, Marschall Ekhart von Vilanders und Hofmeister Hans von Wolkenstein, alle Räte von Herzog Friedrich und dazu viele anwesende Ritter und Knechte bestätigen die Echtheit und Unversehrtheit von sechs durch Graf Friedrich von Toggenburg vorgelegten, Bischof Hartmann von Chur belastenden Briefen. LUB I, Bd. 3, Nr. 377.
22.5.1413, Schuls Bischof Hartmann von Chur bestätigt, dass ihm Ritter Heinrich von Schlandersberg vierhundert Dukaten in Gold geliehen hat und verspricht, diese Summe innerhalb von vierzehn Tagen nach der Mahnung zurückzuzahlen. LUB I, Bd. 3, Nr. 213.
04.07.1413 Die Brüder Ulrich und Hans Zoller, Bürger zu Feldkirch, übergeben Friedrich Sattler, Leutpriester zu St. Nikolaus in Feldkirch, für eine Jahrzeitstiftung ein Pfund Pfennig von der Wiese, die die Helwer innehaben, und fünf Schilling von ihrem eigenen Höflein, alles beieinander gelegen in Schaanwald, genannt der Schmelzhof. LUB I, Bd. 3, Nr. 131.
2.8.1413, Kisslegg Tölzer von Schellenberg, ehemals Pfleger und Vogt zu Ehrenberg, sagt aus über die Freiheit des Schallerhofes zu Heiterwang von der Frassteuer und den Baufrohnen zur Burg Ehrenberg und der Klause. Entsprechend der Offung durch die Leute von Heiterwang habe er sie bei ihrer Freiheit belassen. Ulrich Tussenhusen, Richter von Tölzers von Schellenberg, bestätigt die Aussage. Tölzer von Schellenberg siegelt. LUB I, Bd. 3, Nr. 214.
5.8.1413, Meran König Sigmund erklärt, dass ihm Bischof Hartmann zu Chur gegenüber den Brüdern Caspar und Heinrich von Schlandersberg wegen 2000 Dukaten laut des Hauptbriefes Bürge geworden ist und gelobt, ihn und sein Gotteshaus von dieser Verpflichtung ohne Schaden zu lösen. LUB I, Bd. 3, Nr. 378.
5.8.1413, Meran König Sigmund bekennt den Brüdern Caspar und Heinrich von Schlandersberg 2'000 Gulden guter Dukaten schuldig zu sein. LUB I, Bd. 3, Nr. 379.
22.8.1413, Chur König Sigmund bestätigt Marquard von Schellenberg sowie Tölzer und Marquard von Schellenberg, genannt von Kisslegg, ihre Freiheiten, Rechte und Briefe, ebenso die Pfandschaft der Mühle bei Leutkirch und den Kellhof bei Lindau. LUB I, Bd. 3, Nr. 380.
22.8.1413, Chur König Sigmund bestätigt Ritter Marquard von Schellenberg, genannt von Kisslegg, im Hinblick auf die Dienste, die er geleistet hat, alle Briefe, die er von früheren Kaisern und Königen über Pfandschaften, besonders der Kelnhöfe vor der Reichsstadt Lindau erhalten hat. LUB I, Bd. 3, Nr. 215.
27.8.1413, Chur König Sigmund bestätigt Bischof Hartmann zu Chur seinen Erbbesitz, die Grafschaft im Walgau und seine dort wohnenden Leute. LUB I, Bd. 3, Nr. 381.
28.8.1413, Chur König Sigmund bestätigt dem Bischof Hartmann zu Chur, dem Domkapitel und der Churer Kirche ihre Rechte in derselben Form wie dem Bischof von Brixen und verleiht ihm die Regalien. LUB I, Bd. 3, Nr. 382.
28.8.1413, Chur König Sigmund bestätigt dem Bischof Hartmann zu Chur die Rechte der Stadt Chur. LUB I, Bd. 3, Nr. 383.
30.8.1413, Chur König Sigmund erklärt, dass er zur Schlichtung der Streitigkeiten zwischen Bischof Hartmann zu Chur einerseits und den Vögten Ulrich dem Älteren, Ulrich dem Jüngeren, Wilhelm und Ulrich dem Jüngsten von Matsch sowie Graf Friedrich von Toggenburg andererseits als Schiedsrichter Graf Eberhard von Nellenburg, Graf Rudolf von Montfort, Landvogt in Schwaben und Graf Hans von Lupfen, Landgraf von Stühlingen bestimmt hat; zum Schiedsgericht sollen Bischof Hartmann, Graf Friedrich von Toggenburg und die von Matsch je zwei Schiedsleute entsenden. LUB I, Bd. 3, Nr. 384.
21.9.1413, Chur König Sigmund gibt auf Bitten von Bischof Hartmann zu Chur der Stadt Chur, die durch grosse Kriege lange Zeit schweren Schaden erlitten hat, das Recht ein Kaufhaus mit Niederlage zu errichten und von aller Ware dafür Gebühren einzuheben wie in Konstanz üblich. LUB I, Bd. 3, Nr. 385.
2.11.1413, Bludesch Heinrich von Sant Viner, Landammann des Junkers Wolfart von Brandis im Walgau, entscheidet mit Rudolf von Bürs, genannt Liephart, seinem Bruder, Cuntz Waibel von Vallentschinen, Cuntz Busskugel, Landammann von Schlins als Spruchrichter in Streitigkeiten zwischen Frastanz und Nenzing wegen Weidgang auf den Alpen Palüd (Frastner Alpe Pälüd. )und Partifentz (Nenzinger Alpe Parpfienz). LUB I, Bd. 3, Nr. 68.
15.1.1414, Cremona König Sigmund erhebt Eberhard von Sax, dessen Urahn seine Hochfreiheit durch Heirat mit einer von Schellenberg Eingebüsst haben, in den Freiherrenstand.